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GEMEINDEBRIEF 
Dezember 2003

Grußwort 

Alle Jahre wieder – schon ist es wieder so weit. Weihnachten steht vor der Tür, auch wenn es noch einige wenige Wochen bis dahin dauert. Noch aber ist genug zu tun, und Zeit für Ruhe und Besinnlichkeit ist gar nicht vorstellbar. Geschenke müssen noch gekauft werden, die Arbeit im Büro hört nicht auf, draußen ist Schmuddelwetter, mit einem Wort: Ich bin noch gar nicht bereit für Weihnachten.

Immerhin, ich bin auch noch nicht genervt von einer Überdosis Weihnachtsstimmung, die in den letzten Jahren oft schon Ende Oktober in den Geschäften, in den Vorgärten und in den Fußgängerzonen um sich gegriffen hat. Dieses Jahr ist eher das Gegenteil der Fall: Jetzt freue ich mich auf die Adventszeit, auf den Duft von frischen Plätzen, auf den Adventskranz und alles, was da so dazugehört. Schade, dass ich dieses Jahr bis zum letzten Tag arbeiten muss und diese Weihnachts­stimmung nicht schon einige Tage vorher so richtig genießen kann.

So ein Ritual, das Weihnachten bei uns ist, hat nämlich auch sein Gutes: es hilft einem, zur Ruhe zu kommen und den Blick auf das Wesentliche zu richten: An Weihnachten, bei uns die dunkelste Zeit des Jahres, kam mit Jesus das Licht in die Welt. Das ist ein Bild, das für manche von uns dieses Jahr eine ganz besondere Bedeutung hat.

Einen schönen Advent und Frohe Weihnachten wünschen Euch

 

Lutz Vogt


3 Wünsche

Ein kleiner Junge besuchte seinen Großvater und sah ihm zu, wie er die Krippenfiguren schnitzte. Der Junge schaute sie sich ganz intensiv an , und sie fingen an, für ihn zu leben. Da schaute er das Kind an - und das Kind schaute ihn an. Plötzlich bekam er einen Schrecken , und die Tränen traten ihm in die Augen. „Warum weinst du denn?“ fragte das Jesuskind. „Weil ich dir nichts mitgebracht habe“, sagte der Junge. „Ich will aber gerne etwas von dir haben“, entgegnete das Jesuskind. Da wurde der Kleine rot vor Freude. „Ich will dir alles schenken, was ich habe“, stammelte er . „Drei Sachen möchte ich von dir haben“, sagte das Jesuskind. Da fiel ihm der Kleine ins Wort: „Meinen neuen Mantel, meine elektrische Eisenbahn, mein schönes Buch ...“?- „Nein“, entgegnete das Jesuskind, „das alles brauche ich nicht. Schenk mir deinen letzten Aufsatz.“

Da erschrak der Kleine. „Jesus“, stotterte er ganz verlegen... und flüsterte: „Da hat doch der Lehrer 'ungenügend darunter geschrieben“. „Eben deshalb will ich ihn haben“, antwortete das Jesuskind. „Aber, warum denn?“ fragte der Junge. „Du sollst mir immer das bringen, wo 'ungenügend' darunter steht. Versprichst du mir das“?. „Sehr gern“ , antwortete der Junge. „Aber ich will noch ein zweites Geschenk von dir“, sagte das Jesuskind..., „deinen Milchbecher“. „Aber den habe ich doch heute zerbrochen“, entgegnete der Junge. „Du sollst mir immer das bringen, was du im Leben zerbrochen hast. Ich will es wieder heil machen. Gibst du mir das auch?“ „Das ist schwer“, sagte der Junge. „Hilfst du mir dabei?“ „Aber nun mein dritter Wunsch“, sagte das Jesuskind.

„Du sollst mir nun noch die Antwort bringen, die du der Mutter gegeben hast, als sie fragte, wie denn der Milchbecher kaputtgegangen ist“. Da legte der Kleine die Stirn auf die Kante und weinte so bitterlich: „Ich, ich, ich ...“,brachte er unter Schluchzen mühsam heraus... „ich habe den Becher umgestoßen; in Wahrheit habe ich ihn absichtlich auf die Erde geworfen.“ „Ja, du sollst mir all deine Lügen, deinen Trotz, dein Böses, was du getan hast, bringen“, sagte das Jesuskind. „Und wenn du zu mir kommst, will ich dir helfen; ich will dich annehmen in deiner Schwäche; ich will dir immer neu vergeben; ich will dich an deiner Hand nehmen und dir den Weg zeigen. „Willst du dir das schenken lassen?“ Und der Junge schaute, hörte und staunte .... .

Verfasser unbekannt, gefunden im Internet von Lutz Vogt

 


Der Engel, der nicht singen wollte

Als die Menge der himmlischen Heerscharen über den Feldern von Bethlehem jubelte: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden“, hörte ein kleiner Engel plötzlich zu singen auf. Obwohl er im unendlichen Chor nur eine kleine Stimme war, machte sich sein Schweigen doch bemerkbar. Engel singen in geschlossenen Reihen, da fällt jede Lücke sogleich auf. Die Sänger neben ihm stutzten und setzten ebenfalls aus. Das Schweigen pflanzte sich rasch fort und hätte beinahe den ganzen Chor ins Wanken gebracht, wenn nicht einige unbeirrbare Großengel mit kräftigem Anschwellen der Stimmen den Zusammenbruch des Gesanges verhindert hätten. Einer von ihnen ging dem gefährlichen Schweigen nach. Mit bewährtem Kopfnicken ordnete er das weitere Singen in der Umgebung und wandte sich dem kleinen Engel zu.

„Warum willst du nicht singen?“ fragte er ihn streng. Er antwortete: „Ich wollte ja singen. Ich habe meinen Part gesungen bis zum „Ehre sei Gott in der Höhe“. Aber als dann das mit dem „Frieden auf Erden unter den Menschen“ kam, konnte ich nicht mehr weiter mitsingen. Auf einmal sah ich die vielen Soldaten in diesem Land und in allen Ländern. Immer und überall verbreiten sie Krieg und Schrecken, bringen Junge und Alte um und nennen das Frieden. Und auch wo nicht Soldaten sind, herrschen Streit und Gewalt, fliegen Fäuste und böse Worte zwischen den Menschen und regiert die Bitterkeit gegen Andersdenkende. Es ist nicht wahr, dass auf Erden Friede unter den Menschen ist, und ich singe nicht gegen meine Überzeugung! Ich merke doch den Unterschied zwischen dem, was wir singen, und dem, was auf Erden ist. Er ist für mein Empfinden zu groß, und ich halte diese Spannung nicht länger aus.“

Der große Engel schaute ihn lange schweigend an. Er sah wie abwesend aus. Es war, als ob er auf eine höhere Weisung lauschen würde. Dann nickte er und begann zu reden: „Gut. Du leidest am Zwiespalt zwischen Himmel und Erde, zwischen der Höhe und der Tiefe. So wisse denn, dass in dieser Nacht eben dieser Zwiespalt überbrückt wurde. Dieses Kind, das geboren wurde und um dessen Zukunft du dir Sorgen machst, soll unseren Frieden in die Welt bringen. Gott gibt in dieser Nacht seinen Frieden allen und will auch den Streit der Menschen gegen ihn beenden.

Deshalb singen wir, auch wenn die Menschen dieses Geheimnis mit all seinen Auswirkungen noch nicht hören und verstehen. Wir übertönen mit unserem Gesang nicht den Zwiespalt, wie du meinst. „Wir singen das neue Lied.“ Der kleine Engel rief: „Wenn es so ist, singe ich gerne weiter.“

Der Große schüttelte den Kopf und sprach: „Du wirst nicht mitsingen. Du wirst einen anderen Dienst übernehmen. Du wirst nicht mit uns in die Höhe zurückkehren. Du wirst von heute an den Frieden Gottes und dieses Kindes zu den Menschen tragen. Tag und Nacht wirst du unterwegs sein. Du sollst an ihre Häuser pochen und ihnen die Sehnsucht nach ihm in die Herzen legen. Du musst bei ihren trotzigen und langwierigen Verhandlungen dabei sein und mitten ins Gewirr der Meinungen und Drohungen deinen Gedanken fallen lassen. Du musst ihre heuchlerischen Worte aufdecken und die anderen gegen die falschen Töne misstrauisch machen. Sie werden dir die Türe weisen, aber du wirst auf den Schwellen sitzen bleiben und hartnäckig warten. Du musst die Unschuldigen unter deine Flügel nehmen und ihr Geschrei an uns weiterleiten. Du wirst nichts zu singen haben, du wirst viel zu weinen und zu klagen haben. Du hast es so gewollt. Du liebst die Wahrheit mehr als das Gotteslob. Dieses Merkmal deines Wesens wird nun zu deinem Auftrag. Und nun geh. Unser Gesang wird dich begleiten, damit du nie vergisst, dass der Friede in dieser Nacht zur Welt gekommen ist.“

Der kleine Engel war unter diesen Worten zuerst noch kleiner, dann aber größer und größer geworden, ohne dass er es selber merkte. Er setzte seinen Fuß auf die Felder von Bethlehem. Er wanderte mit den Hirten zu dem Kind in der Krippe und öffnete ihnen die Herzen, dass sie verstanden, was sie sahen. Dann ging er in die weite Welt und begann zu wirken. Angefochten und immer neu verwundet, tut er seither seinen Dienst und sorgt dafür, dass die Sehnsucht nach dem Frieden nie mehr verschwindet, sondern wächst, Menschen beunruhigt und dazu antreibt, Frieden zu suchen und zu schaffen. Wer sich ihm öffnet und ihm hilft, hört plötzlich wie von ferne einen Gesang, der ihn ermutigt, das Werk des Friedens unter den Menschen weiterzuführen.

von Werner Reiser, gefunden im Internet von Lutz Vogt


Mitarbeiterversammlung  Mitarbeiterbesprechung 

Bericht über die Mitarbeiterbesprechung vom 13.11.2003.

Zu Beginn liest Heiner 1. Könige 19, 5.8 und Johannes 6,33-34 und spricht ein Gebet.

1. Termine

Wir haben die Termine für Dezember festgelegt.

2. Gemeindefrühstück

Wir haben beschlossen, die Brötchen gemeinsam zu beschaffen und Kaffee, Tee und Kakao etc. in den Gemeinderäumen zu kochen. Auch Milch und Eier bringen die Familien Lichti bzw. Becker mit. Lediglich den Belag soll jeder selbst mitbringen.

3. Kinder-Weihnachtsfeier

Wie immer bekommen die Kinder Weihnachtstüten gepackt. Titin organisiert das zusammen mit dem Hauskreis.

4. Larenz eröffnet Gaststätte

Am Eingang vom Branchweilerhof will Herr Larenz eine Gaststätte eröffnen. Heiner Becker klärt auf dem Ordnungsamt, was gegebenenfalls unternommen werden kann, wenn „Wildparker“ überhand nehmen.

5. Kirchgarten

Bäume bzw. größere Äste und die Clematis über der Kirchentür müssen gefällt bzw. gestutzt werden. Heiner Becker organisiert das.

Wir schließen mit gemeinsamem Gebet.

Lutz Vogt


Am 8.11.2003 erblickte, ein wenig
plötzlich und etwas unsanft,

Feo Gisma Lotz

das Licht dieser Welt. 50 cm war sie "groß" und 2430 Gramm brachte sie auf die Waage.

Wir gratulieren Doris Lotz ganz herzlich und wünschen ihr und ihrem Töchterchen alles Gute mit dem Vers aus Psalm 119,76:

Deine Gnade soll mein Trost sein, 
wie du deinem Knecht zugesagt hast.


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