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GEMEINDEBRIEF 
Juni 2003

Grußwort 

Der Urlaub naht mit Riesenschritten und trotz aller Arbeit ist noch so viel zu tun. Der Gemeindebrief ist eines der Dinge, die noch erledigt werden müssen, Packen, Einkaufen, Wingert pflegen nur einige der anderen. Und das nach harten Wochen in der Firma, und die anstrengendste davon ist sicherlich diese Woche.

Eigentlich wollte ich ja nicht mehr von Stress im Grußwort schreiben, aber momentan beherrscht er irgendwie unseren Alltag. Da kommt eigentlich die Pfingstzeit gerade richtig, erinnert sie uns doch daran, dass der Geist Gottes auch für uns da ist. Irgendwie fällt es mir schwer, das im Alltag immer im Auge zu haben. Sicher beten wir um Gottes Hilfe und Segen. Wir haben wirklich auch genug zu danken für alle Bewahrung und Unterstützung. Aber in meinem sehr materiellen Alltag verliere ich doch leicht den geistigen Teil des Lebens aus dem Blickfeld.

Gerade deswegen ist Pfingsten eines der Feste, die viel zu schaden sind, um sie einfach als zusätzliche freie Zeit zu genießen. Ganz konkret erinnert es mich an diesen Teil meines Lebens, der viel zu oft einfach untergeht. Ostern und Weihnachten mit ihrer jeweiligen Botschaft habe ich viel öfter im Blick. Von Pfingsten kann und will ich noch etwas lernen.

Frohe Pfingsten wünscht Euch

Lutz Vogt


Geistlich arm

Herr, es ist gut,

dass du am Anfang schon sagst, woran wir sind.

Wir brauchen nichts zu bringen außer uns selbst.

Was wir brauchen, bekommen wir von deinem Vater,
umsonst, geschenkt.

Können wir uns das gefallen lassen?

Es fällt uns schwer, uns alles schenken zu lassen.

Wenn wir noch Kinder wären! Da hatten wir beim Annehmen keine Bedenken. Aber heute!

Doch sehen wir ein, dass dies der richtige Einstieg ist.

Wir sind nichts. Alles, Herr, bist du.

Nicht einmal unser Glaube ist unser eigenes Werk.

Nicht einmal die Tatsache, dass ich jetzt mit dir rede, ist mein Vermögen.

Auch den Glauben bekommen wir von deinem Vater geschenkt.

Herr, lass uns glauben. Hilf uns glauben.

Lass uns geistlich arm sein,

damit du uns reich machen kannst.

Kurt Rommel

Gefunden im Neukirchner Kalender von Karin Kuppetz


Die einfachen Schlüssel

Es ist schon komisch: wir Menschen haben die Tendenz alles kompliziert zu machen. Je schwieriger desto besser. Naaman, der Aramäische Heerführer aus 2. Könige 5 ist ein Klasse Beispiel dafür.

Dieser Naaman kommt zu Elisa, damit der Prophet ihn vom Aussatz heilt. Doch Elisa, der zuerst die Frechheit besitzt, nicht einmal aus dem Haus zu kommen, sagt diesem Fürsten nur, er solle sich sieben mal im Jordan baden. Klasse, meint Naaman, als ob es zuhause nicht genug saubere Flüsse gebe!! Doch der Diener, der mit Naaman kam hat die Sache verstanden und sagte zu seinem Herrn: „Mein Vater, hätte der Prophet eine große Sache zu dir geredet, hättest du es nicht getan? Wie viel mehr, da er nur zu dir gesagt hat: Bade, und du wirst rein sein!“

Je schwieriger, desto besser, das ist oft unsere Devise. Doch Gott scheint da ganz anders zu sein. Denn als Naaman einfach sieben mal im Jordan untergetaucht ist, da wurde er gesund. War eigentlich recht einfach.

Die zwei größten Schwierigkeiten, mit denen die meisten von uns kämpfen, sind die Fragen: „Was darf ich und was nicht, was ist noch in Ordnung und wo gehe ich zu weit?“ und „Wenn ich etwas falsch gemacht habe, wie komme ich da wieder raus?“ Bibliotheken wurden gefüllt mit Büchern, die versuchen, diese beiden Fragen zu beantworten. Gesetze wurden geschrieben und auswendig gelernt, Menschen versuchen sich zu disziplinieren und alles zu befolgen usw.

Ganze Wissenschaften wie Psychologie und so beschäftigen sich damit, den Schaden, den Menschen durch Fehlverhalten erlitten haben, wieder in Ordnung zu bringen. Und doch ist die Antwort und das Angebot Gottes so einfach!

Wenn es um die Frage geht, was ein Fehler ist, liegt der Schlüssel schon ganz am Anfang in der Bibel. Denn da steht beschrieben, was passiert, wenn wir etwas falsch machen: wir schämen uns. Denn als Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis gegessen haben, da haben sie den einzigen Fehler gemacht, den sie überhaupt machen konnten. Und ihre erste Reaktion war Scham. Sie haben sich geschämt, da sie realisierten, dass sie nackt waren. Sie hatten auf einmal das Bedürfnis, sich zu bedecken, sich zu verstecken.

Das zweite war die uns allen nur allzu bekannte Reaktion, dass sie die Verantwortung auf jemand anderen abwälzen wollten, als sie auf die Sache mit dem Baum angesprochen wurden. Adam versuchte Eva die Schuld zu geben, Eva der Schlange.

Der Schlüssel, wenn es um unser Handeln geht, ist einfach: Lass einfach die Sachen bleiben, für die du dich schämen müsstest, die du gerne verstecken möchtest und für die du die Verantwortung nicht gerne übernimmst. Keine dicken Gesetzbücher, keine zehntausend Regeln, eigentlich ganz einfach.

Der Schlüssel zur zweiten Frage, wie gehe ich mit meinem Versagen um, wie kann ich reparieren, ist ähnlich einfach: Du kannst es nicht, aber Gott will es für dich tun!

Und wieder war es von Anfang an so. Denn als die Menschen sich nackt fühlten, hat Gott selbst für sie die ersten Kleider gemacht um ihre Scham zu bedecken (1. Mo. 3,21). Der Schlüssel ist einfach, verstecke dein Versagen nicht sondern bekenne es vor Gott, suche keine Entschuldigungen, schiebe Deine Verantwortung nicht auf andere, er ist der, der gerne vergibt und gerne hilft (1. Joh. 1,9).

Ich selbst kenne das Naaman Gefühl nur zu gut, wie bestimmt die meisten von uns. Das klingt alles doch ein bisschen zu einfach. So simpel kann es doch nicht sein! Doch als Naaman sich dazu durchgerungen hat, Gottes einfache Lösung zu versuchen, wurde er geheilt. Vielleicht ist es an der Zeit, von seinem Beispiel zu lernen.

Erich Lotz junior


Mitarbeiterversammlung  Mitarbeiterbesprechung 

 

Bericht über die Mitarbeiterbesprechung vom 15.05.2003:

Heiner liest aus Jes. 65, 24 und Matth. 6,8, dazu eine Erläuterung und spricht ein Gebet.

1. Termine
Festlegung der Termin für den Monat Juni und Gottesdienstleitung für den 18.05.2003 und 25.05.2003. Axel übernimmt den 25.05 und Heiner klärt den Dienst für den 18.05.

2. Bibelbus 2003
Gespräche über den Dienst im Bibelbus: Titin und Udo bericht über ihren Einsatz und Udo über den Vortrag am Dienstag Abend in der Stadtmission.

Der Abend endet mit gemeinsamem Gebet.

Christel Lotz


Geist aus Gott,
du bist wie ein Feuer
in den Menschen erwacht, damals.
Entzünde uns von innen,
dass ein Feuer in uns aufbricht,
das Feuer einer leidenschaftlichen Liebe.

Jörg Zink

 


Die Frage der Engel

Eine alte christliche Legende erzählt:

Der zum Himmel auffahrende Christus wurde von den Engeln, die ihn begleiteten, gefragt: „Was wird aus dem Werk, das du auf Erden begonnen hast, wenn du im Himmel bist? Werden nicht bald deine Worte und Taten, dein Leben und Leiden vergessen sein?“

Da zeigte Jesus auf seine Jünger, die vom Berg der Himmelfahrt hinabstiegen, und sagte: „Ich habe meine Jünger. Sie habe ich in die Welt gesandt.“

Doch die Engel fragten weiter: „Aber Herr, wenn die versagen, welchen Plan hast du dann?“

Dem Himmel nahe, antwortete Christus:

„Ich haben keinen anderen Plan.“


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