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GEMEINDEBRIEF 
Oktober 2000

Grußwort 

Oktober ist der Monat des Erntedanks - des Ausrufezeichens im Kirchenjahr, wie ich bei der Suche nach einem Erntedank-Artikel gelesen habe.

Auch wir haben viel zu danken: für die wunderbare Welt, die Gott geschaffen hat, für die gute Arbeit, die wir haben, nicht zuletzt auch für den wunderschönen Urlaub, den wir hatten und in dem wir Gottes Natur bewundern durften.

Auch wir als Gemeinde haben allen Grund, an diesem Erntedankfest besonders zu danken: Die neuen Gemeinderäume sind Ernte, die wir dieses Jahr einfahren durften!

Einen schönen Oktober wünscht Euch

Lutz Vogt


Du krönst das Jahr mit deinem Gut,
und deine Fußtapfen triefen von Segen.

Psalm 65,12

Einer der beliebtesten Feiertage in den Vereinigten Staaten ist der Thanksgiving Day, der Danksagungstag. Seitdem ich ihn in einer amerikanischen Familie mitfeiern durfte, denke ich: Unser Erntedankfest sollte noch umfassender Danksagungstag werden als bisher.

Wir haben allen Grund zu danken: für die Ernte dieses Jahres und aller daraus fließenden Güter. Aber mehr noch für den uns geschenkten Lebensraum, in dem wunderbarerweise immer noch Leben wächst und gedeiht. Nicht um den Wirtschaftsstandort Deutschland oder Europa geht es, sondern um den Lebensstandort Erde.

Wenn wir mit Psalm 65 entdecken und beherzigen, dass der alles befruchtende Segensstrom vom Heiligtum ausgeht, wo man Gott in der Stille zu Zion lobt, wo man betet und Gelübde hält (V.2), dann kann Umkehr und Erfahrung von Segen beginnen. Wir können unsere Erde zur Wüste machen. Wir können aber auch anfangen zu danken und mit Gottes Segen in all unserer Arbeit zu rechnen.

So werden Oasen in der Wüste und Auen in der Steppe entstehen. Und die gequälte Erde und alle ihre Geschöpfe werden aufatmen.

gefunden im Neukirchner Kalender von Karin Kuppetz


Eine Frage des Fokus

Lange sind wir nun Elija und Elisa gefolgt. Von Gilgal über Bethel nach Jericho, und von dort an den Jordan und haben ihn überquert. All das finden wir in 2. Könige 2. Und jetzt sind wir am Ende dieser Reise angekommen. Angefangen haben wir auf der Suche nach der doppelten Salbung, dem doppelten Segen der Eltern. Unser Anliegen war, von unseren Vorvätern zu lernen, aber dort auch nicht stehen zu bleiben, sondern weiter zu gehen und auf der Grundlage, die sie gelegt haben, weiter zu bauen.

Wir sind also Elisa gefolgt, der seinem Mentor und geistlichen Vater Elija gefolgt ist und einige Orte angesteuert hat, die schon für Josua von Bedeutung waren, nachdem sein Mentor Mose ihn verlassen hatte. Und nun stehen wir an der letzten Station, bevor Elisa wirklich seinen Dienst aufnimmt.

Elija und Elisa wissen beide, dass ihre gemeinsame Zeit vorbei ist. An diesem Punkt gewährt Elija Elisa eine letzte Bitte. Und Elisa bittet um eine doppelte Portion der Salbung, die auf Elija war. Doppelt soviel Kraft und Autorität durch den Geist Gottes wie es sein Lehrer hatte??? Ist das nicht ein bisschen gewagt und übermütig? Kann man so etwas denn erbitten?? Ich denke, es war sehr demütig von Elisa, darum zu bitten, denn er verstand zwei Dinge:

1. Er wusste, dass er nicht so weit und so reif war wie sein Mentor und dass er von daher für die gleiche Aufgabe doppelt soviel Hilfe benötigte wie Elija und er hatte die Demut, um diese Hilfe zu bitten.

2. Elisa wollte nicht bei dem stehen bleiben, was sein Lehrer ihm mitgegeben hatte, er wollte weiter gehen. Er hatte gesehen, wie weit Elija gekommen war und wusste, dass er doppelt soviel der Zuwendung Gottes brauchte, um von dem erreichten Punkt aus weiter zu gehen.

Auch wir müssen diese beiden Punkte lernen. Wenn wir Reich Gottes bauen wollen, können wir das nicht aus eigener Kraft, wir brauchen die Kraft des Heiligen Geistes, die Salbung Gottes. Und wir müssen verstehen, dass Gott uns unser geistliches Erbe nicht gegeben hat, damit wir darauf sitzen bleiben und uns nach der Zeit zurück sehnen, als die Mennoniten noch effektiv waren, sondern um daran an zu knüpfen und es weiter zu tragen. Und um dieses Werk weiter zu entwickeln, das Gott mit unseren Vorvätern angefangen hat und das er durch uns nicht nur konservieren sondern weiterführen möchte, brauchen wir auch die doppelte Portion der Kraft und Autorität, die die ersten Täufer hatten.

Nun, Elisa bat also um das Doppelte von dem, was er in Elija sah. Doch davor musste er sich noch in einer Prüfung bewähren. Elija wusste, dass nur Gott eine solche Bitte gewähren konnte. Und er wusste, auf was es ankam. Elija sagte Elisa, dass Gott seine Bitte erfüllen würde, wenn er ihn sehe, während er weggenommen wurde. Und dann ging der Himmel auf, ein feuriger Wagen kam aus dem Himmel, nahm Elija auf und verschwand wieder gen Himmel.

Ich weiß nicht, auf was ich in einem solchen Moment gesehen hätte. Auf den offenen Himmel, auf dieses überwältigende Schauspiel des feurigen Wagens mit diesen feurigen Pferden?? Auf mich selbst?? Hätte ich Angst gehabt oder angefangen, mir theologisch oder wissenschaftliche Gedanken zu machen, ob das denn überhaupt möglich ist??

Elisa sah weiter auf Elija. Er ließ sich nicht ablenken von dem spektakulären Ereignis, das er zweifellos mitbekam. Er kümmerte sich auch nicht um sich selbst. Er sah weiter auf seinen Herrn. Er behielt die Ausrichtung, den Fokus, auf seinen Herrn zu schauen. Er ließ sich nicht ablenken.

Wir sehen oft auf alles mögliche. Auf das Spektakuläre, auf uns selbst, auf den offenen Himmel usw. Der Schlüssel zur Salbung, der Kraft, die uns im Glauben und im Bau des Reiches Gotte weiter bringt, ist, auf unseren Herrn zu sehen, und uns von nichts und niemanden dazu bringen zu lassen, diesen Fokus zu verlieren.

Elisa tat genau doppelt so viele Wunder wie Elija. Alles was Elija tat, das tat Elisa auch, nur doppelt soviel. Gott hörte seine Bitte und gewährte sie.

Seinen Jüngern hat Jesus gesagt, dass sie die gleichen Werke tun würden wie er, und darüber hinaus noch größere (Joh. 14,12). Lasst uns also um die doppelte Salbung Gottes bitten, im Glauben auf unseren Herrn sehen und lasst uns diesen Fokus nicht verlieren.

Erich Lotz junior


Mitarbeiterversammlung  Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung 

Auf der Mitarbeiterbesprechung am 12.09.2000 wurden folgende Themen besprochen:

  1. Der Abend wurde wie immer mit Losung und Gebet eröffnet.
     
  2. Gemeinderäume
  3. Rückblick auf die Bestellung der Möbel: Es war richtig, 50 Stühle zu bestellen. Das erste Kaffeetrinken nach dem Gemeinschaftsgottesdienst am 10.09.2000 hat es bewiesen.

    Jürgen fragte, was die 26 Kaffeegedecke und 36 flachen Teller, Bestecke und Gläser gekostet haben. Es waren etwa 1.000,- DM. Wir werden auf 48 Gedecke sowie Suppenteller aufstocken.

    Es wurde beschlossen, die Gemeinderäume ab dem 15. September 2000 anzumieten. Ein Mietvertrag wurde unterschrieben.

  4. Erntedankfest
  5. Wir wollen am Sonntag nach dem Erntedankfest gemeinsam Mittag essen. Die Salate werden mitgebracht, den Fleischkäse dazu besorgen Lotz. Wir freuen uns auf die Gemeinschaft.

  6. Auswärtspredigten
  7. Udo Adams übernimmt den Dienst in Bellheim am 12.11.2000. Der Dienst am 26.11.2000 in Sinsheim ist aber noch offen.

  8. Gemeinschaftsgottesdienst
  9. Es wird angestrebt, nach dem Gemeinschaftsgottesdienst zusammen Kaffee zu trinken.

Lutz Vogt


Einladung zum Erntedank und Missionsfest
des Verbandes deutscher Mennonitengemeinden

Am 22. Oktober 2000 besuchen wir das Erntedank- und Missionsfest des Verbandes deutscher Mennonitengemeinden in Weissach im Tal.

Das Fest steht unter dem Thema "Neu ins Leben gehen". Beginn ist um 10:00 Uhr


 

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