Mennonitengemeinde Branchweilerhof - Gemeindebrief Dezember 2006

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GEMEINDEBRIEF 

Dezember  2006

Grußwort 

Der November nähert sich seinem Ende, und auch dieser Monat war bisher viel zu warm. Darüber freuen wir uns natürlich, weil wir bei unserem Hausbau noch ein wenig weiter kommen, aber wenn das so weiter geht, schwindet die Hoffnung auf weiße Weihnachten doch ziemlich.

Weihnachten und Schnee gehören für mich irgendwie zusammen. Das bin ich von Kind auf so gewöhnt und das wünsche ich mir jedes Jahr. Weihnachten in fernen Ländern unter Palmen zu verbringen wäre mir ein Graus, das wäre kein Weihnachten.

Vor rund 2000 Jahren und in Israel war das sicherlich anders. Letztes Jahr waren es an Weihnachten in Israel rund 18 Grad, zu Silvester schon wieder rund 25 Grad. Wenn ich also richtige, sozusagen authentische Weihnachten erleben wollte, müsste ich eigentlich wegfahren oder fliegen und doch unter Palmen feiern. Aber ich bin eben in dieser Tradition aufgewachsen und will daran auch gar nichts ändern. Traditionen können gut sein, uns helfen, einen Rhythmus ins Leben bringen. Manchmal ist es gut, mit Traditionen zu brechen, wenn sie uns daran hindern, uns weiterzuentwickeln. Für Weihnachten gilt das nicht - ich freue mich drauf, dieses Fest auch dieses Jahr wieder mit Jesus zu feiern.

Segensreiche Weihnachten wünschen Euch

Lutz Vogt


Mennonitische Jahrbücher

Die Mennonitischen Jahrbücher des Jahrgangs 2007 sind eingetroffen! Ihr könnt die Bücher für 6 ? bei Wanda Schowalter beziehen.

Wohlfahrtsmarken

Auch die neuen Wohlfahrtsmarken sind verfügbar und können bei Udo und Lisa Adams bezogen werden. Es handelt sich dieses Jahr um Eisenbahn-Motive, der Erlös kommt der Gemeinde Bammental für Jugendräume und dem Jugendwerk zugute.


Weihnachten: Licht

Wir kommen von der Schattenseite des Lebens in das helle Licht der Ewigkeit. Wir werden nicht hinters Licht geführt, sondern mitten ins Licht hinein. Ohne Weihnachten wäre unser Herz eine finstere Sorgenkammer ohne Trost, die Weltgeschichte ein Irrgarten ohne Mittelpunkt. Jesus kommt in unsere Nacht, damit wir in sein Licht kommen können. Nicht das Zwielicht von Neon und Mattscheibe, sondern die Positionslampe aus der Ewigkeit macht unser Leben hell. So kann aus Zwietracht Frieden werden.

Wer sein Herz an Jesus verliert, der hat das Leben gewonnen. Er ist heil geworden. Wer zur Krippe geht, kehrt als Beschenkter zurück. Er ist angesteckt, damit der Glaube nicht mehr auf Sparflamme brennt.

Autor: Unbekannt

Mitarbeiterversammlung Mitarbeiterbesprechung

Bericht über die Mitarbeiterbesprechung im November, die kurzfristig auf den 19.11.2006, im Anschluss an den Gottesdienst, verlegt wurde:

1.    Termine
Die Termine für Dezember wurden festgelegt.

2.    Die drei Mennonitengemeinden in Neustadt
Es ist ein gemeinsames Treffen der Leitungskreise der drei Mennonitengemeinden in Neustadt geplant

3.    Jugendwerk (JUWE) Treffen
Am 6.12.2006 findet ein Treffen des JUWE statt, um über das Jugendprogramm 18+ zu sprechen. Bis dahin sollen die Gemeinden darüber sprechen und Ideen sammeln.

Jürgen Schowalter



Einladung zum AbendmahlAbendmahl

Und er nahm das Brot, dankte und brach's
und gab's ihnen und sprach: Das ist mein
Leib, der für euch gegeben wird;
das tut zu meinem Gedächtnis.
Desgleichen auch den Kelch, nach dem Abendmahl, und sprach: Das ist der Kelch, das neue Testament in meinem Blut, das für euch vergossen wird.

Am Sonntag, den 10.12.2006, wollen wir im Rahmen des Gottesdienstes zusammen mit Kurt Kerber gemeinsam das Abendmahl miteinander feiern. Wir laden alle dazu herzlich ein!


Advent - Immer ein Lichtlein mehr

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
dass er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.
Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.
Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!

Gedicht, Autor: Matthias Claudius (1740-1815)


Kein Raum in der Herberge

Michael war gerade neun Jahre alt geworden und ging in die dritte Klasse. Eigentlich wäre er im Krippenspiel gern ein Hirte mit einer Flöte gewesen, aber die Lehrerin hatte ihm eine wichtigere Rolle zugedacht. Michael sollte der Wirt im Städtchen Bethlehem sein. So versammelte sich wie gewohnt eine grosse Schar von Zuschauern zur alljährlichen Aufführung der Weihnachtsgeschichte mit Hirtenstäben und Krippe, Bärten, Kronen, königlichen Gewändern und einer ganzen Bühne voll heller Kinderstimmen.

Es kam der Augenblick, wo Josef seine Maria behutsam vor die Herberge führte und laut an die Holztür pochte. Michael der Wirt stand dahinter und wartete. «Was wollt ihr?», fragte er barsch und stiess die Tür heftig auf. «Wir suchen Unterkunft.» «Sucht sie anderswo!» Michael blickte starr geradeaus, sprach aber mit kräftiger Stimme: «Die Herberge ist voll!» «Bitte, lieber Wirt, das hier ist meine Frau Maria. Sie ist schwanger und muss sich ausruhen. Sie ist so müde...» Jetzt lockerte der kleine Wirt zum ersten Mal seine starre Haltung und schaute auf Maria.Eine neue Variante

Dann folgte eine lange Pause, so lange, dass es für die Zuhörer schon ein bisschen peinlich wurde. «Nein! Schert euch fort!», flüsterte der Souffleur aus der Kulisse. «Nein! Schert euch fort!», wiederholte Michael automatisch. Traurig legte Josef seinen Arm um Maria, und Maria lehnte den Kopf an die Schulter ihres Mannes. So wollten sie ihren Weg fortsetzen. Aber der Wirt ging nicht wieder in seine Herberge zurück. Michael blieb auf der Schwelle stehen und blickte dem armseligen Paar nach - mit offenem Mund, die Stirn sorgenvoll gefurcht. Man sah deutlich, dass ihm Tränen in die Augen traten.

Und plötzlich wurde dieses Krippenspiel anders als alle bisherigen. «Bleib hier, Josef!», rief Michael. «Bring Maria wieder her!» Sein Gesicht verzog sich zu einem breiten Lachen. «Ihr könnt mein Zimmer haben!» Manche Zuschauer meinten, Michael habe das Krippenspiel verdorben. Aber viele, viele andere hielten es für das weihnachtlichste aller Krippenspiele, die sie je gesehen hatten.

Quelle: Chilezyt Bauma

Ein Weihnachtsmärchen

...nicht nur für "kleine Leute"

Winterabend im Dezember
Heiligabend in der Stadt
Weihnachtsduft zieht um die Häuser
schön geschmückt man alles hat.

Hier und dort vereinzelt rennen
Menschen vollbepackt nach Haus
und der Kaufmann an der Ecke
läßt die letzten Käufer raus.

Schließt die Tür und löscht die Lichter
geht nachhause und im Nu
nach des Tages Hast und Hetze
kehren Friede ein und Ruh.

Besinnlichkeit zieht durch die Straßen
der Abend glüht im Lichterglanz
ein Engelchor singt frohe Weisen
und spielt auf zum Weihnachtstanz.

Baumverkäufer auf dem Marktplatz
sind die letzten die nun gehn
haben's im Gefecht der Eile
nicht gehört und nicht gesehn.

Ganz vergessen halb im Dunkeln
steht ein kleiner Tannenbaum
sieht mich an und flüstert leise
"erfüll mir meinen Weihnachtstraum".

Bitte nimm mich mit nach Hause
gerne komme ich mit dir
bin so müde von der Reise
mir ist schwindlig und ich frier.

Hoch im Norden meiner Heimat
haben sie mich abgesät
transportiert durch halb Europa
hier am Marktplatz abgelegt.

Alle meine großen Brüder
sind verkauft und längst schon fort
nur ich kleinster soll ich enden
hier an diesem dunklen Ort?

Heute ist doch Heiligabend
putz und schmück mich fein heraus
ich will strahlen leuchten glitzern
Zierde sein in deinem Haus.

Steh gebannt und hör verzaubert
was der kleine Baum da spricht
nehm ihn mit und schreite heimwärts
Weihnachtsstern glänzt hell und licht.

von evelin.butina

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