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GEMEINDEBRIEF 
Juli 2000

Grußwort 

Obwohl wir irgendwie damit gerechnet hatten und es für ihn sicherlich auch eine Erlösung war, waren wir doch ziemlich schockiert, als an Fronleichnam mein Vater recht plötzlich verstarb.

Nachdem sich der Trubel um die Beerdigung inzwischen etwas gelegt hat und wir die Trauer ein wenig verarbeitet haben, merke ich, wie gut wir es als Christen doch haben. Für uns endet eben nicht alles mit dem Tod, wir haben eine Hoffnung, die weit darüber hinaus geht. "Das Leben geht weiter", heißt es. Das stimmt im doppelten Sinne: natürlich geht unser Leben hier und jetzt weiter, aber durch Christi Auferstehung ist der Tod eben nur der Anfang eines neuen Lebens. Selten war es mir so wichtig wie momentan, dass auf den Karfreitag Ostern folgt.

Und es tut gut, wenn man sich im Gebet getragen weiß. Für Eure trostreichen Worte und Gebete möchte ich Euch deshalb an dieser Stelle danken.

Einen schönen Juli wünscht Euch

Lutz Vogt

 


Zu Gast bei der "Rüste der Landwirte" auf Beckers Hof

Am 2. Juli war die Gemeinde eingeladen zur "Rüste der Landwirte", die diesmal auf Beckers Hof stattfand. Dabei trifft sich ein Kreis christlicher Landwirte aus dem süddeutschen Raum regelmäßig zu Gottesdienst, Gesang und gemeinsamen Essen.

Das Programm begann um 11:00 Uhr mit einem Stück des Posaunenchors aus dem Kreis der "Rüste der Landwirte", der auch für den größten Teil der musikalischen Begleitung des Gottesdienstes sorgte. Unser kleines Keyboard hatte dagegen trotz zusätzlicher Lautsprecher einen schweren Stand in Beckers großer Apfelhalle.

Im Anschluß an den sehr schönen Gottesdienst, der unter dem Thema "Entscheidungen mit Gottes Hilfe" stand, folgte das Mittagessen: deftiger Saumagen aus Beckers eigener Schlachtung, Salate von den Teilnehmern und selbstgebackenes Brot. Danach war freie Zeit, die von Harald Becker mit Betriebsführungen aufgelockert wurden.

Beckers hatten uns damit überrascht, dass Harald mit dem neuen Wirtschaftsjahr zum 1.7.2000 den elterlichen Betrieb und damit auch viel Verantwortung übernimmt. Wir wünschen ihm Gottes Segen und Weisheit dazu.

Der Tag klang mit Kaffee und Kuchen, der wiederum von den Teilnehmern mitgebracht war, und einer abschließenden Andacht aus. Für den musikalischen Abschluß sorgte ein letztes Mal der Posaunenchor.

Wieder einmal war alles perfekt organisiert und wir danken Beckers und dem Kreis der Rüste der Landwirte für die Gastfreundschaft und den gelungenen Tag.

Lutz Vogt


Von Gilgal nach Bethel

Wir wollen diesen Monat Elia und Elisa etwas weiter folgen auf ihrem Weg, der Elisa zur doppelten Salbung geführt hat, der aber auch den wichtigsten Punkten folgt, die Josua berührt hat, als er das Land einnahm. Wir befinden uns also immer noch in 2. Könige 2.

Das letzte Mal haben wir uns den Ausgangspunkt der Reise von Elia und Elisa, angesehen, Gilgal, der Ort, an dem die Israeliten nach der Wüstenwanderung neu beschnitten wurden und den Bund mit Gott erneuert und bestätigt haben. Wir haben gesehen, wie wichtig es auch in unserem Leben ist, nicht von dem Bund oder dem Glauben unserer Väter zu leben, sondern unseren eigenen Bund mit Gott zu schließen, unser persönliches Gilgal zu haben.

Doch lasst uns weiter gehen und Elia und Elisa auf ihrem weiteren Weg folgen, nach Bethel.

Es fällt auf, dass Elia Elisa eigentlich entmutigt und ihm rät, doch in Gilgal zu bleiben. Doch Elisa lässt sich nicht davon abbringen, weiter bei Elia zu bleiben. Uns geht es oft genau so, wir geben uns mit Gilgal zufrieden. Doch den vollen Segen werden wir empfangen, wenn wir wie Elisa weiter gehen.

Was war dann aber die nächste Station auf dem Weg von Elia und Elisa? Bethel! Oder eigentlich Beth-EL, das Haus Gottes. EL bedeutet Gott und Beth ist im hebräischen "Haus", wie zum Beispiel auch Beth-lehem, das "Haus des Brotes". Das Haus Gottes, ein wunderbarer Name. Aber wie hat dieser Ort, der zuerst eigentlich Lus oder Luz hieß ("Mandelbaum"), seinen Namen bekommen? Das können wir in 1. Mose 28 nachlesen. Bethel war die Stelle, an der Jakob sich auf der Flucht vor seinem Bruder schlafen gelegt hat. Er benutzte dabei einen Stein als Kopfkissen und hatte einen Traum. Er sah eine Leiter auf der Erde stehen, deren Spitze bis an den Himmel reichte und Engel, die an dieser Leiter rauf und runter stiegen. Und er sah Gott, der über diesem allem stand und Jakob hörte Gott zu sich reden. Und Gott gab Jakob die gleichen Zusagen wie vorher Abraham.

Nach diesem Traum wachte Jakob auf und erkannte, dass er sich an diesem Ort in der Gegenwart Gottes befand. Da nahm er den Stein, auf dem er geruht hatte, richtete ihn zum Altar auf und salbte den Stein. An diesem Punkt nannte Jakob diesen Ort "Beth-EL", das Haus Gottes.

Die Grundlage unseres Glaubens ist Gilgal, der Ort der Beschneidung. Die Bekehrung und unsere Entscheidung, einen Bund mit Gott eingehen zu wollen und unser Leben Gott in die Hand zu legen. Doch dann kommt Beth-EL. Denn Erlösung ist nicht alles, Gott lädt uns ein in seine Gegenwart. Gott ließ die Stiftshütte errichten, damit er unter seinem Volk wohnen konnte. Daraus wurde später der Tempel, doch das Anliegen Gottes ist immer noch, bei uns zu sein. Doch jetzt sind wir als einzelne Christen und als Gemeinde dieser Tempel, der Ort, an dem Gott wohnt. Wir haben uns ja schon mit dem Tempel, seinem Aufbau und der Bedeutung des Tempels für unsere Gemeinschaft mit Gott beschäftigt, deshalb möchte ich auf diesen Aspekt nicht noch einmal eingehen. Doch lasst uns einmal betrachten, was da bei Beth-EL geschah. Jakob hatte eine Vision, er sah den Himmel offen, Gott machte ihm konkrete Zusagen und daraufhin erkannte er, wo er sich befand und er nannte diesen Ort "das Haus Gottes". Auch in unserem Glaubensleben ist das der zweite Schritt, nach dem Bund in Gilgal müssen wir ins Haus Gottes. Das heißt konkret Gemeinschaft: Gemeinschaft in unserer persönlichen Stillen Zeit und auch Gemeinschaft mit Geschwistern in der Gemeinde. Wir suchen die Orte, an denen wir Gott erwarten können, z.B. wo zwei oder drei in Jesu Namen zusammen kommen.

Und an diesem Ort der Begegnung möchte uns Gott eine Vision geben, eine Vision davon, wie sein himmlisches Reich in Verbindung treten kann mit dem natürlichen. Gott möchte auch uns die Leiter zeigen und uns Zusagen machen. In der Gemeinschaft mit Gott und untereinander öffnet Gott uns die Augen, damit wir sehen, was sein Plan für uns ist, seine Ziele für unser Leben, damit "dein Reich komme und dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden", mehr als Theorie und Gebet wird, sondern Wirklichkeit in unserem Leben.

Lasst uns nicht in Gilgal bleiben, zufrieden sein damit, nur erlöst zu sein, sondern weiter gehen nach Beth-EL, dem Ort, an dem Gott uns mehr und mehr begegnet und er uns Visionen und Ziele schenkt, und Zusagen, an denen wir unser Leben ausrichten können.

Und dann lasst uns auch weiter gehen nach Jericho, aber damit beschäftigen wir uns nächsten Monat.

Erich Lotz junior


Mitarbeiterversammlung  Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung 

Auf der Mitarbeiterbesprechung am 19.06.2000 wurden folgende Themen besprochen:

  1. Gemeindezentrum Überlingen
    Am 16. Juli weiht die Mennonitengemeinde Überlingen ihr neues Gemeindezentrum ein. Elfriede Töws wird unsere Gemeinde vertreten. Wir danken ihr herzlich dafür.
  2. Möblierung der Gemeinderäume
    Für die Möblierung der Gemeinderäume werden Holzstühle bevorzugt. Erich Lotz senior wird einen Modellstuhl im Siegerland bestellen, der im Preis erschwinglich wäre. Erich Lotz senior und Heiner Becker gehen am 23.6. zur Firma Keltenbach für weitere Information.
  3. Einladung der Gemeinde Deutschhof
    Die Gemeinde Deutschhof hat unsere Gemeinde für Sonntag, den 3. September, eingeladen. Wir freuen uns sehr darüber.
  4. Gemeinschaftsgottesdienste
    Wir möchten ab August diese Gottesdienste jeweils unter ein Thema stellen. Machen wir uns Gedanken darüber
  5. Termine
    Die Termine für den Juli wurden festgelegt. Erich Lotz junior soll für den Predigtdienst am 13.08.2000 angefragt werden.

Christel Lotz


Wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute

 

Ein portugiesischer Seifenfabrikant sagte einem Priester: "Das Christentum hat nichts erreicht. Obwohl es schon bald zweitausend Jahre gepredigt wird, ist die Welt nicht anders geworden. Es gibt immer noch Böses und böse Menschen".

Der Priester wies auf ein ungewöhnlich schmutziges Kind, das am Straßenrand im Dreck spielte, und bemerkte: "Seife hat nichts erreicht. Es gibt immer noch Schmutz und schmutzige Menschen in der Welt".

"Seife", entgegnete der Fabrikant, "nutzt nur, wenn sie angewendet wird." Der Priester antwortete: "So ist es mit dem christlichen Glauben auch."

Nach Gisbert Kranz


Auch wir dürfen dazu beitragen, dass Menschen die Kraft und Wahrheit des Glaubens erfahren, indem wir ihn leben. Eine große und schöne Aufgabe zugleich.

Gefunden im Neukirchner Kalender von Karin Kuppetz

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