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GEMEINDEBRIEF 
Februar 1999

Grußwort 

Der Januar ging für uns wie im Flug vorbei, denn kaum hatte das neue Jahr richtig begonnen, waren wir schon eine Woche im Skiurlaub. Überhaupt ist momentan wieder einmal ein ziemlich anstrengende und hektische Zeit bei uns, so daß wir kaum dazu kommen, einmal innezuhalten und uns Zeit für uns und für Gott zu nehmen.

Dabei gibt es so vieles, was wir Gott verdanken und weswegen wir dankbar sein dürfen. Gar zu oft freilich sieht man nur die Sorgen des nächsten Tages und nicht so sehr die Gaben und Dinge, die Gott und gestern geschenkt hat. Dann ist es immer wieder gut, sich Zeit zu nehmen für Gott, ihn einfach mal so zwischendurch in seine Gedanken zu lassen und ihn nicht morgens an der Firmentür wie einen Mantel abzulegen und ihn abends dann wieder mitzunehmen.

An dieser Stelle möchte ich auch Erich danken, daß er trotz aller seiner eigenen Hektik immer wieder die Zeit findet, die Bibelausarbeitung für den Gemeindebrief zu machen, trotz seines Engagements auf dem Deutschhof und der Ausbildung am Bienenberg !

Einen schönen Februar wünscht Euch

Lutz Vogt

 


Unterwegs sein

 

Unterwegs sein heißt:

auf einem Weg sein,
auf einem Weg, der kein Ziel ist,
sondern zum Ziel führt.

Unterwegs sein heißt:

mit Überraschungen rechnen,
auf Kurven gefaßt sein,
an Kreuzungen Entscheidungen treffen,
bei Hindernissen aufpassen
und nicht auf der Strecke bleiben.

Unterwegs sein heißt:

Der Weg ist Jesus Christus,

Das Leben ist Jesus Christus,

Die Wahrheit ist Jesus Christus.

Der wahre, lebendige Weg ist Jesus Christus.

 

 


Wenn wir ins schleudern kommen ...

Es ist Winter, die Zeit, in der es manchmal nicht gerade schön ist, auf der Straße zu sein. Gerade gestern, als ich abends nach Hause gefahren bin hielten ein paar Autos mitten am Berg, und ich habe mich schon geärgert, daß sie nicht weiter fuhren. Doch da bemerkte ich, daß die Straße etwas weiter eine einzige Eisfläche war und es unmöglich war, den Berg hoch zu fahren. Also habe ich mehr rutschend als fahrend gewendet und bin einen Weg gefahren, der gestreut war.

Es ist gar nicht so ungefährlich, sich auf glatten Straßen zu bewegen. Deshalb werden auch vom ADAC und anderen Institutionen extra Schleuderkurse angeboten, in denen man lernen kann, was man tun muß, wenn das Auto ins Schleudern gerät, und wie man es auch auf Glatteis noch in der Spur halten kann. Und das erste, was man bei diesen Kursen lernt, ist, die Reifen nicht zu blockieren, denn sonst verliert man die Möglichkeit zu lenken. Das zweite ist, sich auf einen Punkt zu konzentrieren, auf den man zusteuern will, und nicht auf die möglichen Gefahren, denn dann lenken die Hände fast wie von selbst auf diesen Punkt zu.

Wenn wir in einem schleudernden Auto auf den nächsten Baum sehen, dann werden wir diesen auch sehr wahrscheinlich treffen, doch wenn wir uns weiter auf die Straße konzentrieren, dann werden wir auch auf der Straße bleiben.

Manchmal wäre es schön, auch einen Schleuderkurs für unser Leben machen zu können. Denn auch das kommt so manches Mal ins Schleudern und wir verlieren die Kontrolle. Und dann sieht es so aus, als ob alles nur noch auf den nächsten Baum zusteuert. Und dann kann man nicht einfach einen Kurs in einem Tag absolvieren, nach dem wir wissen, wie wir unser Leben in der Spur halten können.

Doch die gleichen Prinzipien wie beim Autofahren auf glatter Straße gelten auch für unser Leben. Denn es kommt auch in unserem Leben darauf an, worauf wir uns konzentrieren, worauf wir unseren Blick richten.

Wir kennen sicher alle die Geschichte in Mat. 14, in der Jesus auf dem Wasser geht und Petrus aus dem Boot zu sich ruft. Petrus, im Glauben, geht auf dem Wasser, so lange er auf Jesus sieht, doch als er seinen Blick auf den Sturm um sich herum und auf die Wellen richtet, da sinkt er. Er hat die Augen so zu sagen von der Straße genommen und prompt den Wagen an den Baum gesetzt. Denn so lange er auf Jesus gesehen hat, tat er das unmögliche. Der Sturm und die Wellen waren die gleichen, doch die Blickrichtung von Petrus war eine andere.

Der Schreiber des Hebräerbriefes greift dieses Bild noch einmal auf. In Heb. 11 haben wir dieses klassische Kapitel über Glauben, und dann geht es im Kapitel 12 um die Blickrichtung. Und in den Versen 1-2 steht nun sozusagen die Anleitung zum "Schleuderkurs unseres Lebens". Da geht es erst einmal darum, uns von der Sünde zu lösen, die unsere Leben belastet, und die sozusagen unsere "Räder blockiert". Denn dann können wir den Kampf kämpfen zu dem wir bestimmt sind.

Und dann sollen wir aufsehen auf Jesus, den Anfänger und Vollender unseres Glaubens. Denn wie bei Petrus, als er auf dem Wasser ging, ist der Blick auf Jesus das, was uns über Wasser hält. Sehen wir auf die Probleme, die sich vor uns auftürmen, dann werden wir auch auf die Probleme zusteuern.

Und wir werden, wie Petrus, von den Wellen überwältigt. Doch sehen wir auf Jesus, dann wird er auch zu uns kommen, uns aus dem Wasser zurück ins Boot ziehen und den Sturm stillen.

Ich wünsche mir und uns, daß wir es lernen, immer mehr unseren Blick auf Jesus zu richten und im vertrauen auf ihn, wie Petrus auf dem Wasser durch den Sturm unseres Lebens zu gehen. Denn im Blick auf ihn werden wir lernen, unser Leben, daß doch oft ins Schleudern gerät, trotzdem in der Spur zu halten.

Erich Lotz junior


Mitarbeiterversammlung  Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung  ...

Auf der Mitarbeiterbesprechung am 12.01.1999 wurden folgende Themen besprochen:

  1. Termine
    Die Termine für den Februar wurden besprochen.
  2. Dank für Allianzgebetswoche
    Ein spezieller Dank ging an Axel Dalügge für die Gottesdienstleitung bei der Allianzgebetswoche.
  3. Delegiertenversammlung
    Axel Dalügge und Jürgen Schowalter gaben einen kurzen Bericht von der Delegiertenversammlung ab.
  4. Gemeinderäume
    Wieder wurde dieses altbekannte Thema angesprochen. Heiner Becker, Erich Lotz sen. und Axel Dalügge wurden beauftragt, wegen geeigneter Räume sich nochmals an Ihre jeweiligen Ansprechpartner zu wenden.
  5. Feuerlöscher
    Jürgen Schowalter wurde beauftragt, einen Feuerlöscher für die Kirche zu kaufen. Ein gutes Gerät kostet ca. 180,- DM.
  6. Neue Liederbücher
    Der Hauskreis wurde beauftragt, entsprechend die Liedvorschläge für unsere Gemeinde auszuwählen. In den Vorschlag soll der Wunsch nach besserem Papier eingefügt werden.

 Trennlinie - Stift

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