MENNONITENGEMEINDE BRANCHWEILERHOF
EVANGELISCHE FREIKIRCHE

Home 

Gemeindebrief 

Veranstaltungen 

? Mennoniten ? 

Kontakt 

Christliche Links 

Wir sind für jede Gabe für
unser Gemeindehaus dankbar!

Stadtsparkasse Neustadt,
BLZ 546 512 40,
Konto-Nr. 400 14 631

Durchsuchen Sie unsere Seiten mit Google

GEMEINDEBRIEF 
Juli 2003

Grußwort 

Manchmal merkt man erst, wie gut man es hat, wenn einem etwas fehlt. So ging es mir diesmal: Leider hatte Erich keine Zeit für die Bibel­ausarbeitung. Ich kann solch einen Text nicht einfach herunter schreiben, dafür würde ich Tage brauchen. Auch im Internet oder sonst wo ist das Gesuchte nicht leicht zu finden – ich kann ja nicht einfach nach „Bibel­ausarbeitung für den Gemeindebrief“ suchen, sondern wühle mich durch Hunderte von Artikeln durch, bis mich irgend einer anspricht. Und dann geht’s los: Der Artikel passt nicht zum vorhandenen Platz, sondern muss mühsam eingepasst, gekürzt, manchmal umformuliert werden, und so weiter.

Wie gut, wenn Erich Zeit hat und mir einen Artikel liefert. Immer in der richtigen Länge, immer zu unserer Gemeinde passend und in unsere Situation hinein. Gerade weil sie mir heute fehlt, will ich mich an dieser Stelle für die vielen Ausarbeitungen bedanken, die Erich mir (eigentlich uns als Gemeinde) schon erstellt hat.

Und dabei will ich auch Christel und Erich Lotz senior nicht vergessen. Jeden Monat sorgen sie dafür, dass der Gemeindebrief kopiert und gefaltet wird. Sie legen ihn Sonntags morgens in der Kirche aus und verschicken ihn an alle, die ihn nicht persönlich mitnehmen können. Vielen Dank auch an Euch!

Einen schönen Juli wünscht Euch

Lutz Vogt


Die richtige Ernährung

(Römer 12, 9-16)

Heute geht es um die richtige Ernährung - zweifellos ein wichtiges Thema. Die Werbung trägt es Tag für Tag an uns heran. Gut soll es schmecken, leicht soll es sein und bei der Zubereitung kann man schon vertraute und bewährte Frauen und Männer begrüßen, wenn das Werbefernsehen läuft. Nun muss jeder nur noch selbst entscheiden, was auf den Tisch kommt.

Beim Lesen der Worte aus dem Römerbrief (Römer 12, 9-16) entstand vor meinem inneren Auge das Bild eines Supermarktes voller Lebensmittel für die geistliche Ernährung. Ja, geistliche Ernährung, Nahrung für den glaubenden Menschen, dass sein Glaube wachse, sein Vertrauen zunehme und seine freudige Erwartung des Heils sich erneuere.

Das alles ist auf vielfache Weise möglich, ich muss entscheiden, was ich jetzt brauche oder mir gönnen möchte aus diesem Supermarkt geistlicher Lebensmittel. Eins noch, bevor wir eintreten: Dieser Markt ist für viele Kunden geöffnet, als einzelne und als Gemeinde werden sie umworben! Gehen wir nun hinein - was sich wohl am Ende in unserem Einkaufswagen befinden wird? Alles können wir ja nicht auf einmal haben. „Ich hab meinen Einkaufszettel“, höre ich rufen, „Ich kaufe nur das Nötigste“; ein anderer „Mal sehen was mir gefällt. Ich suche etwas für meine Party.“ oder „Ich?, ich bin nur wegen der Sonderangebote gekommen.“

Nun treten wir ein! Gleich stehen wir vor dem großen Regal voller Liebe (V. 9 u. 10) „O Gotteslieb so voll und frei von alters her und immer neu!“ Aufmerksam wähle ich, öffne mich ganz diesem kostbaren Gut. „Ich habe dich je und je geliebt. Ich habe dich zu mir gezogen aus Güte“. Ja, das brauche ich heute, wo meine Liebe das Verfallsdatum schon fast erreicht hat. Wo ich neulich eine Mogelpackung abgeliefert habe - es sah nach Liebe aus, aber es war viel mehr Berechnung dabei - kann ich nun weitergeben, überfließend. Schön, dass ich mir von der Liebe (des himmlischen Vaters in Jesu) so reichlich genommen habe!

Da bin ich schon beim nächsten Regal mit den Aktionsposten (V. 11). Sie springen ins Auge. Soll ich zugreifen? Ich überlege. Nein, entscheide ich: heute nicht, heute brauche ich keine Tatkraft und keine neuen Pläne und neue Aufgaben, nein. Es ist jetzt kein Bedarf, die zurückliegende Zeit war bewegt genug, kräftezehrend; nahezu aufopfernd war die Begleitung und Betreuung - jetzt brauche ich Ruhe vor neuen Aktionen. Ich will nichts tun, mir keine Gedanken machen - und mich beschenken lassen.

Das darf auch sein, dass jeder ein Wort der Hl. Schrift prüft, ob es denn jetzt ein Wort Gottes an sie/an ihn persönlich ist. Wir dürfen, ja wir müssen auswählen nach unserem geistlichen Bedarf und Hunger - gerade bei unserem heutigen Schriftwort zu den wichtigen Lebensmitteln geistlichen Lebens in und mit der Gemeinde.

Doch nun zum nächsten Regal (V. 12). Es ist extra beleuchtet und lädt ein, sich reichlich zu bedienen: fröhlich, geduldig und beharrlich sehe ich in großer Schrift und bewundere die schönen Gefäße: aus Glas - für die Hoffnung, aus Ton - für die Trübsal und: die Messingschale des Gebets. Hier kann ich nicht vorübergehen. Ich fühle mich angesprochen mit meiner Lebenserfahrung. Und gern fülle ich mir eine gute Menge Hoffnung in mein mitgebrachtes Gefäß. Ich hatte in letzter Zeit viel davon verbraucht. Gut, dass ich jetzt wieder Vorrat habe. Das stimmt mich froh.

Aber auch an dem dunklen Krug der Trübsal kann ich nicht vorbeigehen. Ein wenig davon muss ich immer im Haus haben, sie gehört zum Leben, das weiß ich - nur zuviel und zu lange soll es nicht sein. Und während ich vorsichtig zugreife, geht mir ein alter Vers durch den Sinn: „Wenn ich mir was wünschen dürfte, möchte ich etwas traurig sein, denn wenn ich nur glücklich wäre, hätt ich Sehnsucht nach der Traurigkeit.“

Die Gebetsschale ist wirklich einladend, die Lampen spiegeln sich funkelnd in wohlgeformtem Rund. Es gibt kleine und große Packungen, Stoßgebete und längere, auch besonders schöne für besondere Anlässe, und die bewährten, die man halt einfach im Haus haben muss.

Ich gestehe, neulich waren sie mir fast ausgegangen. Es war mir unangenehm. Ich hatte mich mit so ein paar Parolen beholfen wie „Kopf hoch“ oder „Halb so schlimm“ oder - ganz verrückt, von damals noch - „davon geht die Welt nicht unter!“ Aber wissen Sie, was mir gefehlt hat? Die Anrede, die Anrede hat mir gefehlt. Das macht doch ein Gebet erst aus, finden Sie nicht? O, hier ist noch ein Schönes: „Herr, deine Güte reicht so weit, soweit der Himmel ist und Deine Wahrheit soweit die Wolken gehen. Wie köstlich ist deine Güte Gott!“ Das hebe ich mir für einen schönen Anlass auf!

Nun sind wir schon mittendrin in unserem Supermarkt geistlicher Lebensmittel. Wie sieht es in ihrem Wagen aus? Was brauchen Sie? Darf es noch ein bisschen mehr sein?

(V. 13) „Gastfreundschaft“ wird hier angeboten, Diaspora-Hilfe kann man hier kennen lernen und anwenden. Regt Sie das an, Christen aus anderen Regionen kennen zulernen als Gastgeber/-in? Nehmen Sie ein paar Prospekte mit!

Jetzt wird’s aber wirklich eng hier im Gang. Muss dieser Tisch so quer stehen? Was gibt es, dass man sich so danach drängelt? (V. 14).

Ach! Hier wird umgetauscht - Umtausch: Fluch und Verfolgung - gegen Segen! Wer braucht denn so was? Ich sehe genauer hin. „Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil“ und „Wie man in den Wald ruft, schallt es heraus!“ „Wie du mir so ich dir“ lese ich auf den fleckigen T-Shirts der Leute, die vor der Kabine stehen und warten. Wenn sie herauskommen - mit schönen neuen T-Shirts in leuchtenden Farben, lese ich: „Ich rede wieder mit dir“. „Ich nehme es mit Bedauern zurück!“ „Ich bin dir nicht mehr böse“ und sogar „Ich gehe zwei Meilen mit dir“ oder „Ich habe noch eine Backe“.

Ich gehe weiter- Ich habe nichts zu tauschen. Bin weder verfolgt noch verflucht worden - ungerecht beschuldigt, das schon, aber das tut nicht mehr weh. Aber wenn mir ein Rachegefühl oder Schimpfworte so in den Kleidern hängen geblieben wären, wäre ich auch umtauschen gegangen. Das muss man loswerden, so schnell wie möglich. Nicht wahr?!

Endlich - da ist ja die Ruhezone (V. 15 + 16) und ich schaue mich um, wo noch ein Plätzchen ist, bin schon fußmüde. Die Sitzgruppen haben Namen z. B. die Fröhlichen, die Weinenden, die Einigen, die Bescheidenen, die Einsichtigen. Aber das hat scheinbar keine Bedeutung gehabt, als sich die dort Sitzenden ihre Plätze gewählt haben: Bei den Weinenden wird gelacht, bei den Einigen gestritten, bei den Bescheidenen stapeln sich die Pakete, die Einsichtigen diskutieren lauthals und bei den Fröhlichen sehe ich betretende Gesichter:

Wo soll ich nur Platz nehmen? Bei den Einsichtigen ist noch Platz - „...und er hat das auch gleich eingesehen!“ höre ich sagen. „Das hätte er einsehen müssen“ ein anderer. „Es gibt überhaupt soviel Uneinsichtigkeit unter den Menschen“ ereifert sich ein dritter.

Merkwürdig, fällt Ihnen das auch auf: „die Einsichtigen“ steht über der Sitzgruppe, aber dort sitzen nicht etwa die Einsichtigen, sondern die, die über das Thema reden, über Einsichtige und Uneinsichtige. - Und so war es natürlich auch bei den anderen! Ein echtes Missverständnis in diesem geistlichen Supermarkt, fast wie im wirklichen Leben - bei uns selbst und in unserer Gemeinde. Wie ich das meine? Ganz einfach: Weil ich von Liebe, Glaube und Wahrheit rede, vom Annehmen des Fremden, von Demut und Einsicht, weil ich davon rede, nehme ich an, auch so zu handeln, so zu sein, von meinen Worten schließe ich auf meine Taten.

Das habe ich bei mir beobachtet, sie vielleicht bei sich auch, bestimmt aber bei anderen...

Falsche Sitzgruppe, falsches Etikett im Supermarkt der geistlichen Eitelkeiten. Ein großes Missverhältnis, das beendet werden muss: Wirkliche Nähe und Echtheit soll die Gemeinschaft bestimmen, nicht das Reden darüber - aufstehen, Aufbruch ist angesagt!

Für heute möchte ich mit Ihnen zur Kasse gehen, hoffe, dass Sie einige geistliche Lebensmittel eingepackt haben.

Und was erleben wir nun; „Kauft umsonst, ohne Geld“ (Jes. 55,1). Es ist schon bezahlt! Und wir ahnen, glauben, wissen von wem, und wir treten hinaus in unseren Alltag, ein Gedanke schwingt in uns wie Musik „Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade“. (Joh. 1,16).

Nach Pfarrer Bernd Wangerin
gefunden im Internet von Lutz Vogt


Mitarbeiterversammlung  Mitarbeiterbesprechung 

 

Bericht über die Mitarbeiterbesprechung vom 12.06.2003:

 

Heiner liest aus Jes. 26, 9 und Joh. 9,39, dazu eine Erläuterung und spricht ein Gebet.

1. Termine
Festlegung der Termin für den Monat Juli und Gottesdienstleitung für den 18.05.2003 und 25.05.2003. Axel übernimmt den 25.05 und Heiner klärt den Dienst für den 18.05.

2. Vorankündigung
Wir planen einen Gemeindetag im Hof für den 07.09.2003

3. Vorplanung
Wir könnten zum 1. Advent, Sonntag den 30.11.2003, anstelle des normalen Gottesdienstes ein gemeinsames Frühstück mit Andacht planen.

Der Abend endet mit gemeinsamem Gebet.

Christel Lotz


Auf Jesus Christus schauen beide Testamente,
das alte in der Erwartung,
das Neue auf ihn als Urbild,
und beide als auf ihren Mittelpunkt.

 

Blaise Pascal (1623 - 1662), französischer Philosoph, Mathematiker und Physiker, Begründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung

 

 


Was kostet es, ein Christ zu sein?

Es scheint nicht viel zu kosten, ein Christ zu sein. Ein halber Mantel bei Martin von Tours, einige Münzen für die arme Witwe im NT (Lk 21,1-4). Wer in Gottes Dienst tritt, braucht sich in der Tat nichts ausgefallenes auszudenken. Er darf nur nicht zugeknöpft sein. Er muss sich auf Gott einlassen, wie Martin es tat.

Martin merkte erst später, wie sehr Gott ihn in Beschlag nahm. Gott füllte ihn aus. War zuvor Martin ein Gebender, so wurde er jetzt Empfangender. Weil Gott ihn reich gemacht hatte, konnte er an andere weitergeben.

Gott fordert nicht einen bestimmten Betrag. Im letzten fordert Gott uns selbst. Ist der Preis nicht zu hoch? Was bringt er ein?

Er bringt die Freiheit, die uns nicht Sklaven des Ehrgeizes, der Bequemlichkeit und auch des Geldes sein läßt. Er bringt uns die Freundschaft mit Gott.

gefunden im Ministrantenreferat der Diözese Rottenburg-Stuttgart
von Lutz Vogt


Sie sind Besucher Nummer Kostenlose Counter -- Counter.de 
(laut
Kostenlose Counter -- Counter.de)

Besuchen Sie auch unser Gemeindebrief - Archiv mit allen Ausgaben seit 1998