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GEMEINDEBRIEF 
Februar 1998
 

Grußwort

Seit einiger Zeit bin ich von meiner Firma aus nicht mehr ständig unterwegs, und ich habe mich damals gefreut, wieder öfter zu Hause zu sein. Endlich hätte ich mal wieder Zeit, mich um meine Angelegenheiten zu kümmern, könnte alles, was liegen geblieben ist, aufarbeiten und hätte endlich auch wieder Zeit, meine Beziehungen zu meiner Familie und zu Gott neu zu ordnen. 

Dachte ich. Irgendwie hat es aber nicht funktioniert. Inzwischen habe ich hier in der Firma so viel zu tun, daß ich manchmal schier verzweifeln könnte und glaube, nicht alles erledigen zu können. So viel, daß ich manchmal denke, in meiner Zeit in Düsseldorf wäre doch manches leichter gewesen. Und ich frage mich, ob ich einfach nur mit nichts zufrieden bin oder ob es wirklich so viel zu tun gibt, wie es mir vorkommt. 

Andererseits fällt es mir in letzter Zeit immer wieder auf, wieviel Gutes mir widerfährt, und mitten in der Arbeit oder unterwegs kann ich Gott loben und preisen und mich einfach am Leben und all den Dingen freuen, die er mir geschenkt hat. 

Und das ist irgendwie typisch: ich habe mir ausgemalt, wie es zu sein hat, habe Pläne geschmiedet und alles danach ausgerichtet. Gott aber hat seine eigenen Pläne und läßt sich da nicht herein reden. Er macht es auf seine Weise gut und richtig. Manchmal erkennen wir das später, oft aber gar nicht. Lassen wir uns von Gott führen und leiten - er weiß besser als wir, was das beste für uns ist! 

Einen schönen Februar wünscht   

Lutz Vogt  


Einladung zur Gemeindeversammlung 

 Am Sonntag, den 15.03.97, findet um 15:00 Uhr die alljährliche Gemeindeversammlung statt.  Die Tagesordnung wird in der Märzausgabe des Gemeindebriefs veröffentlicht.  Alle getauften Gemeindeglieder sind dazu herzlich eingeladen. 


... und ich liebe dich trotzdem! 

Eine Frage, die mich eigentlich ständig begleitet ist: "Was hat Jesus damit gemeint? Und steckt da noch mehr dahinter?" Besonders mit einer Aussage Jesu geht es mir gerade so. Jesus sagt zu seinen Jüngern in Johannes 15, 12: "Das ist mein Gebot, daß ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe." 

Was bedeutet das? Wenn man bedenkt, wer da alles zusammen war. Da war Judas Ischariot, von dem Jesus wußte, daß er ihn in ein paar Stunden verraten und ans Kreuz bringen würde. Da war ein Petrus, dem Jesus erst Minuten vorher gesagt hatte, daß er ihn verleumden würde und das nicht nur ein mal. Da war der Zöllner Mattäus und der politische Aktivist Simon, der Zelot. Da waren Thomas, von dem Jesus wußte, daß er nicht glauben würde und Jakobus und Johannes, die Jesus wegen ihres hitzigen Temperaments "Donnersöhne" nannte. Es war schon eine verrückte Gruppe, die Jesus da um sich geschart hatte. Und diesen Leuten, seinen Jüngern, sagt Jesus: "Liebt ihr euch so, wie ich euch liebe!" 

Wir alle wissen, daß Jesus im gleichen Zusammenhang gesagt hat, daß es keine größere Liebe gibt, als sein Leben zu lassen für seine Freunde, und daß Jesus diese tiefe Liebe gelebt hat und sein Leben gab für seine Freunde. Aber wie oft haben wir die Gelegenheit, unsere Liebe auf die gleiche Weise zu bezeugen? Wer von uns stand schon mal in einer Situation, in der es um Leben und Tod ging und wer von uns mußte diese Entscheidung schon einmal treffen: "Opfere ich mein Leben?" 

Ich habe noch nie in solch einer Situation gestanden und bete darum, es nie zu müssen. Doch wenn sich das Gebot der Liebe nur auf solch eine Extremsituation bezieht, in der es darum geht, daß ich durch den Einsatz meines Lebens andere retten kann, dann bleibt diese Liebe wahrscheinlich nur schöne Theorie, wird aber mein eigenes Leben nicht verändern. Denn wer kann schon mit Sicherheit sagen, wie er oder sie in einer Situation reagieren, in der wir noch nie gestanden haben? 

Doch da muß doch mehr dran sein als nur das. Und es gibt auch noch einen anderen Aspekt, der die Liebe Jesu ausgezeichnet hat. 

Wenn ich mich betrachte und die Menschen um mich herum, so ist es einfach zu lieben, so lange alles gut läuft. Doch sobald Schwierigkeiten und Streitereien auftauchen, wird es schon härter. So lange wir von einem Menschen nur das Sonntagsgesicht kennen, ist es einfach zu lieben. Doch was ist, wenn das Sonntagsgesicht versagt und wir in unseren Mitmenschen Dinge sehen, mit denen wir nicht zurecht kommen und die wir ablehnen? Jesus hat seine Jünger gekannt, mit all ihren Stärken und Schwächen, mit ihren Erfolgen und ihrem Versagen, und er hat gesagt: "Ich liebe dich trotzdem!" Er sah einen Petrus an, zu dem er Tage vorher noch gesagt hat: "Weiche von mir, Satan!", und hat gesagt: "Ich liebe dich trotzdem!". Er sah einen Judas, der ihn verraten würde und sagte: "Ich liebe dich trotzdem!" 

Jesus sieht auch uns, total realistisch, wie wir sind, mit all unseren Schwächen und Fehler, mit der Sünde in unserem Leben und all unserem Unvermögen und sagt: "Ich liebe dich trotzdem!" 

Die Liebe Jesu ist eine wahre, bedingungslose Liebe. Wenn wir als Nachfolger Jesu in seinen Gemeinde lernen wollen, uns gegenseitig so zu lieben wie Jesus uns liebt, müssen wir lernen, uns gegenseitig zu sehen, uns kennen zu lernen und zu sagen: "Ich liebe dich trotzdem!" Dann werden wir wahre, erlöste Beziehungen haben. Dann bleibt die Liebe Jesu aber auch keine Theorie, sondern wird zur verändernden Realität in unserem Leben. Möge Gott unsere Beziehungen erlösen und segnen, damit wir zu dem Punkt kommen, an dem wir sagen können: "Ich kenne dich, und ich liebe dich trotzdem!"  Erich Lotz junior


  Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung

Auf der Mitarbeiterbesprechung am 13.01.98 wurden folgende Themen besprochen: 

1. Delegiertenversammlung 

Jürgen gab einen Bericht über die letzte Delegiertenversammlung des Verbands am 10.01.98 in Stuttgart-Fellbach. 

2. Gemeindeversammlung 

Die Gemeindeversammlung wird am 15. März um 15:00 Uhr statt-finden. Im Märzbrief werden wir dazu nochmals einladen und die Tagesordnung veröffentlichen (siehe auch die Einladung gegenüber) 

3. Termine 

Die Termine für den Februar wurden besprochen 

4. Sonstiges 

Verschiedene Anliegen wurden vorgetragen, über die auf der nächsten Mitarbeiterbesprechung entschieden werden soll. 


Die folgende Geschichte könnte von mir sein. Sie ist nacherzählt nach einer Geschichte, die ich im Internet gefunden habe und die mir sehr gefallen hat: 

Leider hat der Autor dieser Geschichte uns gebeten, sie vom Gemeindebrief zu entfernen. Wir finden dies schade, da es Christen um die Verbreitung von Gottes Wort und die geistige Erbauung gehen sollte. Gleichzeitig aber respektieren wir den Wunsch des Autors, weder seinen Namen zu nennen noch seinen Artikel zu zitieren.

Im Gemeindebrief Juni 2002 finden Sie einen Beitrag von Leo Tolstoi, der die gleiche Aussage noch prägnanter auf den Punkt bringt. Er lautet "Beten und Rudern".

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