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GEMEINDEBRIEF 
Juni 2001

Grußwort 

Diesmal fehlt das Grußwort, denn ich brauche den Platz für einen Artikel zu Pfingsten. Einen schönen Juni und frohe Pfingsten wünscht Euch

Lutz Vogt


Am Abend aber desselben ersten Tages der Woche, da die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten ein und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Johannes 20,19

„Sie hatten aus Furcht die Türen verschlossen"

Ich kann mir gut vorstellen, wie es in diesem verlorenen Haufen von Männern und Frauen ausgesehen hat, die da am Abend des Ostersonntags irgendwo in einem Haus in Jerusalem versammelt waren. Fenster und Türen fest verschlossen, voller Furcht vor der Welt da draußen, der Karfreitag steckte ihnen noch in allen Gliedern, ihre Hoffnungen auf diesen Jesus waren enttäuscht, sie wussten nicht mehr weiter.

Und heute? Hinter den verschlossenen Türen spüre ich die Zukunftsangst vieler junger Menschen heute, die alles haben, nur keinen Menschen, der Zeit für sie hat. Ich spüre die Hoffnungslosigkeit der Alten und Kranken in einer Welt, in der nur Erfolg, Geld, Gesundheit und Angeben zählen, und vieles mehr.

Hinter verschlossenen Türen sitzen heute auch viele Menschen, die sensibel genug sind, die großen Leiden unserer Welt zu spüren: Umweltverschmutzung, Kriege, Butterberge und Milchseen, mit denen wir die Hungernden der Welt verspotten. Ich glaube aber, dass wir schon sehr ehrlich die Kälte von Angst, Hoffnungslosigkeit und Enttäuschung erleben müssen, um das Feuer der Leidenschaft zu spüren, mit der dieser Jesus den Paulus ergreift.

„Da trat Jesus in ihre Mitte", heißt es im Evangelium weiter. Wo Berührungslosigkeit und Gewalt Menschen beherrschen, da regiert der Tod. Wo Angst Menschen lähmt, notwendiges Neues abgeblockt wird, wird Leben verhindert. Das Leben Jesu ist voll von Begegnungen, in denen er Kranke heilt, Tote auferweckt, Menschen wieder in die Gemeinschaft hineinholt. Das ist der Geist Jesu, der Heilige Geist, der Geist Gottes.

Wie ein Feuer brennt dieser Geist voller Liebe und Frieden im ganzen Leben Jesu, in seinen Worten und Taten, brennt und blüht im leeren Grab am Ostertag und pflanzt sich unauslöschlich fort an Pfingsten, wie in Feuerzungen, in die Herzen gläubig gewordener Männer und Frauen - Christen!

Und da tritt Jesus in unsere Mitte, in die Mitte unserer Furcht, wünscht uns Frieden und Heil, begeistert uns, schenkt uns seinen Geist, gibt neue Hoffnung und Kraft. Das ist die Gnade von Pfingsten, eine Geschichte der Ermutigungen, Sendungen, Aufbrüche, also eine Geschichte, wie wir sie auch heute in dieser Welt und Gemeinde so nötig brauchen.

„Und so sende ich Euch..." Und er sendet uns, dass wir diesen Geist weitergeben. Er will, dass wir Christen aufbrechen und Hoffnungszeichen für die Welt sind. So kann Leben neu werden: wenn keiner einsam sein muss, wenn wir einander mit unserer Hoffnung anstecken, wenn wir einander auffangen, wenn einer durchhängt, uns miteinander versöhnen, wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat.

So kann Leben neu werden: wenn Menschen, die krank sind, geheilt werden; wenn Menschen nicht satt und selbstzufrieden sind, sondern hungern nach Gerechtigkeit, wenn wir leben dürfen, wie wir sind, mit unseren Ecken und Kanten - nicht angepasst, bequem und pflegeleicht!

Der Geist Jesu lebt weiter in Menschen, die nicht resignieren, sondern sich einsetzen für Frieden, für Gerechtigkeit, für die Bewahrung von Gottes guter Schöpfung.

Und er lebt in Gemeinden, in denen einer auf den anderen zugeht, die eine offene Hand haben für jene, um die sich sonst keiner mehr sorgt oder kümmert, die sich einmischen, wenn über andere Menschen der Stab gebrochen wird, die ihr Geld und ihre Zeit teilen, mit denen, die nichts mehr haben.

Und er lebt in den Gedanken und Gebeten der Menschen, die sonst nichts mehr tun können, aber keinen Menschen vergessen, die an alle denken und für sie beten, weil Gott keines seiner Menschenkinder vergisst.

Pfingsten ist Gottes Eingreifen gegen die Resignation der Menschen. Er bringt Bewegung, Be-Geist-erung, Veränderungen, Feuer in unser Leben und unsere Welt. Lassen wir uns davon anstecken!

Wie ein Feuer brennt dieser Geist voller Liebe und Friede im ganzen Leben Jesu, in seinen Worten und Taten, er brennt und blüht um das leere Grab am Ostertag und pflanzt sich fort und breitet sich aus - unauslöschlich - wie Feuerzungen - an Pfingsten in die Herzen gläubig gewordener Männer und Frauen.

Lassen wir uns davon anstecken!

nach einer Predigt von 1997, im Internet gefunden von Lutz Vogt


So wenig Jesus in mir

Ich bin immer wieder gefrustet, wenn ich merke, wie wenig von Jesus doch in mir ist. Immer wieder komme ich an Punkte, an denen ich klar sehe, wie ich so gar nicht wie Jesus reagiere, und das, obwohl ich ein WWJD (was würde Jesus tun) Armbändchen trage, das mich daran erinnern soll, wie Jesus zu reagieren.

Einer dieser Punkte ist mein Verlangen nach Gerechtigkeit. Ich wünsche mir oft, das Menschen, die mich verletzen, auch verletzt werden, oder das ihnen das geschieht, was mir geschehen ist. Letzte Woche zum Beispiel wollte ich nach einem langen, anstrengenden Wochenende Sonntag Abend noch etwas Fahrrad fahren. Aber mein Fahrrad war nicht im Schuppen. Da erinnerte ich mich, dass Martin, mein Nachbar, es sich ausleihen wollte und so musste ich warten, bis er zurück kommt. Nun, er kam ohne mein Fahrrad! Und als ich nachfragte, wo es denn wäre sagte er, es wäre nicht da gewesen.

Ich war tief enttäuscht, dass jemand einfach mein Rad genommen hatte ohne zu fragen. Besonders, da ich es sehr freizügig ausleihe und die Leute um mich herum wissen, dass sie nur zu fragen brauchen.

Also hab ich angefangen, herum zu fragen, Montag hatte ich dann alle abgeklappert und keiner hatte zugegeben, mein Bike zu haben. Da war ich sauer, und verletzt, und enttäuscht. Viele meiner Reaktionen - und wie ich mit Menschen umgegangen bin die letzte Woche - kam aus dieser Enttäuschung und diesem Schmerz heraus. Und ich wünschte dem oder derjenigen, die mein Fahrrad mitgenommen hatte, alles Mögliche, nur nichts Gutes.

Dann ist mir ein Vers aufgefallen in Hesekiel 18,23. Gott fragt Hesekiel: „Meinst du, dass ich Gefallen habe am Tod der Gottlosen, und nicht vielmehr daran, dass er sich bekehrt von seinen Wegen und am Leben bleibt?" Als ich das gelesen habe, war ich mal wieder an so einem Punkt, an dem ich gemerkt habe, wie wenig von Jesus in mir ist. Denn mir hätte es gefallen, wenn „Der Gottlose" gestraft worden wäre, wenn Gott in seiner Allmacht ihm eins drauf gegeben hätte. Doch Gott ist so anders.

In Ps. 103 lesen wir ein ganzes Loblied über die Gnade Gottes und wie er unsere Schuld uns nicht anrechnet, wie er barmherzig ist und vergibt. Dass er nicht nach unseren Sünden handelt, sondern nach seiner Gnade. Und dieser Psalm beginnt und endet mit einer Aufforderung zum Lob aus tiefster Seele.

Ich war beschämt, als ich erkennen musste, dass Gottes Wille, und das, was ihm gefällt, so ganz anders ist wie das, was mir gefallen würde. Und als ich erkennen musste, dass ich mich einer Gnade erfreue, die ich nicht bereit bin, anderen zu gewähren. Darüber hinaus habe ich gesehen, wie wenig ich Gott und seinem Schutz vertraue, denn ich habe mir nur noch Gedanken darüber gemacht, wie ich mich selbst schützen könnte, damit mir in Zukunft nichts mehr weg kommt.

Es war nicht einfach, all das in mir zu sehen, und damit auch wieder neu zu erkennen, wie sehr ich selbst Gnade und Erlösung brauche. Und ich habe angefangen, dafür zu beten, dass Gott mir sein Herz schenkt. Und ich konnte für den beten, dass Gott den, der mein Rad genommen hat, zur Umkehr leitet, und ihn segnet, und das Gott mich und das, was er mir anvertraut hat, schützt.

Und ich habe einen Schlüssel gefunden, mit diesem Frust um zu gehen, so wenig Jesus in mir zu haben. In Joh. 3,30 sagt Johannes über Jesus: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen!" In dem Maß, wie Jesus in mir wächst, in dem Maß werde ich auch abnehmen. Ich habe angefangen, einfach Jesus darum zu bitten, jeden Tag etwas mehr in mein Leben zu kommen, in mir zu nehmen, denn damit werde ich auch mehr so denken und handeln wie er, und weniger wie ich.

Erich Lotz junior


Mitarbeiterversammlung  Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung 

 

 

Auf der Mitarbeiterbesprechung am 08.05.2001 haben wir die folgenden Themen besprochen:

1. Termine

Wir haben die Termine für Juni und die noch offenen Termine für den Mai geplant.

2. Thomashof

Der Thomashof kann ein Grundstück kaufen und es gegen ein direkt an den Thomashof angrenzendes Grundstück tauschen. Der Kauf wurde bereits letztes Jahr beschlossen unter der Bedingung, dass die erforderlichen 500.000 DM durch Spenden zusammenkommen. Von diesen 500.000 DM fehlen nun nur noch 120.000 DM, so dass alle Gemeinden aufgerufen sind, noch einmal eine Spende zu leisten, insbesondere die Gemeinden, die dem Beschluss damals zugestimmt haben, aber noch nichts gespendet haben.

Wir wollen am 20. Mai eine Sonderkollekte für den Thomashof machen und an den beiden Sonntagen zuvor dazu aufrufen.

3. Hauskreis plant Alphakurs

Der Hauskreis überlegt derzeit, einen Alphakurs durchzuführen, bei dem z.B. auch Eltern der Hauskreiskinder eingeladen werden sollen. Der Hauskreis ist erst am Anfang der Überlegungen dazu, will aber bereits jetzt darüber informieren und wünscht sich die Unterstützung der Gemeinde dazu, insbesondere auch im Gebet. Da wir die Videokassetten von der Gemeinde Zweibrücken erhalten können, fallen an Kosten nur die 7,- DM pro Teilnehmerheft an.

4. Gartenpflege

Nach Doris Lichtis Reitunfall übernimmt derzeit Georg Seitz dankenswerterweise die Gartenpflege. Doris geht es inzwischen besser, aber noch nicht wieder gut.

5. Besuch des Deutschhof

Wir haben eine Liste aller Aktivitäten aufgestellt, die für die Vorbereitung des Besuchs des Deutschhofs noch erledigt werden müssen. Wir rechnen mit ca. 80 Leuten, auf die auch die Kuchenliste etc. ausgelegt ist.


Einladung zum Sommerfest

Am 17. Juni 2001 wollen wir zusammen mit der Gemeinde vom Deutschhof unser diesjähriges Sommerfest feiern.

Das Fest findet im Anschluss an den Gottesdienst im Hof von Trudel Hohmann und Doris Lichti statt.

Wir laden alle dazu herzlich ein und bitten Euch gleichzeitig, Euch beim Mitarbeiterkreis anzumelden, damit wir die ungefähre Anzahl der Teilnehmer besser schätzen können.


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