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GEMEINDEBRIEF

März 1998

Grußwort

Seit drei Jahren erscheint der Gemeindebrief nun in seiner neuen Form, Zeit für einen Jahresrückblick. Ihr findet Ihn gegenüber auf Seite 3. Er zeigt, daß jedes Jahr immer wieder neue Themen interessant sind.

Ein Thema freilich bleibt aktuell und findet sich in jeder Märzausgabe seither: mehr Autoren für unseren Gemeindebrief! Bestimmt gibt es noch mehr aus der Gemeinde zu berichten, die eine oder andere Aktivitäten blieb vielleicht unerwähnt. Daher der Aufruf: wer etwas über die Gemeinde schreiben kann oder will, wer etwas Interessantes gefunden hat oder etwas anderes zum Gemeindebrief beitragen möchte, der gebe es bitte an uns weiter!

Einen Beitrag vermag ich vielleicht in nächster Zeit zu beizusteuern: das erste Mal habe ich nämlich auch mit Doris Lotz im Tschad erfolgreich elektronische Post ausgetauscht, so wie das einst mit Erich Lotz in Baltimore gut funktioniert hat. Vielleicht ergibt sich ja auch die Möglichkeit, einen Bericht ihrer Arbeit im Gemeindebrief zu veröffentlichen.

Auf den einen oder anderen Beitrag aus der Gemeinde freut sich


Lutz Vogt




Einladung zur Gemeindeversammlung

Am Sonntag, den 15.03.97, findet um 15:00 Uhr die alljährliche Gemeindeversammlung statt.

Der Vorstand hat folgende Tagesordnung beschlossen:

1. Jahresbericht

2. Kassenbericht

3. Bericht des Kassenprüfers

4. Entlastung von Vorstand und Rechner

5. Bericht über verschiedene Arbeiten in der Gemeinde

6. Verschiedenes

Alle getauften Gemeindeglieder sind zur Gemeinde-versammlung herzlich eingeladen. Wir würden uns über eine zahlreiche Teilnahme sehr freuen.


Vollkomene Hingabe

In 2. Samuel 23, 8-17 finden wir die Geschichte von David und drei seiner Freunde. David, in der Zeit, als Saul ihn verfolgte, versteckte sich in den Höhlen in den Bergen ungefähr 16-18 Kilometer von seiner Heimatstadt, Bethlehem. Er kannte diese Gegend sehr gut aus seiner Zeit, als er dort die Schafe seines Vaters hütete. Doch er sehnte sich nach seinem Zuhause und es tat David weh, daß die Philister sein Bethlehem besetzt hielten. In dieser Situation, als David sich an die schönen Zeiten zu Hause erinnerte, sagte er: "Wer will mir zu trinken holen aus dem Brunnen am Tor in Bethlehem?" Das bekamen seine drei Freunde mit, denen für ihren Herrn nichts zu viel war. Sie kannten David und wußten, daß er nicht nur durstig war, sondern das seine Seele litt unter der Situation, in der er sich befand. Und sie sahen die Möglichkeit, ihm einen Herzenswunsch zu erfüllen. Und so machten sie sich zu dritt auf den Weg. Gingen zu Fuß die 16 Km durch bergige Wildnis nach Bethlehem, kämpften sich zu dritt durch das Heer der Philister, holten einen Becher Wasser aus dem Brunnen, kämpften sich zurück durch das Heer, bevor sie sich auf den langen, beschwerlichen Weg zurück machten.

Zurück in der Höhle übergaben sie das Wasser David. Der weigerte sich jedoch es zu trinken, denn er hielt sich nicht für würdig, etwas anzu-nehmen was mit so viel Mühe verdient und unter Einsatz des Lebens seiner Männer erkämpft wurde. David tat seinen Männern die größte Ehre an, die sie sich vorstellen konnten, er goß das Wasser als Trankopfer vor Gott aus und sagte ihnen somit, daß ihr Liebesdienst würdig war, vor Gott gebracht zu werden.

Mich hat diese Hingabe und Verbundenheit dieser drei Männer, die später im ganzen Reich Davids als DIE DREI bekannt wurden, berührt. Da war eine tiefe Freundschaft, eine Liebe, die diese Männer zu ihrem Herrn hatten, die mich beschämt. Ja, sie sahen, daß David bereit war, auch für sie alles zu geben, als er zum Beispiel die Schaubrote aus dem Tempel für sie holte und damit für sie sogar den Zorn Gottes riskierte, doch ihnen war kein Weg zu weit, keine Gefahr zu groß und kein Risiko zu hoch, wenn es um die Wünsche ihres Herrn ging.

Die Drei kannten David und wußten, wie sehr er unter der Belagerung Bethlehems litt. Und nur um ihm etwas Linderung zu verschaffen, riskierten sie ihr Leben.

Wenn ich eine solche Hingabe sehe oder von ihr lese, frage ich mich, wie es um meine Liebe Jesus gegenüber steht. Die Drei haben nicht gesagt: "Ein anderer Becher Wasser tut es auch!" oder "Der Weg ist doch etwas weit, das ist aber nicht effektiv!" oder "Was riskieren wir?". Sie sahen nur das Herz ihres Herrn und reagierten mit allem, was sie zu geben hatten, und lebten, was in Offenbarung 12, 11b steht "... und haben ihr Leben nicht geliebt, bis hin zum Tod!" Und das alles für einen menschlichen Herrn.

Wie oft, wenn mir bewußt wird, was Jesus von mir möchte, reagiere ich ganz anders. Ich denke mir oft, daß das andere Wasser, das leichter zu holen ist, doch genauso gut ist. Ich sehe den Weg durch die Wildnis und sage "es ist zu weit". Oder es ist nicht effektiv genug. Ich schaue auf das Risiko und denke, es könnte mir in irgend einer Weise schaden und stelle mein eigenes Wohl vor das meines Herrn und lasse es dann lieber bleiben.

Die Drei sahen weder die Mühe, noch das Risiko, sie sahen das Herz ihres Herrn, das litt, und sie litten mit ihm. Und diese Leidenschaft trug sie durch die Strapazen und den Kampf. Und in dieser Leidenschaft für ihren Herrn sahen sie auch nicht die Gefahr für sich selbst, sondern nur den Segen für ihren Herrn.

Laßt uns darum beten, daß die gleiche Leidenschaft gegenüber Jesus uns erfaßt, damit wir sein Herz spüren und unser Leben dahingehend verändert wird, daß wir nur noch ihn verherrlichen wollen, egal was es uns kostet. Denn dann werden auch wir erleben, was die Drei erlebt haben, daß das, was sie zu bringen hatten, als würdig erachtet wurde, vor Gott zu bestehen und wir werden einmal hören: "Gut gemacht, mein treuer Knecht!"

Erich Lotz junior


Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung

Auf der Mitarbeiterbesprechung am 10.02.98 wurden folgende Themen besprochen:

1. Gemeindefreizeit

Für die Gemeindefreizeit vom 26. bis 28.06.98 werden noch Themen gesucht. Wenn Ihr Vorschläge habt, wendet Euch bitte an den Mitarbeiterkreis.

2. Gemeindeversammlung

Die Gemeindeversammlung wird am 15. März um 15:00 Uhr statt-finden (siehe Einladung gegenüber). Die Tagesordnung wurde vorgestellt und kurz besprochen.

3. Termine

Die Termine für den März wurden besprochen

4. Sonstiges

Die nächste Delegiertenversammlung wird am 28.3.98 in Backnang stattfinden.


Gebet eines chinesischen Christen

Gott, Du hast mich in Deinen Dienst genommen.

So laß mich Klammer sein, die zusammenhält.

Ein Zündholz, das die Liebe entfacht.

Laß mich Dach sein unter dem alle zu Hause sind.

Ein Haus, das offen steht.

Laß mich Wegweiser sein, der auf Dich zeigt.

Treibstoff, der in Bewegung hält.

Laß mich leben mit Dir und in Dir, mit und in Deinem Volk.

(Anton Rotzetter, in seinem Gebetbuch: Gott, der mich atmen läßt)


Jahresrückblick aus Sicht des Gemeindebriefs

Den Gemeindebrief in seiner neuen Form gibt es nun seit drei Jahren, was wir wieder mit einem Rückblick auf das vergangene Jahr verbinden wollen. Die hier aufgelisteten Themen sollen und können den Jahresbericht auf der Gemeindeversammlung allerdings nicht ersetzen.

Im April letzten Jahres, vom 11.-13.04.97, wurde die erste Gemeinde-freizeit seit langer Zeit im Haus "Maria Rosenberg" in Waldfischbach veranstaltet. Nur eine Woche zuvor, am 06.04.97, fand die Einsetzungsfeier von Erich Lotz junior auf dem Deutschhof statt. Drei Jahre lang war Erich stets in unserer Gemeinde präsent, seit letztem April steht er in der Verantwortung auf dem Deutschhof. Seit April veröffentlichen wir auch den Kirchendienst regelmäßig im Gemeindebrief, ein Beschluß der letzten Gemeindeversammlung vom 16.03.97.

Am 1. Mai wurde der Jungschartag im Diakonissen Mutterhaus in Lachen-Speyerdorf veranstaltet. Die Kinderstunde nahm als Schar rasender Reporter teil und schrieb einen Bericht darüber im Juni-Gemeindebrief. Im Juni hatten wir auch den ersten Gemeindegottes-dienst, da wir nicht genügend Prediger hatten. Der Gemeindegottes-dienst, den wir seither schon häufig miteinander gefeiert haben, ist aber viel mehr als ein Lückenbüßer für fehlende Prediger, sondern Ausdruck lebendiger Gemeinde!

Im August hatten wir den ersten Werbespruch für Gott im Gemeinde-brief, im September erstmals ein direkt auf den Titel gedrucktes Bild, statt des bisher stets gleichen Fotos, das nach Fertigstellung hinzukopiert wurde. Seither hatten wir verschiedene Bilder, wie auch das Bild diesen Monat ein neues "altes" Bild ist.

Am 28.09.97 war der Aussendungsgottesdienst für Doris Lotz, die kurze Zeit später in den Tschad flog, um dort ihre Missionsarbeit fortzusetzen. Am 12.10.97 feierten wir unser Erntedankfest, am 26.10.97 das Erntedank und Missionsfest des Verbands dt. Mennonitengemeinden. Auch am 21.09.97 waren wir unterwegs, diesmal zur Herbsttagung der Konferenz süddeutscher Mennonitengemeinden. Am 01. und 02.11.97 wurde schließlich das Gemeindezentrum in Sinsheim eingeweiht. Bei der Feier überbrachte Elfriede Toews Grußworte und ein Präsent unserer Gemeinde.

Diese Aufstellung ist sicherlich nicht vollständig, zeigt aber, daß das Gemeindeleben auch in den letzten 12 Monaten vielseitig und lebendig war!

Lutz Vogt

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