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GEMEINDEBRIEF 
April 2000

Grußwort 

Seit fast zwei Wochen haben wir Frühling, auch wenn man es momentan am Wetter noch nicht merkt. Aber vieles blüht, überall zeigen sich schon Knospen und die Natur erwacht nach ihrem langen Winterschlaf.

Damit steht auch Ostern schon beinahe wieder vor der Tür und wie so oft frage ich mich, was es Neues über Karfreitag und Ostern zu entdecken gibt. Eigentlich ist doch schon alles gesagt – zum Beispiel, dass Osterhasen und Ostereier eigentlich nichts mit christlichem Glauben zu tun haben. Und man könnte meinen, dass wir schon alle klugen Gedanken zu Karfreitag und zu Ostern gehört haben.

Und doch freue ich mich auch dieses Jahr wieder auf Ostern und das, was es uns zu sagen hat. Ich freue mich auf die freie Zeit, die uns Gelegenheit gibt, "die Seele baumeln zu lassen" - und eben Jesus und sein Wirken, seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung für mich persönlich und für jeden Einzelnen immer wieder neu zu entdecken.

Einen schönen April und vor allem Frohe Ostern wünscht Euch

Lutz Vogt

 


beten.gif (1212 Byte)Nachruf


Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet,
so will ich mich von euch finden lassen
(Jeremia 29, 13.14)

Unserem Herr hat es gefallen, unsere Schwester Irmgard Lichti, geb. Epp, zu sich zu rufen.

Sie starb am 14. März 2000 im Alter von 83 Jahren in Bamberg, wo sie seit 1991 in der Nähe ihrer Tochter Karin lebte.

Der Aussegnungs-Gottesdienst fand am 17. März in unserer Kirche Branchweilerhof statt, anschließend wurde Tante Irmgard auf unserem Friedhof beerdigt. Franz Esau stellte die Beerdigungsfeier unter das Wort Gottes: 1. Petr. 1, 3-5.

Durch ihre frohe Art und Hilfsbereitschaft wird uns Tante Irmgard
- oder Mutti, wie sie von den heute 50-jährigen immer genannt wurde - noch lange in dankbarer Erinnerung bleiben.

 

 


Auferstehung

Der Stein liegt nicht mehr vor der Tür des Grabes.

Der schwere Stein ist abgewälzt.

Der Stein, der alles zudecken sollte, konnte nicht alles begraben.

Denn der Tod ist besiegt.

Der Tod meines Leibes,

der Tod meiner Seele,

der Tod meiner Liebe,

der Tod meiner innersten Freude.

Jeder Tod ist besiegt, weil Jesus lebt, weil er auferstanden ist gegen alle Wahrscheinlichkeit, weil er auferstanden ist gegen alles Begreifen.

Maria stand am Grab und weinte. So erzählt uns das Johannes-Evangelium. Sie weinte, wie auch wir weinen am Grab. Alle ihre Hoffnungen waren gestorben. Aber Jesus trat zu ihr. Und er sprach sie an: Warum weinst du? Sie erkannte ihn freilich nicht. Da nannte er sie mit Namen: Maria. Und sie war überwältigt. Unfasslich war es. Sie durfte ihn nicht anfassen, nicht festhalten, aber ihr Leben war neu. Und sie sagte es weiter.

Seither muss auch ich nicht nur traurig am Grabe stehen. Ich muss nicht mehr alle Hoffnungen begraben. Ich muss nicht verzweifeln über mein Scheitern. Seither ist unsere Welt neu.

Pfarrer Wilhelm Weber, Bronnweiler


Die zwei Söhne Abrahams

Die meisten von uns werden die zwei ältesten Söhne Abrahams kennen, Ismael und Isaak. Einigen ist auch noch bewusst, dass Abraham, nachdem Sarah gestorben war, noch einmal geheiratet hat und noch mehr Kinder hatte, doch Isaak war der alleinige Erbe. Das können wir in 1. Mose 25 nachlesen. Doch wirklich interessant für uns wird die Geschichte in der Auslegung des Paulus im Galaterbrief im 4. Kapitel. Da wird es auch für uns relevant, denn da geht es auf einmal um unsere Beziehung zu Gott und um das, wie wir mit dem umgehen, was Gott uns versprochen hat.

Bei Abraham standen ja ziemlich große Versprechen aus, und es sah nicht gut aus. Denn als Gott den Bund mit Abraham geschlossen hat, versprach er, ihn zum großen Volk zu machen. Ah ja, das ist aber ziemlich schwierig mit einer Frau, die keine Kinder bekommen kann. Eine ziemlich harte Sache für den Mann, der im Hebräerbrief im Kapitel 11 zu den großen Glaubenshelden gerechnet wird. Da hat es auch nichts genutzt, dass Gott Abram, den geehrten Vater, in Abraham, Vater von vielen, umbenannt hat. Wie ging er mit dieser Situation um? Gott hatte ihm ein Versprechen gegeben und Abraham sah keine Möglichkeit, wie dieses Versprechen erfüllt werden könnte.

Sarah und Abraham waren nicht gewillt, diese Situation einfach so hinzunehmen, besonders nicht Sarah. Da, wo sie nicht sahen, wie das gehen sollt, nahmen sie die Sache mit ihren Möglichkeiten in die Hand. Wir wundern uns über den Vorschlag von Sarah, ihr Mann solle mit ihrer Magd einen Sohn zeugen, den sie dann adoptieren wollte. Aber damals war das die allgemein akzeptierte Praxis. Und so kam Abraham doch zum Sohn, den er ja brauchte, damit Gott sein Versprechen erfüllen konnte.

Doch die Sache hatte einen Haken: Gott hat nicht mitgespielt. Denn Gott tut Dinge so, wie er es für richtig hält. Und er will seine Versprechen erfüllen, wir brauchen ihm dabei nicht zu helfen. Und somit hat Gott diesen Sohn, den Paulus in Galater als "Sohn des Fleisches" bezeichnet, nicht akzeptiert. Gott griff auf einmal mit seinen Möglichkeiten ein, und eine 90 Jährige wurde schwanger und hatte noch einen Sohn mit ihrem 10 Jahre älteren Mann. Und das war dann, wie es in Galater 4 beschrieben ist, der "Sohn der Verheißung", auf dem der ganze Segen Gottes lag.

Am Anfang dieses Artikels habe ich gesagt, dass die Auslegung dieser Geschichte in Galater für uns relevant ist, und ihr werdet euch bestimmt fragen, wieso. Uns hat Gott kein großes Volk versprochen und unsere Kinder haben nicht die Bedeutung wie Ismael und Isaak. Doch auch für uns ist die Bibel, das Wort Gottes, voll von Verheißungen. Und Gott legt uns immer noch Dinge aufs Herz, die wir auch annehmen können und für die wir Glauben in uns tragen. Auch wir haben oft Wünsche und Träume, die nicht nur von uns, sondern von Gott sind.

Doch genau wie Abraham haben wir die Schwierigkeit, dass wir oft nicht sehen können, wie diese Dinge passieren können, oder wie sich diese Träume erfüllen sollten. Oder, genau wie Abraham, werden wir ungeduldig und denken, wenn Gott etwas tut, dann müsste das doch schneller gehen. Und dann werden wir aktiv, genau wie Abraham. Wir suchen uns Möglichkeiten und setzen uns ein mit allem, was wir können und haben, und mit manchem, was wir nicht können und nicht haben. Denn auch wir haben oft das Gefühl, wir müssten Gott unter die Arme greifen.

Doch genau wie Abraham produzieren wir mit unseren Aktionen Ismaels, "Söhne des Fleisches". Doch was Gott für uns hat, das sind Isaaks, "Söhne der Verheißung". Und die werden aus Glauben und Vertrauen geboren, und aus Gehorsam dem gegenüber, was Gott uns zeigt und sagt. Wenn wir die Kontrolle abgeben und in Geduld auf Gott warten und Ihn machen lassen, ohne selbst zu forcieren, werden wir sehen, wie Gott wirkt und wie eine Sarah einen Isaak gebärt, und wir werden sehen, wie Gott anfängt, seine Möglichkeiten zu gebrauchen.

Erich Lotz junior


Mitarbeiterversammlung  Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung 

Auf der Mitarbeiterbesprechung am 14.03.2000 wurden folgende Themen besprochen:

  1. Termine
    Die Termine für den April wurden festgelegt.
  2. Gemeindeversammlung am 02.04.2000
    Der langjährige Kassenprüfer Harald Fritz ist dieses Jahr zur Gemeindeversammlung in Kur und kann den Prüfungsbericht deshalb diesmal nicht vorstellen. Freundlicherweise hat sich deshalb Klaus Dalügge bereit erklärt, die Kassenprüfung durchzuführen.
  3. Orgel
    Da jede Ausgabe über 3.000,- von der Gemeindeversammlung genehmigt werden muss, wollen wir am 02.04. auch den Neukauf einer Orgel ansprechen, obwohl noch kein konkretes Instrument in der engeren Auswahl ist, damit wir nötigenfalls schnell handeln können.
  4. Prochrist 2000
    Dieses Jahr fehlten uns alle Informationen zu Prochrist, obwohl es auch in Neustadt Veranstaltung in diesem Rahmen gab. Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr mehr davon mitbekommen.
  5. Abschied von Irmgard Lichti
    Zum Heimgang von Irmgard Lichti siehe die Todesanzeige auf Seite 3.
  6. Gemeindefreizeit 2000
    Das konkrete Programm der Gemeindefreizeit wurde festgelegt

Lutz Vogt


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