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GEMEINDEBRIEF 
Februar 2005

Grußwort 

Für uns steht nach einer anstrengenden Zeit eine Woche Skiurlaub vor der Tür. Wir freuen uns schon darauf, denn eine Woche ausspannen, mal nicht an die Firma denken oder an all die Dinge, die zu erledigen sind, tut richtig gut.

Wir haben uns in der Firma heute darüber unterhalten, dass man ja heute nicht mehr so unbeschwert fährt wie früher. Wo früher der Spaß im Mittelpunkt stand, ist man heute doch vernünftiger geworden, fährt vorsichtiger und langsamer. So jedenfalls meinte ein Kollege. Wenn ich aber ehrlich bin, geht’s mir eher umgekehrt - mit zunehmender Sicherheit auf den Skiern fahre ich (auf einer breiten und leeren Piste) heute schneller als früher, weil ich weiß, dass ich trotzdem schneller anhalten kann und meine Skier besser unter Kontrolle habe als früher.

So ist das auch im Glauben - je geistlich erwachsener ich werde, desto eher kann ich Hemmungen über Bord werfen und umso freier kann ich mich fühlen. Ob das die Gebetsgemeinschaft ist, Zeugnis in der Gemeinde, dem Hauskreis oder auch vor Bekannten, Kollegen oder Freunden, vieles fällt mir heute leichter als früher.

Mag sein, dass ich eines Tages wirklich nicht mehr so gut Skifahren kann oder den Spaß daran verliere. Ich hoffe und glaube aber, dass die Freude an Gott jeden Tag wachsen kann und wird!

Einen schönen Februar wünscht Euch

Lutz Vogt


Wahrnehmen

Ein Indianer besuchte einen weißen Mann. In einer Stadt zu sein, mit dem Lärm, den Autos und den vielen Menschen: all dies war ganz neuartig und auch verwirrend für ihn.

Die beiden Männer gingen die Straße entlang, als plötzlich der Indianer seinem Freund auf die Schulter tippte und ruhig sagte: „Hörst Du auch, was ich höre?“ Der Freund sagte „Ich höre das Hupen der Autos und das Rattern der Omnibusse“.

„Ich höre ganz in der Nähe eine Grille zirpen.“ - „Du musst Dich täuschen, man würde ihr Zirpen bei dem Lärm nicht hören.“ Der Indianer blieb vor einer Hauswand stehen. Wilder Wein rankte an der Mauer. Er schob die Blätter auseinander - und da saß tatsächlich eine Grille.

Der Weiße sagte: „Indianer können eben besser hören als Weiße“. Der Indianer sagte: „Du täuscht Dich.“ Er warf ein 50-Cent Stück auf das Pflaster. Sofort sahen sich die Leute um. „Siehst Du“, sagte der Indianer, „das Geräusch des Geldstücks war nicht lauter als das der Grille. Und doch hörten es viele weiße Männer. Der Grund liegt darin, dass wir alle stets das gut hören, worauf wir zu achten gewohnt sind.“

Aus: Joachim Fege / Renate Spennhoff (Hrsg.): „Wege entdecken“
gefunden im Neukirchner Kalender von Karin Kuppetz


Ein Bericht aus Indonesien: Rottmannshart, 13.01.05

Die Region Aceh und die Stadt Banda Aceh auf der indonesischen Insel Suamatra war stark von dem Beben betroffen, das den Tsunami im Indischen Ozean auslöste. Nach dem Beben kam die Flut in dies Stadt.

Aus einer email aus Indonesien von Jeane Zimmerli Jantzi (MCC) (11. Januar 2005):

Jeane und Dan Jantzi flogen am 5. Januar nach Medan im Norden Sumatras um mit MCC Partnern längerfristige Hilfsprogramme zu besrpechen. Am 6. Januar waren sie in Banda Aceh. Einige Auszüge aus einer Email an Familie und Freunde. Ausdrücklich mit der Bitte an MCC den Inhalt auch weiter zu geben.

Kennt Ihr das nervöse Gefühl, wenn Ihr zu einer Beerdigung geht. Du weist, ungefähr wie es sein wird mit den trauernden Menschen, aber Du weist nicht, was du sagen sollst oder ob du besser überhaupt nichts sagst. Nimm diese Gefühl hundertfach – nein tausendfach in Banda Aceh. Ein Viertel aller Einwohner der Stadt Banda Aceh hat mindestens ein Familienmitglied verloren. Überlegt Euch wie wir normalerweise mit Kummer umgehen. Wir besinnen uns auf unseren Glauben und wir wenden uns den Menschen um uns zu um Hilfe und Unterstützung zu bekommen. Aber was passiert, wenn alle Menschen um dich herum in Trauer sind weil sie jemanden aus der Familie verloren haben weil sie ihre Heimat verloren haben, weil sie selbst versuchen mit dem unglaublichen traumatischen Ereignis fertig zu werden? In Aceh sagen sich die Menschen nicht mal mehr gegenseitig die üblichen Beileidsbekundungen. Es ist zu viel – jeder erlebt den gleichen unermesslichen Verlust.

Was uns am ersten ins Auge viel war diese totale Trostlosigkeit. Sogar sechs Kilometer entfernt vom Meer war alles lebendige, das mit Salzwasser in Berührung kam braun geworden. Neben dem strahlend blauen Meer, außerhalb der Innenstadt war die Gegend, die mit Häusern gefüllt war komplett eingeebnet. So weit wir sehen konnten war dort Zerstörung. Wir sahen nur ein paar Leute, die durch den Schutt wühlten und die Leichen Ihrer Familienangehörigen suchten.

Wir waren mit einem Team von einem unserer MCC-Partner zusammen. Der Erste Hilfe Einheit von der Vereinigung Christlicher Krankenhäuser in Zentral Java (YEU). Wir waren beeindruckt von der Hingabe dieser Leute, wie sie sich um andere kümmern, nur weil sie auch Geschöpfe Gottes sind. Das Team kam nur zwei Tage nach dem Erdbeben an. Sie begannen Ihrer Arbeit in Zelten neben dem Flugplatz. Jetzt sind sie in eine öffentliche Gesundheitseinrichtung näher an der Innenstadt umgezogen. Nach dem Erdbeben und dem Tsunami waren in dieser Klinik 40 Leichen. Das YEU-Team holte sich Helfer um die Toten weg zu bringen und am ersten Tag nur die Räume zu säubern. Die Leute arbeiten unter reinem Adrenalin und mit vielen Tassen Kaffe. Teilweise arbeiten sie im Krankenhaus bis 2 oder 3 Uhr morgens. Dann schlafen sie – nur solange bis sie wieder Energie zum weiterarbeiten haben.

Einige persönliche Gebetsanliegen von Jeanne Jantzi

· Bitte betet für die Leute in Ache in ihrer Trauer. Wir haben angefangen das Lied „By the Waters of Babylon“ jeden Abend als Trauerlied zu singen. Wir haben es geändert: „By the waters of the ocean. We sat down and wept, and wept for thee Aceh. We remember, thee remember, we remember, thee Aceh” Ich brauche ein Trauerlied. So viele wurden Begraben ohne ein Ritual oder Beerdigung oder dass sie identifiziert wurden.

· Bitte betet für Physische und Emotionale Kraft und Erneuerung während dieser Zeit

· Bitte betet für klares Denken und Weisheit. Es fällt uns manchmal wirklich schwer wenn wir wirklich Müde sind und über 140 Emailanfragen bearbeiten müssen.

· Bitte betet für die Arbeiter die direkt vor Ort sind, die den Menschen in Aceh helfen: Edy, David, Wewet, Armia, Sinta, Lia und viele andere.

· Betet für unsere Kinder dass sie sich in dieser chaotischen Atmosphäre zuhause auf ihre Schule konzentrieren könne und wir ihnen etwas normales Familienleben geben können.

MCC finanziert in Indonesien mit unserer Unterstützung den Kauf von Medizin, Unterstützt Einrichtungen zur Wasseraufbereitung, den Transport von Medizinischen Helfern, die Verteilung von Hilfsgütern und den Abtransport von schwer Verletzten – die Krankenhäuser sind einfach überfüllt.

Außerdem werden Gelder für Lebensmittelkauf und –verteilung bereitgestellt.

Wir vom Mennonitische Hilfswerk geben Spendengelder für die Flutkatastrophe an das MCC weiter. Damit wird auch Hilfe z.B. in Indien und Sri Lanka geleistet. Die Planungen für langfristige Hilfe läuft.

Weitere Informationen vom MCC über: www.mcc.org

Vielen Dank für die breite Unterstützung und die großzügigen Spenden.

Bitte vergesst nicht die anderen Katastrophen und Projekte in der Missions-, Hilfswerks- und Friedensarbeit.

Bei weiteren Fragen wendet Euch bitte an:

Mennonitisches Hilfswerk.de, Christoph Landes, Tel.: 0 84 59 – 33 29 60 5,

Mail: Rottmannshart1@t-online.de, www.Menno-Hilfswerk.de


Mitarbeiterversammlung  Mitarbeiterbesprechung 

Bericht über die Mitarbeiterbesprechung vom 06.01.2005:

Heiner liest aus Psalm 115,14 und Matthäus 2,9, dazu eine Auslegung und spricht ein Gebet.

1. Termine
Wir haben die Termine für Februar festgelegt.

2. Gottesdienst der 3 Mennonitengemeinden ins Neustadt
Die Brüdergemeinde regte an, in diesem Jahr nochmals einen gemeinsamen Gottesdienst zu planen. Termin dazu am 02.20.2005, siehe Termine. Axel hat zugesagt.

3. Gemeindeversammlung
Die Gemeindeversammlung wird am 06.03.2005 stattfinden, siehe Einladung gegenüber. Heiner wird Lutz die Tagesordnungspunkte faxen.

4. Allgemeines
Udo möchte eine genaue, aktuelle Liste der Gemeinde haben, vielmehr die exakte Zahl.

5. Kinderarbeit
Die Kinderarbeit ist nach Ansicht aller das wichtigste Projekt, das momentan durchgeführt wird. Natürlich ist die Arbeit mit Kosten verbunden, die nicht von den Mitarbeitern getragen werden können. Es wurde beschlossen, dass die Mitarbeiter eine feste Summe pro Monat aus der Gemeindekasse erhalten, um die Kosten zu decken. Sollte der Betrag nicht ausreichen, wird ein neuer Betrag festgesetzt.

    Der Abend endet mit gemeinsamem Gebet.

    Christel Lotz


Einladung zur Jahreshauptversammlung

Die Jahreshauptversammlung der Gemeinde findet statt

am 6. März 2005

im Anschluss an den Gottesdienst

in der Kirche Branchweilerhof

Die Tagesordnung:

1. Jahresbericht mit Aussprache

2. Kassenbericht mit Aussprache

3. Bericht des Kassenprüfers

4. Entlastung Vorstand und Rechner

5. Berichte der Arbeitsgruppen

6. Wahlen zum Vorstand

7. Verschiedenes

Alle getauften Gemeindeglieder sind herzlich eingeladen.

 

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