MENNONITENGEMEINDE BRANCHWEILERHOF
EVANGELISCHE FREIKIRCHE

Home 
Gemeindebrief 
Veranstaltungen 
? Mennoniten ? 
Kontakt 
Christliche Links 

Besuchen Sie auch unser Gemeindebrief - Archiv mit allen Ausgaben seit 1998

 


GEMEINDEBRIEF

Januar 1998

Grußwort

Das Jahr geht zu Ende und es kommt die Zeit der Jahresrückblicke. Im Fernsehen gibt es ständig und auf allen Sendern entsprechende Sendungen, die uns an das Hochwasser, an Prinzessin Diana und all die Dinge erinnern, die 1997 aus Sicht der Medien geprägt haben.

Mein persönlicher Jahresrückblick sieht anders aus, wie wohl für jeden von uns gilt, daß ganz unterschiedliche Ereignisse diesem Jahr ihren Stempel aufgedrückt haben. "Mein" Jahr war ein Jahr der Veränderungen und der Hektik, im Beruf wie zu Hause, und ich bin sehr gespannt und freue mich darauf, wie das neue Jahr werden wird.

Ich wünsche uns allen ein gesegnetes, glückliches und frohes neues Jahr!

Lutz Vogt



Allianzgebetswoche vom 11.01.98 bis zum 18.01.98


Vom 12.01.98 bis zum 17.01.98 findet wieder jeden Abend um 20:00 Uhr reihum in den zur Allianz gehörenden Gemeinden die Allianzgebetswoche statt. Am 12.01.98 ist wie jedes Jahr der Abend bei uns in der Kapelle.

An dieser Stelle ergeht also eine herzliche Einladung (nicht nur) zu dieser Stunde - Kommt und betet mit!

Thema der Woche ist "Gemeinsam glauben, miteinander beten."


3. Mo 25,10: Und ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und sollt ein Freijahr ausrufen im Lande allen, die darin wohnen, denn es ist das Jubeljahr. Da soll ein jeder bei euch wieder zu seiner Habe und zu seinem Geschlecht kommen.

Das Jubeljahr

Und wieder ein neues Jahr. Schon komisch, wie schnell es wieder so weit ist. Und wieder das gleiche: Wir blicken zurück auf das letzte Jahr, was gut und was nicht so gut gelaufen ist, wir überlegen und wir werten aus. Und die meisten von uns nehmen sich, wie alle Jahre wieder, vor, daß dieses neue Jahr anders werden soll. Wir nehmen uns vor, uns zu ändern und es in diesem Jahr besser zu machen als im nächsten.

Aber ist euch schon einmal aufgefallen, daß das nie so richtig zu funktionieren scheint? Und hier ist warum: Wir selbst verändern uns nicht, sondern versuchen nur, unser Verhalten zu ändern. Doch da unser Reden und Handeln in dem verwurzelt ist, wie und wer wir sind, ist Veränderung auch so schwer und kostet so viel Disziplin.

Doch es gibt eine Hoffnung. Schon im Alten Testament, als Gott seinem Volk das Gesetz gab, gab es eine Hoffnung für alle. Denn jedes fünfzigste Jahr sollte ein Gnadenjahr sein, oder ein Jubeljahr. Konkret hieß das, alle Landverkäufe waren eigentlich langfristige Pachtverträge. Zumeist resultierten Landverkäufe aus Verschuldung. Ein Schuldner konnte seine Schulden nicht mehr bezahlen und mußte sein Land, sein Erbteil und damit seine soziale Sicherheit und seine Lebensgrundlage verkaufen. Manchmal sogar sich selbst und seine Familie.

Doch nach 7 Jahren mußten Sklaven wieder frei gelassen werden und nach 49 Jahren wurde dann das Land immer wieder so verteilt, daß jede Familie wieder zu ihrem von Gott gegebenen Erbteil kam. Das gewährleistete, daß jeder eine gerechte Chance bekam, sich eine Existenz aufzubauen. Es war im Prinzip ein Weg, soziale Gerechtigkeit zu gewährleisten.

Das Volk Israel hat dieses Gesetz nicht so genau beachtet, aber es war Gottes Wille, daß jeder eine gerechte Chance bekommt. Auch uns geht es so, daß wir mehr am Bezahlen für unsere früheren Fehler sind als alles andere.

Unser Charakter und unsere Persönlichkeit ist geprägt von den Fehlern, die wir in der Vergangenheit gemacht haben. Und darum ist es so schwer für uns, uns zu verändern. Und jedes Jahr an Silvester nehmen wir uns das gleiche vor, nur um nächstes Jahr an Silvester einmal mehr eingestehen zu müssen, daß wir versagt haben. Wir sind durch die Sünde in unserem Leben verschuldet und somit Sklaven der Sünde, wie es Paulus im Römerbrief beschreibt (Röm. 6).

Doch Jesaja prophezeit über Jesus in Jes. 61,1-2, daß der Geist Gottes auf ihm sein wird, damit er, der Elende, eine gute Botschaft bringt, daß er gebrochene Herzen verbindet, den Gefangenen Freiheit bringt und die Gebundenen befreit. Und er soll das Gnadenjahr des Herrn verkündigen. Gott hat auch für uns ein Jubeljahr vorbereitet in Jesus. Wir haben die Hoffnung, daß wir nicht so bleiben müssen wie wir sind, denn selbst wenn wir uns selbst nicht verändern können, Jesus kann uns verändern. Und ich meine nicht nur unser Verhalten, sondern unser ganzes Wesen. Denn da, wo wir gebunden sind von der Sünde in unserem Leben, von unseren Erfahrungen und von allem, was uns geprägt hat, da will Jesus Freiheit bringen. Die Freiheit, die es uns ermöglicht, wirklich eine neue Kreatur zu werden in Christus.

Und das wünsche ich mir für mich und für uns, daß das Jahr 1998 für uns als Gemeinde, aber ganz besonders auch für jeden einzelnen persönlich zum Jubeljahr Gottes wird. Ein Jahr in dem wir freigesetzt werden, wirklich so zu werden und zu sein, wie Gott uns am Anfang erdacht und erschaffen hat, bevor wir geprägt wurden von der Welt um uns herum und der Sünde in unserem Leben. Und ich bete wie Johannes es am Ende der Offenbarung tut: Komm, Herr Jesus, um uns das Jubeljahr Gottes, das Jahr der Gnade unseres Herrn zu bringen.

Erich Lotz junior


Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung

Auf der Mitarbeiterbesprechung am 02.12.97 wurden folgende Themen besprochen:

  1. Allianzgebetswoche
    Zur Allianzgebetswoche siehe die Einladung gegenüber.

  2. Gemeindeversammlung
    Die Gemeindeversammlung wird voraussichtlich im März stattfinden. Im Februarbrief wird das genaue Datum bekanntgegeben.

  3. Dank an die Gemeinde
    Heiner Becker dankt der Gemeinde und den Geschwistern für ihre Anteilnahme und die Gebete für Stefan, dessen Familie und für sie selbst.

  4. Termine
    Die Termine für den Januar wurden besprochen


Wir wollen weiterhin treu im Gebet und der Fürbitte für einander bei unserem Herrn Jesus Christus einstehen und nicht müde werden, uns Mut und Segen zuzusprechen.

"Denn er wollte, daß es keine Uneinigkeit gibt im Körper, sondern jeder Teil sich um den andern kümmert. Wenn irgendein Teil des Körpers leidet, dann leiden alle anderen mit ihm. Und wenn irgendein Teil geehrt wird, freuen sich alle anderen mit" (1. Kor. 12,25.26).

Christel Lotz


JAHRESLOSUNG 1998

Lebt in der Liebe,
wie auch Christus uns geliebt hat.

Epheser 5,2

Der Beginn eines Jahres steht irgendwie sowohl für die Beständigkeit, als auch für den Wechsel. Beständigkeit insofern, als unser Leben weitergeht und nur selten zum ersten Januar eine wirkliche Veränderung kommt, wie zum Beispiel eine neue Stelle.

Wie jedes Jahr aber planen wie zu Silvester wieder Neues und fassen mehr oder minder gute Vorsätze. Denn der Jahreswechsel gibt uns immer wieder auch Anlaß zu überdenken, was uns das vergangene Jahr gebracht hat und was wir dringend verändern wollen.

Dabei gilt es, einige wichtige Regeln zu beachten: Zum einen müssen wir ernsthaft die Veränderung wollen - "man könnte ja mal ..." ist nicht die richtige Einstellung, um wirklich etwas zu verändern. Ferner müssen wir realistisch bleiben bei dem, was wir uns vornehmen. Alles auf einmal zu verändern kann gut und richtig sein. Oft aber stehen wir dann vor einem riesigen Berg von Problemen und Veränderungen, so daß wir daran schier verzweifeln und gar nicht erst anfangen. Dabei bleiben dann leider auch die dringenden und wichtigen Sachen liegen oder auch jene, die sich leicht ändern ließen.

Vor allem aber gilt: Lassen wir uns von der Liebe leiten. Die Liebe zu Gott und zu unserm Nächsten wird uns sagen, was wir am dringendsten verändern sollten. Sie macht es uns aber gleichzeitig auch leicht, etwas zu ändern, denn was ich aus Liebe tue, das tue ich auch gern. Und was ich gern tue, das fällt mir wesentlich leichter als alles, was ich mir mühsam abringen muß.

Ich wünsche mir und uns allen, daß wir nicht nur im neuen Jahr in der Liebe leben und die Liebe uns leitet bei allem, was wir ändern und tun!

Lutz Vogt

Besuchen Sie auch unser Gemeindebrief - Archiv mit allen Ausgaben seit 1998