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GEMEINDEBRIEF 
August 2002

Grußwort 

Schön, dass es auch in diesem Gemeindebrief wieder etwas zu berichten gibt! Darüber freue ich mich nicht nur, weil ich mir dann weniger Gedanken machen muss, was ich in den Gemeindebrief aufnehmen will, sondern weil es mir immer wieder zeigt, dass unsere Gemeinde lebendig ist, dass etwas los ist bei uns. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Maria Faust für ihren Beitrag zur Verabschiedung von Doris Lotz, für den der Platz kaum ausgereicht hat.

Wer also denkt, dass Gemeindebriefe in der Ferienzeit langweilig sind und nichts Wesentliches enthalten, der wird von dieser Ausgabe angenehm überrascht sein.

Einen sonnigen August wünscht Euch

Lutz Vogt


Verabschiedung von Doris Lotz aus dem Missionsdienst

Am Sonntag, den 21. Juli 2002, hatte die Gemeinde einen sehr schönen Dankgottesdienst: Nach insgesamt 8 Jahren Missionsdienst in Abeché im Tschad wurde Doris Lotz aus dem DMMK verabschiedet.

Herbert Hege, der mit seiner Frau Hannelore kam, hielt die Predigt über Matthäus 11, 29.30: „Nehmet auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht". Axel Dalügge machte die Begrüßung und Einführung.

Christine Dalügge spielte Gitarre und wurde von ihrer Schwester Doris und ihrer Tochter Sarah unterstützt bei Lob und Anbetungsliedern, die an die Kirchenwand projiziert wurden. Karin Kuppetz, die wie immer Harmonium spielte, wurde unterstützt von Phil Nelson, der sehr kraftvoll und doch einfühlsam die Anbetungslieder mit dem Keyboard begleitete.

Herbert Hege vom DMMK, Pierre Oberli als ihr ehemaliger Chef und Heiner Becker von der Gemeinde dankten Doris Lotz für ihre Arbeit in der Mission und auch Doris selbst fand noch einige Worte über ihre Zeit im Tschad. Jürgen Schowalter, Margaret und Pierre Oberli, Hannelore und Herbert Hege gaben Doris im Gebet den Segen für ihre weitere Arbeit und ihr Leben mit auf den Weg. Johann Frese sprach für uns den Segen.

Gesättigt mit dem Wort Gottes durften die Gäste und die Gemeinde der Einladung folgen und für das leibliche Wohl im Evangelischen Gemeindezentrum Branchweilerhof ein sehr gutes Mittagsbüffet und Kaffee und Kuchen zu sich nehmen.

Es war schön zu sehen, wie sich jeder mit dem Nächsten unterhielt und sich wohlfühlte. Von sehr betagt bis ganz klein war alles vertreten, vor allem Verwandtschaft. Schön zu beobachten war, wie die vielen Kinder miteinander umgingen, und die etwas Größeren die ganz Kleinen hüteten.

Das war ein richtig schöner Tag für Dich, liebe Doris!

Beim Abschied nach Abeché hat Dir die Gemeinde bei einer Buchübergabe den Bibelvers Sprüche 3,5.6 mitgegeben: Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen". Und am Morgen des Dankgottesdienstes war die Losung 2. Samuel 7,9: Ich bin mit dir gewesen, wo du hingegangen bist". Und nun geben wir Dir den Spruch aus 1. Korinther 22.16 mit auf den Weg: „Wohlan, mache dich ans Werk, und der Herr wird mit dir sein". Denn für Deinen neuen Dienst wirst Du nicht weniger Kraft brauchen als in der Mission

Maria Faust

 


Gnade….

Gnade ist ja so eine Sache. Viele werfen mit diesem Begriff um sich, doch wenige wissen wirklich, was es bedeutet.

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, im Internet mal dieses Wort Gnade nachzusehen. Ich habe den Begriff einfach mal in die Suchmaschine eingegeben und war überrascht über das Ergebnis. Fast alle Seiten, die da hoch kamen, waren irgendwie christlich.

Als ich dann die offizielle Definition für Gnade in einem Lexikon gefunden habe, wurde auch klar, warum so viele dieser Seiten christlich waren: Gnade ist die „Zuwendung einer Gunst unabhängig vom Verdienst des Empfangenden!!!". Gnade ist ein Konzept, das es eigentlich nur im Christentum gibt. Ein Gott, der bereit ist, zu geben, ohne dass wir es verdient haben.

Na ja, verdient haben wir alle etwas. In Römer 6,23 steht, dass der Tod das ist, was wir verdient haben, denn er ist der Sünde Sold. Und Sünder sind wir alle, wenn wir der Bibel Glauben schenken, denn das führt Paulus gerade mal 3 Kapitel vorher aus, in Römer 3, 22-23. Damit ist aber auch das Leben, egal in welcher Form, eine Gnade, denn es ist eine Zuwendung unabhängig vom Verdienst des Empfangenden.

Gnade ist genau das, was das Christentum von allen anderen Religionen unterscheidet. Die Zuwendung Gottes ist unabhängig von dem Verdienst des Empfangenden. In jeder anderen Religion ist das nicht so. Da muss man sich an irgendwelche Rituale halten, oder Opfer bringen, bestimmte Dinge tun, damit man sich die „Gnade Gottes" verdient. Doch das ganze Konzept ist ja dann ein Blödsinn, wie es Paulus schon in Römer 11,6 beschreibt. Da sagt er: „Wenn durch Gnade, dann nicht mehr durch Werke, denn sonst ist die Gnade nicht mehr Gnade!".

Schon allein der Gedanke, durch unser Verhalten uns Gottes Zuneigung erwirken zu können, stellt sich gegen das Prinzip der Gnade. Denn haben wir uns etwas verdient, dann ist es per Definition ja keine Gnade mehr, sondern Verdienst.

Das ganze birgt ja eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, das wir uns bei Gott nichts verdienen können. Nichts, was wir tun oder für Gott auch lassen, wird uns erlösen. Wir können uns die Liebe Gottes und seine Zuwendung durch keine Anstrengung der Welt verdienen. Das ist eine schlechte Nachricht für alle religiösen Menschen, die stolz sind auf ihren guten Lebenswandel und darauf, was sie alles richtig gemacht und erreicht haben. Das ist eine schlechte Nachricht für alle, die überzeugt sind, sie haben etwas mehr Segen und Zuwendung verdient. Gnade ist immer unverdient und wenn wir versuchen, etwas zu verdienen oder zu erarbeiteten, dann handeln wir gegen die Gnade.

Die gute Nachricht ist: Wir müssen uns bei Gott nichts verdienen! Nichts, was wir falsch machen oder noch nicht auf die Reihe bekommen, kann uns aus der Hand Gottes reißen.

Heißt das, wir sollten munter tun, was wir wollen, Gottes Gnade wird es schon richten?? Mitnichten, sagt da Paulus in Römer 6, wo er auf diese ganze Argumentation eingeht. Denn ein Leben unter der Gnade ist ein verändertes, geheiligtes Leben für Jesus. Doch liegt die Wurzel der Veränderung in der Gnade. Das heißt, dass wir uns verändern, weil die Gnade Gottes wirkt, und nicht, dass die Gnade Gottes wirkt, weil wir uns verändern.

Ich denke, in bezug auf Gnade müssen wir 3 Dinge lernen:

1. Wir müssen aufhören mit dem Versuch, uns bei Gott etwas verdienen zu wollen, und anfangen, wirklich zu empfangen. Das ist ein Schritt der Demut, zuzugestehen, das ich mir nichts verdienen kann.

2. Wir müssen anfangen, uns selbst Gnade zu gewähren. Paulus sagt, er richtet sich nicht selbst (1. Kor. 4,3). Wir müssen auch aufhören, uns selbst zu richten und anfangen, uns selbst Gnade zu gewähren.

3. Aus der empfangenen Gnade heraus dürfen wir dann auch andern gnädig sein und die Gnade weiter geben. Denn wenn wir das nicht tun, wer denn sonst?

Möge die Gnade Gottes reichlich unter uns wohnen und immer mehr Fuß fassen.

Erich Lotz juniort


Mitarbeiterversammlung  Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung 

Bericht über die Mitarbeiterbesprechung vom 11.07.2002:

1. Termine

Wir haben die Termine für August und die fehlenden Gottesdienstleitungen festgelegt.

2. Predigtdienst Erich Lotz junior

Das erste halbe Jahr mit dem monatlichen Predigtdienst von Erich Lotz junior ist im August schon vorbei. Wir beschließen, ihn anzufragen, ob wir den Dienst bis mindestens Ende des Jahres zu gleichen Konditionen verlängern können und bitten Christel und Erich Lotz, ihn zu fragen.

3. Pro Christ 2003

Pro Christ soll nächstes Jahr vom 18. bis 23. März 2003 durchgeführt werden. Wenn das Neustadter Organisationskomitee in seinen Planungen weiter fortgeschritten ist und konkrete Entscheidungen und Aktivitäten anliegen, wollen wir überlegen, was wir beisteuern können.

4. Stadtgebet für Neustadt

Axel Dalügge war beim Stadtgebetsabend der Neustadter Allianz bei der Freien Christengemeinde. Diese ist umgezogen in die Maximilanstraße, in das Gebäude der ehemaligen Sektkellerei Carstens SC. Das Gebäude und das Gelände sind sehr schön.

5. Verabschiedung von Doris Lotz

Wir haben die Verabschiedungsfeier von Doris Lotz und die Vorbereitung dafür geplant.

Lutz Vogt


Herr, hilf!

dass ich mein Leben und meine Gaben zum Guten
und nicht zum Schlechten benutze,
dass meine Hände nicht zerstören,
sondern aufbauen
dass meine Worte nicht verletzen,
sondern Mut machen,
dass ich meine Talente
nicht nur zu meiner eigenen Ehre einsetze,
sondern zur Freude für mich und andere,
dass ich mein Geld richtig verwende,
dass ich Liebe weitergebe.

Herr, hilf,
dass Du Dich an meinem Leben freuen kannst.

Rainer Haak
gefunden im Neukrichener Kalender von Karin Kuppetz


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