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GEMEINDEBRIEF 
Februar 2003

Grußwort 

Heute habe ich mal nachgeschaut: Karin und ich erstellen seit fast genau 10 Jahren den Gemeindebrief, anfangs als Doppelseite, seit 9 Jahren verwenden wir das jetzige Format. Inzwischen sind auch 5 vollständige Jahrgänge unseres Gemeindebriefes im Internet veröffentlicht. Über 4000 Zugriffe hatten wir in dieser Zeit, momentan besuchen im Durchschnitt 3 bis 4 Besucher pro Tag unsere Homepage und an Spitzentagen, z.B. um die Weihnachtszeit, sind es auch einmal 10 bis 15 Besucher.

Als wir mit dem Gemeindebrief übernommen hatten, war es anfangs nur Tipparbeit, Layout und das Drucken, weil uns fast alles geliefert wurde. Mit der Umstellung auf das jetzige Format haben wir vor allem anfangs immer überlegt, wie wir wohl die leeren Stellen füllen könnten.

Manches hat sich in dieser Zeit verändert, aber vieles ist auch gleich geblieben. Immer noch liefert uns Erich Lotz junior Monat für Monat eine Bibelausarbeitung, Christel und Erich Lotz sorgen für das Kopieren und oft genug für die Mitschrift der Termine. Den Rest übernehmen wir, und immer noch frage ich mich oft genug, was ich diesen Monat wohl als Grußwort schreiben soll.

Verändert hat sich unser Gemeindeleben, denn inzwischen haben wir viel mehr zu berichten als vor 10 Jahren, und seit wir die Gemeinderäume haben, ist das noch mal deutlich mehr geworden.

An dieser Stelle ist es mir wichtig, all denen zu danken, ohne die der Gemeindebrief nicht möglich wäre. Und ich freue mich jetzt schon auf alle Beiträge und alle Berichte über Gemeindeaktivitäten in der Zukunft.

Einen schönen Februar wünscht Euch

Lutz Vogt


Sprücheklopfer

Früher gab es in jedem Haushalt Teppichklopfer. Regelmäßig trug man die Teppiche nach draußen und schlug mit dem Teppichklopfer den Staub hinaus. Das staubte nicht nur, das war auch ganz schön anstrengend. Im Winter konnte man ein Zusätzliches tun, indem man das Teppichklopfen in den Schnee verlegte. Der Teppich wurde mit der oberen Seite nach unten in den Schnee gelegt und ausgeklopft. Dann war der schmutzige Staub im Schnee und die Farben leuchteten wieder schön frisch und bunt.

Inzwischen hat der Staubsauger den Teppichklopfer verdrängt. Den „Sprücheklopfer" gibt es aber noch. Das ist jemand, dessen Rede man nicht traut. Was er sagt, verfliegt wie Staub. Seine Worte hören sich interessant an, erweisen sich aber als leere Sprechblasen. Der Teppichklopfer möchte den Teppich erhalten, die Farben leuchten lassen. Der Sprücheklopfer will nur etwas für den Augenblick. Beifall jetzt - egal, was ich gerade gesagt habe. Nicht die Worte sind wichtig, sondern der Eindruck, den sie machen.

Wie anders, wenn es heißt: Gottes Wort bleibt in Ewigkeit. Auch wenn es in Sprüchen überliefert wird.


Offenbarung I

 Die Offenbarung des Johannes ist eins der schwierigsten Bücher der Bibel, aber für viele auch das faszinierendste. Diese Buch scheint in der Bibel wie kein anderes das Interesse von Menschen zu erwecken.

Auf der anderen Seite ist dieses Buch frustrierend, denn es ist so ungenau und man findet einfach nicht schlüssig die Informationen, die man will.

In letzter Zeit wurde ich öfter gebeten, etwas über die Offenbarung zu sagen, und wenn ich dann nachfrage, um was es denn da genau gehen soll, dann heißt es: "Um die Endzeit!". Da stellt sich die Frage, ob es in diesem Buch denn wirklich um Endzeit geht, denn da scheint man ja nicht unbedingt weit zu kommen. Und da kommt es meist ja doch nur zu Streitigkeiten, was jetzt richtig ist.

Aber vielleicht geht es ja gar nicht so viel um die Endzeit wie wir denken, vielleicht haben wir im Umgang mit der Offenbarung einen falschen Ansatz und kommen deshalb nicht weiter. Ich möchte hier ein paar Dinge weiter geben, die mir geholfen haben.

Zum ersten denke ich, dass schon der Titel des Buches falsch gewählt ist, denn in Offenbarung 1,1 beginnt das Buch mit: „Dies ist die Offenbarung Jesu Christi, ...". Es ist also gar nicht die Offenbarung des Johannes, es ist die von Jesus, die er Johannes durch einen Engel gezeigt hat, damit er etwas Bescheid weiß, was so noch kommen wird.

Also hat Gott der Vater Jesus die Dinge gezeigt, die verborgen waren, und die er seinen Knechten weitergeben soll. Dieses Wort „Offenbarung" bedeutet ja „etwas enthüllen" oder „etwas zeigen", was vorher verborgen war. Wir fangen also in der Offenbarung an, uns auf bisher verborgenem Gebiet zu bewegen.

Was da verwunderlich ist, ist dass Johannes wieder als Knecht bezeichnet wird, und nicht mehr als Freund, wie in Joh. 15,15. Da sagt Jesus, dass ein Knecht nicht weiß, was sein Herr tut, sondern nur die Information bekommt, die er braucht. Ein Freund darf alles wissen. Und hier werden die Jünger auf einmal wieder als Knechte bezeichnet, d.h. als Freunde Jesu dürfen sie alles wissen, was er vom Vater gezeigt bekommt, der Vater hat jedoch entschieden, dass sie nicht alle Informationen haben sollen.

Eine Information, die nicht einmal Jesus hat, ist die, wann er wieder kommt (Mt. 24,36). Die Offenbarung enthält also nicht alle Informationen, sondern nur einen Teil. Ja, es gibt Dinge, über die sollen wir Bescheid wissen, aber nicht alles. Und da müssen wir ja eigentlich davon ausgehen, das wir mit so selektierter Information nie ein wirklich korrektes Bild bekommen werden.

Also was wird denn da offenbart oder aufgedeckt, was die Jünger bis dahin nicht gesehen hatten? Es soll ja gezeigt werden, was noch kommen soll, aber anscheinend ist das nicht der Hauptpunkt. Und wieder gibt Off. 1,1 eine Antwort, denn es ist die Offenbarung Jesu Christi. Jesus ist die Zentrale Figur in der Offenbarung.

Johannes war der Jünger, den Jesus lieb hatte. Er hatte somit eine besonders innige Beziehung zu Jesus, er stand ihm in besonderer Weise nah, als Jesus gelebt hat. Doch selbst Johannes hatte Jesus vorher noch nie so gesehen, wie er ihn jetzt auf einmal sah, in seiner Herrlichkeit, seiner Gottheit und in der Allmacht, die er abgelegt hatte, als er Mensch wurde. Das, was für Johannes die Offenbarung war, das, was für ihn enthüllt wurde, was er vorher nie gesehen hatte, was verborgen war, war diese andere Seite zu Jesus. Ein Aspekt von ihm, der in den Evangelien nicht zum tragen kommt.

Die Offenbarung ist somit eigentlich der zweite Teil zu den Evangelien. Denn wie die Evangelien Jesus in seinem Menschsein beschreiben, so zeigt die Offenbarung uns den gleichen Jesus in seiner Gottheit. In der Offenbarung können wir also Jesus von einer ganz anderen Seite sehen, und das fasziniert mich viel mehr als das Spekulieren über Dinge, die noch kommen sollen.

Nächsten Monat möchte ich etwas auf die Probleme eingehen, mit denen wir im Umgang mit diesem faszinierenden Buch konfrontiert werden.

Erich Lotz junior


Mitarbeiterversammlung  Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung 

 

Bericht über die Mitarbeiterbesprechung vom 16.01.2003. Zu Beginn liest Heiner aus Hose 14 Vers 4 und Johannes 14 Vers 18, dazu eine Erläuterung und spricht ein Gebet.

1. Termine

Wir haben die Termine für Februar festgelegt.

Kurt Kerber wollte am 30.03.2003 zu uns kommen, aber da am 30.03.2003 kein Gottesdienst stattfindet (5. Sonntag im Monat), versucht Heiner einen anderen Termin zu vereinbaren.

2. Gemeindeversammlung

Zur Gemeindeversammlung beachtet bitte die Einladung auf der gegenüberliegenden Seite.

3. Delegiertenversammlung

Udo berichtet über die Delegiertenversammlung. Hauptthema war „Kriegsgeschrei und Krieg".

Christel Lotz


Wir sind leicht bereit, uns selbst zu tadeln,

unter der Bedingung - dass niemand einstimmt.

 

Aphorismen von Marie Ebner-Eschenbach

gefunden von Lutz Vogt


Einladung zur Jahreshauptversammlunggemvers.gif (2914 Byte)

Die Jahreshauptversammlung der Gemeinde findet statt

am 23. Februar 2003

um 14:30 Uhr in der Kirche Branchweilerhof

Die Tagesordnung:

1. Jahresbericht mit Aussprache

2. Kassenbericht mit Aussprache

3. Bericht des Kassenprüfers

4. Entlastung von Vorstand und Rechner

5. Berichte der Arbeitsgruppen

6. Verschiedenes

Alle getauften Gemeindeglieder sind herzlich eingeladen.


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