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GEMEINDEBRIEF 
Februar 2001

Grußwort 

Dieser Gemeindebrief ist so voll wie lange nicht mehr. Deshalb habe ich den Dank an alle Spender auch auf dieser Seite gebracht, denn hier fällt er sofort ins Auge.

Mich freut so ein voller Gemeindebrief immer aus zwei Gründen: zum einen muss ich mir nicht lange überlegen, was ich diesmal wohl veröffentlichen kann. Vor allem aber zeigt es, dass wir (z.B. auf der Mitarbeiterbesprechung) viele wichtige Themen diskutieren und dass unsere Gemeinde voller Leben ist. Weiter so!

Einen schönen Februar wünscht Euch

 

Lutz Vogt


! Dank an alle Spender !

Eine erste Zwischenbilanz unseres Rechners Harald Becker zeigt, dass unser Konto ausgeglichen ist. Das bedeutet, dass die normalen laufenden Ausgaben genauso wie die Ausgaben für die neuen Gemeinderäume durch Spenden und Beiträge gedeckt waren!

Wir danken an dieser Stelle allen Spendern für Eure Opfer, die die Gemeindearbeit und vor allem die neuen Räume möglich gemacht haben und bitten Euch gleichzeitig, auch im neuen Jahr wieder von Herzen zu geben!


Bericht von der Delegiertenversammlung

Rückblick auf das Erntedank- und Missionsfest

Aufgrund sinkender Besucherzahlen wird die Frage (an die Gemeinden) gestellt, ob das jetzige Fest so noch zeitgemäß ist, oder ob in Zukunft mehr Schwerpunkt auf der Mission liegen soll.

Zweckgebundene Erbschaft an den Verband für die Diakonie

Diese Erbschaft soll jetzt für die diakonische Kinder- und Jugendarbeit verwendet werden.

Zuschussanträge von drei Gemeinden

Drei Gemeinden haben Zuschussanträge für den Gemeindeaufbau gestellt: Meßkirch, Sinsheim und Augsburg. Für diese Zuschüsse gibt es normalerweise Mindestanforderungen, z.B. weniger als 100 Mitglieder. Die Anträge wurden intensiv diskutiert, eine Entscheidung aber noch nicht gefällt. Dazu werden weitere Fakten benötigt, z.B. die Finanzen der Gemeinden, der Arbeitsaufwand etc.

Haushalt 2000 / 2001

Der Haushalt ist eigentlich ausgeglichen, aber die Spenden für Gemeindeaufbau und Gemeindegründung sind stark gesunken (von ca. 15.000 DM 1997 auf jetzt ca. 5.000 DM). Soll der Beitrag erhöht werden, um dies auszugleichen? Der Beitrag beträgt bisher 105,- DM + 7,- DM für die AMG + 6,- für das Theologische Seminar, zusammen also 118,- DM / Jahr und Gemeindeglied und sollte um 5,- bis 10,- DM erhöht werden.

Unsere Meinung dazu: Die Beiträge zu erhöhen, um einen Spendenrückgang auszugleichen, lehnen wir ab. Statt dessen soll für die Projekte gezielt geworben werden. Über kurz oder lang müssen die Beiträge jedoch erhöht werden, um die Inflation auszugleichen.

Vorstandswahl Thomashof

5 Vorstände sind zu wählen, aber nur 2 stellen sich zur Wiederwahl, 3 scheiden aus. Es werden also Kandidaten gesucht.

Jürgen Schowalter


Ermahnt euch untereinander

„Ermahnen!!" Eines dieser schönen alten Worte, die kaum noch gebraucht werden. Als Jugendpastor höre ich dieses Wort in meinem primären Umfeld so gut wie gar nicht. Wenn, dann nur ab und zu in einer Predigt, aus der meine Kids raus gehen und kaum ein Wort verstanden haben. Und doch ist es ein Konzept, das so biblisch ist und auf das wir uns zurück besinnen sollte.

Wenn ich ERMAHNEN höre, dann sehe ich vor meinem geistigen Auge zuerst einmal einen erhobenen Zeigefinger. Jemand, der mit sagt, was alles falsch mache und der mir darlegt, wo ich enden werde, wenn ich so weiter mache. Vielleicht ist dieses Wort „Ermahnen" deshalb aus der Mode gekommen, da sich niemand gerne auf diese Weise korrigieren lässt.

Da ist es schon komisch, dass in der Bibel „Ermahnen" meist in Bezug zu Ermutigung und Aufbauen gebraucht wird. (1. Thess. 5,9-11, Kol. 3,16 usw.). Lasst uns deshalb einmal nachsehen, wo dieses Wort her kommt und was es bedeutet.

Das griechische Wort, das Luther als ERMAHNEN übersetzt, ist im NT paraklesis. Paraklesis kommt von Parakaleo und ist das aktive Ausführen von Parakaleo.

Also müssen wir zuerst mal sehen, was Parakaleo bedeutet, und das ist:

1) Herbeirufen

2) Jemand zu sich rufen:

a. Um ihn einzuladen.

b. Um ihn zu Hilfe zu rufen.

3) Zu jemand sprechen,

a. Jemandem zureden (um ihn zu ermahnen)

b. Jemand ermahnen

c. Zu etwas auffordern, anfachen, aufrufen, antreiben;

d. Jemandem etwas einschärfen.

4) Jemand um etwas bitten, ersuchen, um etwas "angehen".

5) Jemand trösten, gut zureden, ermuntern, freundlich und stärkend zu jemandem sprechen

Und Paraklesis ist nun das aktive Ausführen dieses Parakaleo,

1) Die Bitte, das Ersuchen.

2) Die bittende Ermahnung, die Mahnung, die dringliche und aufrüttelnde Botschaft, Ansprache bzw. Predigt

3) Das, was erfrischt und aufrichtet: Ermunterung, Zuspruch, Zuruf, Trost

Interessant ist, dass der Messias in der Rabbinischen Tradition basierend auf Jes. 40,1 auch als Tröster gesehen wurde und dass Jesus selbst den Heiligen Geist in Joh. 16 als Parakletos bezeichnet, als Tröster.

Nun ja, lange Rede, kurzer Sinn: Ermahnung ist etwas, was uns oft in der Gemeinde fehlt. 1. Thes. 5,9-11 sagt uns, dass Gott uns nicht zum Zorn bestimmt hat, sondern zur Erlangung des Heils. Deshalb sollen wir uns gegenseitig Ermahnen und Aufbauen. Kol. 3,16 sagt, damit das Wort Gottes, Jesus selbst, reichlich unter uns wohne, sollen wir uns gegenseitig in aller Weisheit lehren und ermahnen, und geistliche Loblieder singen in unseren Herzen.

Und zuletzt sind wir dazu berufen, zu ermahnen an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott (2. Kor. 5,20).

Ich wünsche mir und uns, dass wir in unserer Gemeinde die hohe Kunst des Ermahnens wieder erlernen, das eindringliche miteinander Reden, das erbaut, korrigiert, tröstet und segnet. Denn dann wird das Wort Gottes reichlich unter uns wohnen, seine Liebe wird regieren und es wird leichter, immer wieder den Ruf zu hören: „Lass dich versöhnen mit Gott!"

Erich Lotz junior


Mitarbeiterversammlung  Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung 

Auf der Mitarbeiterbesprechung am 15.01.2001 wurden folgende Themen besprochen:

1. Vorläufiger Jahresabschluss

Der vorläufige Jahresabschluss von Harald Becker wurde zur Ansicht herumgegeben. Er zeigt, dass unser Konto ausgeglichen ist. Siehe dazu auch den Dank an die Spender auf der vorletzten Seite!

2. Termine

Außer den Terminen für Februar und zum Teil für den März haben wir noch zwei Beschlüsse gefasst: Zum einen soll für die Gemeinschaftsgottesdienste nur noch dann ein Thema vorgegeben werden, wenn es gerade aktuell ist.

Zum anderen soll im März oder April ein Familiengottesdienst stattfinden, der sich speziell auch für die Kinder gedacht ist. Titin stellt ihre Ideen in der nächsten Mitarbeiterbesprechung vor.

3. Dienste in anderen Gemeinden

Am 29.7.01 predigen wir in Bammental, hier wird noch ein Prediger gesucht. Am 14.01.01 hätten wir in Kochendorf predigen sollen. Dieser Termin kam aber so kurzfristig bei uns an (einen Tag vorher), dass dieser Dienst nicht mehr möglich war. Auch Kochendorf hat sich bei uns nicht gemeldet. Erich Lotz senior klärt mit Kurt Kerber, woran dies lag und ob die anderen Termine so stimmen.

4. Gemeindeversammlung 2001

Die diesjährige Jahreshauptversammlung findet am 18.03.2001 statt. Die Uhrzeit wird noch festgelegt, die Tagesordnung im nächsten Gemeindebrief veröffentlicht.

5. Gemeindefreizeit 2002

Wenn wir nächstes Jahr eine Gemeindefreizeit machen wollen, muss sie jetzt reserviert werden. Erich und Christel Lotz erkundigen sich über Verfügbarkeit und Preise auf dem Thomashof.

6. Themenabende mit Erich Lotz junior

Erich und Christel Lotz sprechen mit Erich junior über mögliche Themen und Termine für eine Reihe von Themenabenden.

7. Gemeindefest im Sommer

Im Sommer wollen wir wieder ein Gemeindefest feiern. Es wurde vorgeschlagen, die Brüdergemeinde dazu einzuladen, was prinzipiell bejaht wurde.

8. Bericht von der Delegiertenversammlung

Jürgen gab einen Bericht von der letzten DV (siehe Seite 3). Er ist momentan der einzige der 3 Delegierten, der regelmäßig die DV besucht. Es sollten andere Delegierte bestimmt werden, die mehr Zeit für diese Arbeit haben.

9. Verschiedenes

Es gab die Beschwerde, dass Geburtstage in unserer Gemeinde zum Teil untergehen. Weil nicht jedes „Geburtstagskind" im Gottesdienst erwähnt werden möchte und wir derzeit keinen Besuchsdienst organisieren können, bleiben wir bei der jetzigen Form der Gratulation im Gemeindebrief.

Ferner wurde die Beschwerde an uns herangetragen, dass der Tod von Harald Fritz, unserem langjährigen Kassenprüfer, nicht erwähnt wurde, auch nicht im Gemeindebrief. Dies erfolgte allerdings auf seinen eigenen Wunsch bzw. den Wunsch seiner Familie. Selbstverständlich wird Heiner Becker seiner aber im Jahresrückblick auf der Gemeindeversammlung gedenken.

Lutz Vogt


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