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GEMEINDEBRIEF 
Mai 2001

Grußwort 

Oft tippe ich den Monatsspruch ja nur ab, ohne ihn wirklich genau zu lesen. Das geht mir sogar mit dem ganzen Gemeindebrief so: Wenn ich ihn nach einigen Tagen wieder in der Hand halte, bin ich manchmal selbst erstaunt, was da so alles drin steht. Wenn ich Artikel intensiv Korrektur lese (wobei ich trotzdem manchmal Druckfehler übersehe), dann erschließt sich mir der Inhalt des Artikels oft erst später beim Durchlesen des gedruckten Gemeindebriefs.

Bei diesem Monatsspruch ist es anders, weil er mich gleich beim ersten Durchlesen angesprochen hat. Weder ist meine Rede allezeit freundlich, auch wenn ich mich stets darum bemühe, noch ist sie immer mit Salz gewürzt. Meistens merke ich ja gleich, dass die Rede alles andere als freundlich war oder eben, dass das Salz gefehlt hat. Manchmal geht das aber auch unter. Von daher ist dieser Spruch ein wunderbarer Wahlspruch und Ansporn zugleich.

In letzter Zeit habe ich von einigen meiner zahlreichen Kollegen erfahren, dass sie gläubige, manchmal auch engagierte Christen sind, in unterschiedlichen Gemeinden und Kirchen. Das war bisher immer ein wenig Zufall, und deshalb denke ich, wenn ich (und jeder von uns) den Monatsspruch besser beherzigen würde, würden wir „echten" Christen einander manchmal leichter erkennen.

Einen schönen Mai wünscht Euch

Lutz Vogt


Nachlese zur Gemeindeversammlung vom 18.03.2001

 Heiner Becker eröffnete die Versammlung mit einem Bibelzitat aus Psalm 103 und einem Gebet. Nach einem gemeinsam Lied stellte er fest, dass ordnungsgemäß eingeladen wurde. Auch die Gäste durften bleiben.

Tagesordnungspunkt (TOP) 1 war der Jahresbericht. Hier einige der wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres:

Irmgard Lichti verstarb am 14.3., Harald Fritz im April. Vom 24.3. bis 26.3. fand die Gemeindeversammlung statt, am 14.6. die MERK in Ludwigshafen. Am 10.6. heirateten Ruth Faust und Oliver Thulke in unserer Kirche. Am 20.6. besuchte die Frauengruppe die Landesgartenschau in Kaiserslautern auf Einladung der Gemeinden Sembach-Kühbörncheshof. Am 20.8. wurde Lukas Adams eingesegnet, am 3.9. besuchte die Gemeinde den Deutschhof, am 17.9. die Herbsttagung der KSM in Wössingen und am 22.10. das Herbst- und Missionsfest in Weissach im Tal. Ein weiterer Höhepunkt war der Eröffnungsgottesdienst in den neuen Räumen am 10.9.! Am 17.12. schließlich fand die Weihnachtsfeier statt.

Heiner Becker dankte allen Mitarbeitern für ihren Dienst: Den Wortverkündigern, Christel Lotz für die Frauenstunde, Titin Dalügge für den Kinderhauskreis, Karin Kuppetz für den Orgeldienst, Lutz Vogt für den Gemeindebrief und die Internetseite sowie Doris Lichti für die Gartenarbeit und Christel Lotz für die Schriftführung. Vor allem dankte er Gott für seine Liebe, seinen Segen und für die Räume! Der Jahresbericht wurde ohne Einwände angenommen.

Den Kassenbericht (TOP 2) teilte Harald Becker aus und erläuterte ihn näher. Im Kassenprüfungsbericht (TOP 3) bestätigte Klaus Dalügge, dass alle Buchungen einwandfrei erfolgten. Auf der Kostenseite sollte geprüft werden, ob man die Gebühren für die beiden Girokonten reduzieren kann. Ferner wurde angemerkt, dass es Gemeindeglieder gibt, die keinerlei Beiträge entrichten (auch nicht den festgelegten Mindestbeitrag), für die aber Beiträge an den Verband abgeführt werden.

Die Gemeinde entlastete Vorstand und Rechner einstimmig (TOP 4).

Bei den verschiedenen Berichte aus der Gemeinde (TOP 5) informierte Christel Lotz über die Frauenstunde, die jetzt in den Räumen stattfindet, und die Bibelstunde, die jetzt Mittwochs stattfindet und zu der momentan leider nur 4 Teilnehmer kommen. Titin Dalügge berichtete über die Kinderstunde, die jetzt ebenfalls in den Räumen stattfindet, und die verschiedenen Aktivitäten. Momentan haben sie das Motto „was würde Jesus tun". Schließlich informierte Axel Dalügge über den Hauskreis, der derzeit aus 4 Ehepaaren besteht und Pastor Emil im Tschad unterstützt.

Zu den wichtigsten Beschlüssen unter Verschiedenes (TOP 6) gehörte, dass wir die Gemeinderäume auch außerhalb der Gemeinde vermieten wollen, ohne dafür jedoch Werbung zu machen. Dabei soll nicht geraucht werden, die Miete für einen Abend beträgt ca. 120 DM. Weiter ist für das Jahr 2002 wieder eine Gemeindefreizeit geplant, entweder auf dem Deutschhof oder bei einer anderen Tagungsstätte. Am 17. Juni ist das Sommerfest zusammen mit dem Deutschhof. Schließlich bat Axel Dalügge darum, jemand anderes als Delegierten für die Delegiertenversammlung zu benennen. Udo Adams übernimmt dieses Amt.

Die Gemeindeversammlung wurde mit einem Gebet von Erich Lotz und einem gemeinsamen Lied beendet. Anschließend trafen wir uns zum gemeinsamen Mittagessen in den Gemeinderäumen.

Lutz Vogt


Jabez, wer war denn das?


Es gibt Bibeltexte, die sind soooo langweilig, wenn nicht sogar noch langweiliger. Zum Beispiel diese endlosen Listen von Namen in der Chronik und so. Namen und Namen und noch mehr Namen, einer nach dem anderen und keiner bedeutet wirklich etwas. Ah ja, in einer anderen Kultur vielleicht, aber bei uns?? Einige Mennoniten werden sich vielleicht noch an diesen Texten freuen, denn wir sind ja auch stolz auf unsere Geschichte und es interessiert uns, wo wir her kommen und wer mit wem verwandt ist, aber so etwas?? Also ehrlich gesagt, lese ich diese Stammbäume wenn ich abends nicht schlafen kann, das hilft immer!

Um so erfreulicher ist es, wenn in einem dieser Texte mal etwas Unvorhergesehenes passiert. 1. Chronik 1-9, 9 Kapitel lang, nur Aufzählungen von Namen und Ämtern, und zwischen drin, ganz versteckt und meist übersehen, steckt dieser Typ Jabez. In 1. Chronik 4, 9+10. Nur zwei Verse. Doch dieser Mann, von dem wir eigentlich gar nichts wissen, denn er taucht weder vorher noch nachher wieder auf, dieser Mann hat es geschafft, dass der Geschichtsschreiber inne hält. Der Schreiber hält auf einmal in seiner Aufzählung an, und erinnert sich an diesen Jabez. Etwas in dem Leben dieses Menschen muss etwas Besonderes gewesen sein, denn man erinnert sich an ihn und es wird dem Chronisten wichtig, in diesem Fall etwas mehr Information zu geben.

Das beeindruckt mich. Dieser Jabez muss mit seinem Leben einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Denn Generationen später hebt sich sein Name heraus aus der Masse. Was war den so besonders an diesem Typ??

Das erste, das berichtet wird, ist, dass Jabez angesehener war als seine Brüder. Das ist verwunderlich mit einem Namen wie Jabez. Jabez bedeutet Schmerz oder Leid und seine Mutter hatte ihn so genannt, da es wahrscheinlich eine schwere Geburt war. Auf der anderen Seite wurde sein Name auch nicht geändert, wie es nicht
selten passiert ist, und das spricht dafür, das Leid und Schmerz schon etwas war, das diesen Jabez beschrieben hat. Er muss kein leichtes Leben gehabt haben.

Das zweite, das berichtet ist, ist wie dieser Mann gebetet hat. Es heißt, er betete zu dem Gott Israels. Er bat um Segen, darum, dass Gott seinen Einfluss vermehrt, Gottes Kraft und Gegenwart in seinem Leben und um Schutz vor dem Bösen. Und Gott erhörte sein Gebet.

Ich möchte an dieser Stelle nicht auf dieses Gebet und seine Auswirkungen eingehen, obwohl das sehr interessant wäre. Was mich ergriffen hat, ist die Tatsache, dass man sich an diesen Jabez erinnert hat, Generationen später. Und das bringt mich zum Nachdenken über mein Leben. Wenn ich einmal alt bin und auf mein Leben zurück blicke, was möchte ich, dass ich sehe? Werden sich Menschen an mich erinnern, wenn ich nicht mehr da bin? Was bleibt am Ende?? Und wenn in 5 oder sogar 10 Generationen geforscht und berichtet wird, wird sich mein Name herausheben aus der Masse? Und wenn ja, an was werden sich meine Nachkommen erinnern??

Je mehr ich über diese Dinge nachdenke, desto mehr bewundere ich diesen Jabez. Ich würde mir wünschen, dass sich die Generationen nach mir daran erinnern, wie ich gebetet habe, und dass Gott geantwortet hat. Ich möchte bekannt sein dafür, wie meine Gottesbeziehung mein Leben geformt hat. Ich möchte, dass einmal auf meinem Grabstein steht: „Erich Lotz, ein Mann, der Gott kannte!"

An was sollen sich die Generationen nach uns erinnern, wenn sie deinen Namen lesen? Das liegt in deiner und in meiner Hand, lass uns so mit Gott leben, dass wir einen „Jabez Eindruck" hinterlassen!

Erich Lotz junior


Mitarbeiterversammlung  Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung 

Auf der Mitarbeiterbesprechung am 10.04.2001 haben wir die folgenden Themen besprochen:

1. Termine

Wir haben die Termine für Mai und die noch offenen Termine für den April geplant.

2. Kanzeltausch

Jürgen Schowalter übernimmt, eventuell, den Predigtdienst in Sinsheim am 27.05.2001

Die Mitarbeiterbesprechung fiel kürzer aus als normalerweise. Ein Teil der sonst Anwesenden war verhindert. Diejenigen, die teilgenommen haben, waren auch nicht gerade fit, sondern erkältet.

Christel Lotz

 

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Nachruf

Im März erreichte uns die Nachricht vom Heimgang von Frau Maria Elisabeth Hertzler, geb. Werth, die Ehefrau von Theodor Hertzler, einem ehemaligen Glied unserer Gemeinde. Sie verstarb am 14. März 2001, im Alter von 91 Jahren.

Die letzten Jahre lebte Maria Elisabeth Hertzler bei ihrer Tochter Gisela Funk in Ichtegem, Belgien, wo sie auch beigesetzt wurde.

Den Kindern und der Familie möchten wir unser tief empfundenes Mitgefühl aussprechen.


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