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GEMEINDEBRIEF 
Juni 2005

Grußwort 

Der Mai liegt hinter uns und damit auch der Monat der langen Wochenenden - wenigstens in diesem Jahr. Schön war’s ja, 3 oder auch mal 4 Tage am Stück frei zu haben, und bis zum nächsten langen Wochenende ist es wieder ein ganzes Stück hin.

Dabei ist es eigentlich schade, dass wir oft in diesen Begriffen denken. Ich habe vor einigen Wochen einen Kurz-Kommentar im Radio gehört, in dem ein Pfarrer es schade fand, dass wir nur noch von „Wochenende“ reden - und dabei den Sonntag (und auch den Feiertag des langen Wochenendes) ganz vergessen. Nun, das kann uns natürlich nicht passieren, gehen wir doch jeden Sonntag Morgen in die Kirche.

Aber für die meisten Menschen ist inzwischen der einzige Unterschied zwischen Samstag und Sonntag, dass sie Samstags einkaufen können und Sonntags eben nicht. Und selbst das verwischt sich langsam, denn Brötchen gibt’s beim Bäcker morgens und an der Tankstelle nötigenfalls die Dinge des täglichen Bedarfs.

Der Pfarrer im Radio kam zu dem Schluss, dass er das Wort „Wochenende“ zu vermeiden sucht - er wünscht lieber einen schönen Sonntag, was die Menschen daran erinnern soll, dass es nicht um einen weiteren freien Tag geht, sondern um den Tag des Herrn.

Ich habe damit noch meine Schwierigkeiten. Nicht mit der Idee an sich, die finde ich gut, vor allem, weil es mich selber daran erinnern kann, diesen Tag des Herrn nicht aus den Augen zu verlieren. Aber es ist unglaublich schwierig, den Kollegen am Freitag Abend nicht ebenfalls ein schönes Wochenende zu wünschen, wenn sie sich mit einem fröhlichen „schönes Wochenende“ verabschieden. Irgendwann werde ich es aber mal probieren.

Einen schönen Juni wünscht Euch

Lutz Vogt


Glück - was ist das?

Was macht glücklich? Wie muss Glück sein, um es als solches zu empfinden? Obwohl Glück nicht nur zu fühlen, sondern auch zu sehen und zu hören ist, wie in den strahlenden Augen und Stimmen glücklicher Menschen, ist es nur schwer zu erfassen.

Glück - was ist das? Dies Frage beschäftigt seit der Antike immer wieder die Philosophen, Theologen und Psychologen. Die Bibel, die im Alten Testament etwa vierzigmal von Glück spricht, sagt: „Wer auf das Wort achtet, findet Gutes, und glücklich der, der dem Herrn vertraut“ (Sprüche 16:20).

Die Bergpredigt Jesu beginnt mit einem achtfachen „Glückselig“ für Menschen, die Gott suchen, erkennen und vertrauen. Diese so genannten Seligpreisungen und das Bei-Gott-Sein als ein Ausdruck für das menschliche Glücksverlangen macht eine Eigenschaft des Glücks deutlich: sein Flüchtigkeit. Dieses Dilemma beschreibt die Bibel deutlich im Buch Hiob.

Doch im Erdenleben in der Abwesenheit von Glück schon Unglück zu sehen, ist erstens zu einfach und zum zweiten nur die halbe Wahrheit; weil Armut, Unfall oder Krankheit zwar Unglück ist, doch andererseits Bewahrung, Gesundheit und ein ausreichender Wohlstand nicht unbedingt glücklich macht. Auch die besten Lebensumstände machen den, der alles selbstverständlich nimmt, nicht glücklich.

„Glückselig der, dessen Übertretung vergeben, dessen Sünde zugedeckt ist“. Schuld und Sünde belasten das Gewissen jedes Menschen, weshalb er dann wirklich glücklich werden kann, wenn er Gott seine Sünden bekannt und dieser ihm aufgrund des Opfertods von Jesus Christus vergeben hat.

gefunden von Christel Lotz im HEROLD


Mitarbeiterversammlung  Mitarbeiterbesprechung 

Bericht über die Mitarbeiterbesprechung vom 12.05.2005:

Heiner liest Losung und Lehrtext, Psalm 40,11 und Apostelgeschichte 26,25, dazu eine Auslegung und spricht ein Gebet.

1. Termine

Wir haben die Termine für Juni festgelegt.

Udo erinnert an weitere Termine: Das Missionsfest in Öffingen am 23. Oktober und den Ausflug der Kinder am Sonntag, den 24. Juli.

2. Gemeinsamer Gottesdienst der Neustadter Mennonitengemeinden

Udo berichte über das Vorbereitungstreffen zum gemeinsamen Gottesdienst der Neustadter Mennonitengemeinden. Das nächste Treffen ist am Montag, den 4. Juli.

Der Abend endet mit gemeinsamem Gebet.

Christel Lotz.


Der Mensch, das Leben, die Welt werden gelingen,

wenn sie jeden Tag durchdrungen werden

von der Liebe Christi.

Schon heute werden sie verwandelt sein,

morgen werden sie auferstehen

Michel Quoist (1921 - 1997), französischer Theologe und Autor

gefunden im Internet von Lutz Vogt


Der Prozess Jesu

Was geht hier vor? Kein gewaltiger Kampf wird geführt; keine erschütternden Antworten werden gegeben; keine geheimnisvolle Größe bricht durch, welche die Gegner bezwänge oder auf ihr Verhalten wirklich Einfluss hätte, und wäre es nur so, dass sie aus der Fassung kämen. Der Prozess geht genau den beabsichtigten Gang, erzielt das vorhergesehene Ergebnis und Jesus kämpft nicht. Er beweist nicht. Er widerlegt nicht. Er greift nicht an. Er lässt dem Geschehen freien Lauf. Sein Schweigen macht, dass geschieht, was geschehen soll.

Romano Guardini (1885 - 1968), italienisch-deutscher Religionsphilosoph 
gefunden im Internet von Lutz Vogt

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