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GEMEINDEBRIEF 
April  1998
  

Grußwort 

Liebe Gemeinde, 

auf diesem Weg will ich mich mal bei Euch melden. Natürlich habt Ihr sicher immer meine Neuigkeiten über meine Eltern, doch so ist es ein bißchen persönlicher. 

Seit 4 Monaten bin ich jetzt wieder im Tchad und ich kann sagen, daß ich mich sehr gut eingelebt habe. Mit den Leuten im Team verstehe ich mich gut, doch es war auch eine große Umstellung ein ganz neues Team vorzufinden, wo schon jeder seinen Platz gefunden hatte. Da bin ich Jesus echt dankbar, daß ich mich doch schnell eingelebt habe. Ich habe meine alte Arbeit wieder aufgenommen und die Arbeit macht mir großen Spaß. 

Wir kümmern uns im Moment um ca. 100 Waisenkinder, die alle in ihren Familien sind. Da haben wir immer genug zu tun! 

Ja, im großen und ganzen geht es mir sehr gut, mir fehlen aber trotzdem oft meine Familie, Freunde und meine Gemeinde. Erst jetzt, wo ich weiter weg bin, merke ich richtig, was ich an Euch gehabt habe (oder noch habe). Meine Gemeinde fehlt mir! Doch ich bin auch froh zu wissen, daß ich eine Gemeinde habe, die hinter mir steht und unsere Arbeit unterstützt. Und hier will ich mich auch bei Euch allen bedanken für Eure Gebete. Vielen Dank! 

Seid alle ganz lieb gegrüßt!  Doris aus dem Tchad 



Ostern 

In Osterjubel, Osterfreude  mischt froh sich ein auch die Natur. 
Vieltausend Blüten Festgeläute  erklingt aus Wald und Feld und Flur. 

Und alle Blümlein blühen  zur Auferstehung uns'res Herrn. 
Für ihn sie ihren Duft versprühen  und überall und nah und fern. 

Sie alle woll'n den Schöpfer preisen  mit bunter Zauberspur. 
Mit ihnen auch die Ehr  erweisen, anbeten alle Kreatur. 

Der Heiland ist für uns erstanden,  hat alles schön und neu gemacht. 
Und er zerriß des Todes Banden  und neue Hoffnung uns gebracht.

Das große Wunder ist geschehen,  der Heiland lebt in Ewigkeit. 
So laßt uns Ostern froh begehen  in echter, tiefer Dankbarkeit. 

nach Fritz Kolb   gefunden im Hausbrief des DSK Seniorenzentrum, Mutterstadt 


Isaaks Brunnen 

In 1. Mose 26 von Vers 12 an finden wir eine interessante Geschichte: Es 

geht um Isaak, den Sohn Abrahams. Gott hat ihn gesegnet und er wurde sehr reich, und das hat den Leuten um ihn herum nicht so gut gefallen und sie beneideten ihn. Und so boykottierten sie ihn und verschütteten die Brunnen, die Abraham gegraben hatte. Letztendlich bat der König des Landes Isaak zu gehen, denn er war ihm zu mächtig geworden. Also zog Isaak weiter und ließ sich etwas weiter südlich nieder. Auch hier hatten die Philister die Brunnen verstopft, die Abraham gegraben hatte. Und das erste, was Isaak tat war, daß er diese Brunnen seines Vaters wieder freilegen ließ. Doch er ließ auch neue Brunnen graben und seine Knechte stießen auf einen Brunnen "Lebendigen Wassers". 

Es gab in dieser Zeit zwei Arten von Brunnen. Die "Normalen" Brunnen waren Brunnen, bei denen man auf Grundwasser gestoßen war oder auf eine Stelle, an der sich unterirdisch Wasser angesammelt hatte. Diese Brunnen bedeuteten sehr viel Arbeit. Denn sie mußten ständig gesäubert werden und in Stand gehalten. Und bei diesen Brunnen muß man einen Eimer oder ein Gefäß hinunter lassen und das Wasser mühsam nach oben ziehen. Doch dann gab es noch die anderen Brunnen, die mit dem "Lebendigen Wasser". Das waren Brunnen, bei denen man auf eine unterirdische Quelle oder einen unterirdischen Fluß gestoßen ist. Aus diesen Brunnen sprudelte das Wasser von selbst durch den eigenen Druck nach oben und bildete einen Bach, aus dem man schöpfen konnte. Da es fließendes Wasser war, versandeten diese Brunnen nicht so schnell wie die anderen, brauchten deshalb wesentlich weniger Wartung und man brauchte auch das Wasser nicht mühsam nach oben zu ziehen, es kam von selbst nach oben. Alles in allem war so ein "Brunnen lebendigen Wassers" ein echter Segen. 

Nun, als Gemeinde sind wir ein Stück weit wie Isaak. Auch wir sind Menschen, die zu Gott gehören, die ein geistiges Erbe haben und die in einem fremden Land leben, denn wir sind zwar in der Welt, aber nicht von der Welt. (Joh. 17,14). Und auch wir als Christen sind nicht immer überall gerne gesehen. Besonders wir Mennoniten haben ja einiges an geschichtlicher Erfahrung, wenn es um Verfolgung geht. Doch es geht ja nicht nur um physische Verfolgung, es geht auch darum, wie uns andere Glaubensgemeinschaften sehen und was über uns gesagt wird. Auch in vielen theologischen Fragen sind wir heimatlos, wissen nicht mehr, wo wir hin gehören. Und wie Isaak ringen auch wir in einer feindlichen Umgebung um unser geistliches Überleben. Gerade in geistlicher Beziehung sind auch viele der Brunnen unserer Väter zugeschüttet worden. Die Dinge, aus denen Leben hervor kam. Wasser steht in der Bibel oft symbolisch für das Leben. Ohne Wasser kein Überleben. Wie Isaak Brunnen brauchte, damit er und seine Gefolgschaft und seine Tiere überleben können, so brauchen wir das Wasser des Lebens, das Jesus uns versprochen hat. Auch wir brauchen in unserer Gemeinde Brunnen, von denen wir dieses Wasser des Lebens trinken können und viele unserer Brunnen sind verschüttet. 

Nun, Isaak hat zwei Dinge getan. Zuerst hat er die Brunnen seines Vaters wieder ausgegraben. Wenn wir geistlich überleben und wachsen wollen, sollten wir auch anfangen, uns wieder auf die Werte und die Ansichten unserer Väter, der Täufer, zu besinnen und sie wieder ausgraben aus all der Theologie und der Tradition und den Dingen, die verhindern, daß auch heute noch Wasser aus diesen Brunnen fließen kann. Laßt uns zurück gehen und uns neu auf das besinnen, was Gott uns und unseren Vätern gegeben hat. Das zweite war, daß Isaak auch neue Brunnen gegraben hat. Und da fand er einen Brunnen mit "Lebendigem Wasser". Auch wir müssen nicht nur die alten Brunnen wieder frei legen, sondern auch nach neuen Brunnen suchen, besonders nach denen mit dem lebendigen Wasser, das Gott uns heute geben will. Denn aus diesen Brunnen werden dann die "Ströme lebendigen Wassers" ausgehen, die Jesus uns in Johannes 7, 38 versprochen hat. Laßt uns als Gemeinde Anfangen, Brunnen zu graben, auch wenn es, wie bei Isaak, Schwierigkeiten bedeuten kann.  Erich Lotz junior 


  Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung 

Auf der Mitarbeiterbesprechung am 10.03.98 wurden folgende Themen besprochen: 

1. Ausflug der Frauenstunde 
Am 14. Mai fährt die Frauenstunde nach Sinsheim 

2. Gemeindeversammlung 
Die Gemeindeversammlung am 15. März wurde geplant und kurz besprochen. 

3. Termine 
Die Termine für den April wurden besprochen 

4. Delegiertenversammlung 
Die Delegiertenversammlung fand am 28.3.98 nicht in Backnang, sondern in Sinsheim statt. 

5. Neues Mitglied 
Seine ehemalige Gemeinde Zweibrücken hat Jürgen Schowalter an uns überwiesen und einen liebevollen Brief an uns geschrieben. 

6. Gemeindefreizeit 
Themen für die Gemeindefreizeit wurden gesammelt. Das Thema "Gemeindebau - Mission - Zeugnis sein - Zeugnis geben" wurde vorgeschlagen und soll auf der Gemeindeversammlung vorgestellt werden. 

7. Parkplatz am Friedhof 
Am Friedhof herrscht oft Parkplatznot. Hier sollen Parkplätze geschaffen werden 

8. Am Freitag, den 08.05.98, wird abends im Gemeindezentrum Branchweilerhof ein Vortrag der evangelischen Allianz stattfinden. Näheres wird im Gottesdienst rechtzeitig bekanntgegeben. 


Bericht von der Gemeindeversammlung 

Am Sonntag, den 15.03.97, fand um 15:00 Uhr die alljährliche Gemeindeversammlung statt. 

16 Mitglieder waren anwesend, so daß wir beschlußfähig waren. Dazu gehörte auch Jürgen Schowalter, der herzlich als neues Mitglied der Gemeinde begrüßt wurde. Heiner Becker gab ihm den Vers Luks 10, 20 auf den Weg mit uns. Zu den einzelnen Punkten der Tagesordnung: 

1. Heiner Becker gab im Jahresbericht einen Rückblick auf die Termine 1997 

2. Harald Becker legte den Kassenbericht vor und dankte für Beiträge und Spenden 

3. Harald Fritz hat Kasse geprüft, sie ist bestens geführt 

4. Die Entlastung von Vorstand und Rechner wurde einstimmig erteilt 

5. Bei den Berichten über verschiedene Arbeiten in der Gemeinde berichtete Christel Lotz über die Frauenstunde, Titin Dalügge über die Kinderstunde und Axel Dalügge über den Hauskreis 

6. Verschiedenes 
 

  • Die Gemeindefreizeit wird vom 26. bis 28. Juni auf dem Thomashof mit Franz Esau als Referenten stattfinden. Wir wollen ihm das Thema "Gemeindebau - Mission - Zeugnis sein - Zeugnis geben" vorschlagen. Axel und Titin Dalügge übernehmen die Leitung der Freizeit 
  • Neue Delegierte wurden bestimmt: Jürgen Schowalter, Axel Dalügge und Harald Becker für die Delegierten-versammlung; Erich und Christel Lotz für den Thomashof-verein; Heiner Becker für die Allianzarbeit; Für das mennonitische Hilfswerk Christenpflicht wurden noch keine Delegierten gefunden 
  • Gegen die Parkplatznot auf dem Friedhof sollen zwischen den Bäumen vorläufig zwei Parkplätze geschaffen werden 
  • Der Gemeindebrief soll auch in das Internet gestellt werden, die vorgesehenen Berichte, Informationen und Beiträge werden vom Mitarbeiterkreis eingesehen 
  • Doris Bossert vom Jugendwerk hat Titin Dalügge als Mitarbeiterin für den Arbeitskreis Kinderarbeit angeworben. Titin hat angenommen 
  • In der Brüdergemeinde wird ein Second-Hand-Shop mit gespendeten Kleidern für Ex-Jugoslawien eröffnet. Wer möchte mithelfen? Der Erlös geht an die Bosnienhilfe 

Christel Lotz 

 

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