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GEMEINDEBRIEF 
Februar 2000

Grußwort 

Vor uns und auch schon hinter uns liegt wieder eine Zeit mit viel Arbeit, im Büro genauso wie zu Hause. Das ist ja eigentlich nichts Neues, aber manchmal wünsche ich mir doch mehr Zeit für mich bzw. uns und auch für anderes.

So habe ich zu Anfang des Jahres die Frage nach "Gemeinde 2000" gestellt, aber auch für mich selbst stellt sich ja die Frage, in welche Richtung es weiter geht. Wird sich auch mein Glaubensleben ändern? Kann ich im Glauben wachsen oder bleibe ich stehen, wo ich gerade bin, weil ich nie Zeit habe, um an etwas anderes zu denken?

Dabei ist es gut zu wissen, dass, was immer auch passiert, Jesus immer da ist, egal, ob ich Zeit für ihn habe oder eigentlich ob mir Zeit für ihn nehme oder nicht.

Einen schönen Februar wünscht Euch

Lutz Vogt

 


freizeit.gif (1703 Byte)Einladung zur Gemeindefreizeit 2000

 

Die Gemeindefreizeit 2000 findet

 

von Freitag, den 24.03.2000

bis Sonntag, den 26.03.2000

wieder auf dem Thomashof statt.

 

Wir haben ein wenig gebangt, ob die Freizeit dieses Jahr vielleicht erneut verschoben werden muss. Nun aber haben sich genug Teilnehmer angemeldet, so dass die Freizeit stattfinden kann. Einige wenige Plätze sind noch frei, so dass auch kurzfristig noch jemand mitfahren kann!

Bei dieser Gemeindefreizeit gilt das Sonderangebot des Thomashofs:

Wir zahlen nur den halben Preis!

Dieses Angebot gilt für jede zweite Freizeit, die eine Gemeinde auf dem Thomashof veranstaltet.

Das Thema, den genauen Preis und das Programm werden wir in der Märzausgabe des Gemeindebriefs veröffentlichen.


Thomas, der Ungläubige ??

Thomas, der Jünger Jesu ist eine Figur, die anscheinend nur einmal wirklich auftaucht. Ah ja, er wird in ein paar Listen erwähnt, in denen alle Jünger aufgezählt werden (Mt 10, Mk 3, Lk 6), aber ansonsten taucht er nur im Johannes-Evangelium auf. Und da nur als der, der sich weigert, an die Auferstehung Jesu zu glauben, bis er es selbst gesehen, und noch mehr, es erfühlt hat. Das alles macht Thomas eigentlich zu dem negativen Beispiel, als das er in der Kirchengeschichte immer aufgeführt wird.

Aber werden wir ihm damit gerecht? Das erste mal, dass Johannes den Thomas erwähnt, ergibt sich ein anderes Bild. Jesus will gerade nach Judäa ziehen, von wo er gerade fliehen musste. Die Jünger warnen ihr davor, dass die Juden ihn doch töten wollten, und als Jesus sich nicht umstimmen lässt, ist es Thomas, der bereit ist, als erster mit Jesus zu gehen, wenn nötig bis in der Tod (Joh. 11,16). Als dann Jesus darüber spricht, dass er zum Vater gehe, um eine Wohnung für seine Jünger zu bereiten, die ja wissen sollten, wo er hin geht, da fragt Thomas noch einmal nach, da er Jesus nicht ganz versteht (Joh 14,5-6). Thomas besitzt die Demut, zuzugeben was er nicht versteht und er bleibt dran und will es wirklich wissen.

Doch in einem sehen wir Thomas schon richtig: Er war ein Mann, der überzeugt werden wollte. Doch tun wir ihm nicht Unrecht, wenn wir auf ihm als dem Ungläubigen herum hacken? Denn er wollte nicht glauben, ohne gesehen zu haben, doch alle anderen hatten ja gesehen, bevor sie geglaubt haben und haben in sofern nicht mehr Glauben bewiesen als Thomas. Denn als Jesus den Jüngern erschienen war, da war Thomas gerade nicht da (Joh. 20,24). Sie hatten alle gesehen, bevor sie geglaubt haben. Thomas wollte auch sehen und spüren, seine Hände in die Nägelmale und in Jesu Seite legen, um überzeugt zu werden. Das Zeugnis der Jünger war nicht genug. Und Jesus kam und offenbarte sich Thomas und er glaubte, und als erster betete er Jesus an als seinen HERRN und GOTT. Die anderen hatten das nicht getan.

In Thomas sehe ich sehr viel der Kritik der heutigen Gesellschaft. Unglaube, das Bedürfnis, durch Tatsachen überzeugt zu werden. Und wir vergleichen die Menschen um uns herum auch öfter einmal mit Thomas. Aber wir vergessen darin zwei Dinge:

Erstens: Auch uns hat sich Jesus in der einen oder anderen Art offenbart, bevor wir geglaubt haben, hat Jesus unsere Leben berührt und wurde für uns real. Wir stehen damit auf der gleichen Stufe wie alle anderen. Das Zeugnis ist nicht genug, um zu überzeugen, es braucht eine Offenbarung, die nur der Geist Gottes bewirken kann.

Was Thomas sehen wollte, waren drei Dinge: Die Nägelmale, das Zeichen der Kreuzigung; Die Wunde in Jesu Seite, das Zeichen, dass er wirklich tot war; Und den Auferstandenen vor sich stehen sehen, der Beweis, dass die Kraft Gottes, die die Macht hat, Tote zum Leben zu erwecken, wirklich wirksam ist. Und Jesus hat ihm genau diese drei Dinge gezeigt. Er ließ Thomas seine Hände in die Nägelmale legen und in seine Seite und er ist ihm als der Auferstandene erschienen.

Das bringt uns zu dem zweiten Punkt. Jesus trägt an seinem Leib die Zeichen, die davon überzeugen, dass er der Messias ist. Er trägt die Nägelmale an seinem Leib, er trägt die Wunde in seiner Seite an seinem Leib und sein Leib, der auferstanden ist und lebt, ist der Beweis für die göttliche Auferstehungskraft. Und wir, die Gemeinde, sind der Leib Christi. Wir sind das Instrument, durch das sich Jesus den Menschen zeigt. Die Frage ist, sehen die Menschen an uns die Nägelmale, das Zeichen, dass wir bereit waren unser Kreuz auf uns zu nehmen? Sehen sie die Wunde in unserer Seite, das Zeichen dafür, dass wir uns selbst gestorben sind? Dann sehen sie auch die Auferstehungskraft Christi in uns, die in den Toten wirkt und sie zu neuem Leben erweckt. Einem Leben in Christus.

Jesus ist Thomas erschienen, und er glaubte und er wurde ein Werkzeug in Gottes Hand. Lasst uns darum ringen und daran arbeiten, wirklich der Leib Christi zu werden, ein Leib, der die Nägelmale trägt, ein Leib, der die Wunde in der Seite trägt, ein Leib, der die Auferstehungskraft Christi sichtbar macht, damit noch viele glauben mögen.

Erich Lotz junior


Mitarbeiterversammlung  Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung 

Auf der Mitarbeiterbesprechung am 11.01.2000 wurden folgende Themen besprochen:

  1. Termine
    Die Termine für Februar und größtenteils für März wurden festgelegt.
  2. Gemeindeversammlung
    ! Achtung! Die regelmäßige Gemeindeversammlung im Jahr 2000 findet jetzt am 02.04.2000 um 14:30 Uhr statt.
  3. Delegiertenversammlung
    Jürgen Schowalter berichtete von der Delegiertenversammlung (DV):
    • Es soll mehr Verbindungen zwischen den Gemeinden, mehr Gemeindeaufbau und mehr Inhalte und Lehre bei DV in Zukunft geben
    • Die DV sucht einen Leiter für das Jüngerschaftsseminars und einen Schriftführer
    • Der Thomashof macht derzeit eine Gemeindeanalyse
    • Das Konto in Heilbronn wurde aufgelöst. Der AMG-Beitrag soll zukünftig über den Verband laufen
  4. Gemeinderäume
    Am Sonntag, den 09.01.2000, haben wir uns die Räume von Familie Lotz nach der Kirche einmal angesehen. Auf der Mitarbeiterbesprechung haben Lotz dann Pläne der zukünftigen Räume vorgestellt und die von ihnen benötigte Miete bekannt gegeben. Lotz werden die Räume komplett fertig stellen., was bis ungefähr August diesen Jahres erfolgt sein soll. Die Gemeinde muss lediglich die entsprechende Möblierung planen und beschaffen, sofern diese nicht bereits vorhanden ist. Ein Beschluss über die Anmietung der Räume soll auf der Gemeindeversammlung gefasst werden.
  5. Gemeindefreizeit 2000
    Zur Gemeindefreizeit siehe die Einladung weiter oben!
  6. Thomashof
    Erste Spenden für die im letzten Gemeindebrief vorgestellte Grundstückskäufe sind bereits eingetroffen!
  7. Orgel
    Die alte Orgel ist inzwischen repariert. Leider hat sie immer noch zuweilen die bekannten Aussetzer, was aber vermutlich aufgrund der schwierigen Ersatzteilbeschaffung nicht reparabel ist. Ein neues, gutes Instrument würde je nach Qualität zwischen 2.000 und 5.000 DM kosten.

Lutz Vogt


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