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GEMEINDEBRIEF 
April 2003

Grußwort 

Dieser Gemeindebrief steht wieder ganz im Zeichen von Ostern. Und dabei ist mir diesmal aufgefallen, dass es eigentlich nie einen Karfreitags-Gemeindebrief gibt. Immer „nur“ einen Oster-Gemeinde­brief, als ob es den Karfreitag gar nicht gäbe.

Natürlich gibt es Karfreitag, aber in unseren Gedanken ist Ostern der feste Begriff. Dabei weiß ich gar nicht, welcher der beiden Tage mir wichtiger ist – Karfreitag oder Ostern. Sicher, Karfreitag steht im Zeichen der Besinnung, der Trauer um die Kreuzigung Jesu. Und doch – was gibt es schöneres als reingewaschen zu sein von aller Schuld? Selbst von Schuld, die wir erst in Zukunft auf uns laden mögen. Denn bei aller Trauer darum, was die Menschen damals Jesus angetan haben, war es doch notwendig, um Gottes Heilsplan Wirklichkeit werden zu lassen.

Wie schön ist’s, erlöst zu sein. Diese Erlösung feiern wir an Karfreitag, mit allem gebotenen Ernst. Ostern gehört aber natürlich untrennbar dazu. Denn wie viel wäre uns die Erlösung wert, wenn wir nicht gleichzeitig um das ewige Leben bei Gott wüssten. Und dieses Leben können wir nur haben, weil Jesus die Sünde und den Tod überwunden hat.

Frohe Ostern wünscht Euch

Lutz Vogt


„Christ ist erstanden“

Glocken läuten in dieser Nacht. 
Osterfeuer und Osterkerzen bringen Licht in diese Nacht. 
In den Kirchen wird das Halleluja gesungen und “Christ ist erstanden“. 
Die Osterbotschaft geht um die ganze Welt. 
Die Osterbotschaft sagt: Das Leben lohnt sich. 


Nicht nur, wenn die Sonne scheint, lohnt es sich. Auch in dunklen Stunden.

Weil Jesus lebt, lohnt sich das Leben. 
Lebt Jesus denn wirklich? 
Mit dieser Frage hatten es auch die Menschen damals schwer. 
Maria von Magdala geht zum Grab und findet es leer.
Ihre Trauer wird noch größer. 
Jetzt hat sie nicht einmal mehr einen Platz der Erinnerung an den Toten.

Auf einmal steht jemand hinter ihr. 
Sie meint, es sei der Gärtner. Sie fragt ihn, wohin man den Leichnam gebracht hat. Maria ist ganz gefangen in den handfesten Vorstellungen dieser Welt. Dazu gehört: tot ist tot. Da nennt der andere ihren Namen, so dass sie sich im Innersten angesprochen fühlt.

Das lässt sie aufhorchen. So kann sie nur einer ansprechen: der Gekreuzigte.

So ist es seit der Auferstehung Jesu:

Er ist mir nahe, aber anders, als ich sonst Nähe gewohnt bin.

Ich sehe ihn nicht, und doch gibt es Situationen, da kann ich erfahren: Er ist da.

Ich höre ihn nicht, und doch gibt es Situationen, da kann ich erfahren: 
Er spricht mich an.

Osterglocken läuten, Osterglocken blühen,
Freude über die freien Tage,
Ostereier und Osterspaziergang,
Osterfeuer und Osterbesuche,
Osterlicht und Osterlieder,
da will der Auferstandenen auch uns nahe sein.

Wir sehen ihn nicht, und doch: Er ist da.

Wir hören ihn nicht, und doch sollen wir erfahren:

Er spricht mich an.

Wichtig ist die Antwort:

Die Antwort, die wir mit Worten geben.

Die Antwort, die wir mit unserem Leben geben.

Die Antwort, die uns spüren lässt:

Mein Leben - es lohnt sich.

Nach Schulpfarrer Josef Ernst, gefunden im Internet von Lutz Vogt


Wie in der Ur-Gemeinde!!?????

Ich bin ja ein echter Fan von der Apostelgeschichte. Das war die Zeit, als die Gemeinde noch in Ordnung war, als viele Menschen zum Glauben kamen, die Apostel in der Autorität Jesu Seine Werke taten und in der die Welt von Christentum berührt und verändert wurde. Und manchmal wünsche ich mir diese Zustände auch bei uns. Zu der Gemeinde wurden täglich Leute dazu getan (Apg. 2,47), es geschahen viele Zeichen und Wunder (Apg. 5,12), die Gemeinde traf sich täglich, sie hatten Gemeinschaft, feierten das Abendmahl, die Apostel lehrten (Apg. 2,43), da war Jüngerschaft. Ein sozialer Dienst, Diakonie gab es auch, wenn es auch nicht immer einfach war, die Versorgung der Witwen und so, doch spätestens mit der Einsetzung der Diakone in Apg. 7 war das auch unter Kontrolle.

Und finanziell lief es anscheinend auch ganz gut, denn sie teilten alles (Apg. 2,44) und es gab Leute wie dieser Josef aus Zypern, den wir später als Barnabas kennen lernen, den Begleiter von Paulus auf der ersten Missionsreise. Dieser Mann verkaufte seinen Besitz in Zypern und gab das ganze Geld der Gemeinde (Apg. 4,36-37).

Ich lese diese Geschichten und ich bin fasziniert. Und ich werde etwas neidisch, denn in so einer Gemeinde wäre ich auch gerne.

Doch gerade in dieser Gemeinde passierte eine der erschreckendsten Geschichten der Bibel (Apg. 5,1-11). Denn als ein Ehepaar sah, was dieser Joseph da getan hatte, sagten sie sich, das wollen sie auch. Doch alles der Gemeinde zu geben wäre doch übertrieben, dachten sich die beiden, Ananias und Saphira. So ging der Mann, Ananias, zu den Aposteln und gab ihnen nur einen Teil des Geldes. Nun war das an sich ja kein Problem, das Geld gehörte ja ihm. Das Problem war, dass er anscheinend den Eindruck vermittelt hat, es wäre alles. Petrus brachte das Problem auf den Punkt, als er zu Ananias sagt, dass er nicht die Leute in der Gemeinde betrogen habe, sondern Gott. Als Petrus das sagte fiel Ananias tot um.

Das ist die Stelle an der ich mir überlege, ob ich nicht doch lieber in meiner Gemeinde bleibe. Und als etwas später Saphira rein kommt, und Petrus sie fragt, ob das all das Geld war, das sie für ihr Feld bekamen, lügt sie auch, und folgt ihrem Mann in seinem Schicksal. Da bin ich auf einmal sehr zufrieden mit meiner Gemeinde. Denn da kommt eine Furcht über die ganze Gemeinde, oder besser eine Ehrfurcht vor dem heiligen Gott. Und doch bleibt da in mir eine Sehnsucht nach den Zuständen und der Vollmacht dieser Gemeinde. Und ich glaube in dieser harten Geschichte liegen vier Schlüssel, die uns helfen zu verstehen, warum diese Gemeinde war, wie sie war, vier Prinzipien, an denen auch wir arbeiten müssen.

Das, was Ananias und Saphira zum Verhängnis wurde war, dass sie versucht haben, Joseph oder Barnabas zu kopieren, sie hatten aber nicht das gleiche Herz wie er. Sie wollen sein Ansehen, waren aber nicht bereit, den Preis zu bezahlen. Es bringt nichts, in der Gemeinde zu versuchen, andere zu kopieren. Jeder muss dem folgen, was Gott dem Einzelnen ins Herz legt.

Das zweite, was wir lernen müssen, ist, dass unsere Verhältnis zur Gemeinde nicht nur eine Sachen zwischen Menschen ist, sondern etwas zwischen Gott und uns. Die Gemeinde ist der Leib Christi. So wie wir mit der Gemeinde umgehen, so gehen wir mit Jesus um. Petrus betonte, dass die beiden nicht die Gemeinde, sondern Gott selbst belogen hatten.

Das dritte Prinzip ist, dass Lüge immer tötet. Jede Unwahrheit bringt den Tod, denn Lüge ist Sünde und der Tod ist der Sünde Sold (Röm. 6,23). Mit jeder Lüge oder Unwahrheit stirbt etwas, besonders in Beziehungen. Und Beziehungen sind die Grundlage der Gemeinde. Auch wenn bei uns niemand auf der Stelle tot umfällt, so sterben langsam aber sicher unsere Beziehungen, wenn sie nicht auf Wahrheit basieren.

Der vierte und wichtigste Schlüssel ist die Ehrfurcht vor Gott. Wir müssen uns ganz neu klar machen, mit wem wir es in der Gemeinde zu tun haben, wer dieser absolut heilige und allmächtige Gott ist, um den es geht und der im Zentrum stehen soll. Auch wenn ich von manchem geschockt bin, was so in Jerusalem geschah, es ist trotzdem mein Gebet, dass Gott uns die Gnade schenkt, so eine Gemeinde zu werden wie wir es in der Apostelgeschichte sehen.

Erich Lotz junior


Mitarbeiterversammlung  Mitarbeiterbesprechung 

 

Bericht über die Mitarbeiterbesprechung vom 13.03.2003:

Zu Beginn liest Heiner aus 1. Kön. 8,39 und Röm. 8,27, dazu eine Erläuterung und spricht ein Gebet.

1. Termine
Festlegung der Termin für den Monat April. Am Ostersonntag wird der Hauskreis mit den Kindern den Gottesdienst gestalten. Anschließend

Wir wollen Jürgen Schowalter anfragen, ob er die Leitung des Karfreitagsgottesdienstes übernehmen könnte.

2. Bibelbus 2003
Der Bibelbus ist vom 08. Mai bis 15. Mai 2003 in Neustadt. Wer könnte sich zum Dienst im Bibelbus freimachen? Udo gibt Auskunft.

 

3. Vorschau
Am 11.05.2003 wird kein Gottesdienst bei uns stattfinden. Wir nehmen am Allianzgottesdienst um 10:00 Uhr in der Stiftskirche teil.

4. Gemeindefreizeit 2004 ?

Udo fragt, ob wir nächstes Jahr, also 2004, wieder eine Gemeindefreizeit planen wollen? Bitte darüber nachdenken und sich melden.

5. Familienfreizeit auf dem Thomashof

Bericht von Axel und Titin über die Familienfreizeit auf dem Thomashof über die Karnevalstage.

Wir schließen mit gemeinsamen Gebet.

Christel Lotz


Einladung zum Abendmahl

 

Und er nahm das Brot, dankte
und brach’s und gab’s ihnen
und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird;
das tut zu meinem Gedächtnis.

Desselbigengleich auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist das Neue Testament in meinem Blut, das für euch vergossen wird.

Lukas 22,19.20

Am Karfreitag, den 18. April 2003, wollen wir im Rahmen des Gottesdienstes gemeinsam das Abendmahl miteinander feiern.

 

Wir laden alle dazu herzlich ein!


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