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GEMEINDEBRIEF 
September 2002

Grußwort 

Wie immer, wenn die Ferien vorbei sind, fangen wir mit den Urlaubsplanungen an. Deswegen haben wir in diesem Gemeindebrief auch eine Neuerung: Da die nächste Ausgabe erst am ersten Sonntag im Oktober erscheinen wird, haben wir diesen Sonntag gleich in den Terminen mit aufgenommen. So weiß jeder auch dann Bescheid, wer uns mit der Predigt dient, wenn der Gemeindebrief einmal Verspätung hat. Die Idee fanden wir so gut, dass wir das jetzt immer so handhaben wollen.

Ob unser Strand so voller Palmen und das Wetter so gut ist wie im Bild unten, wissen wir natürlich nicht. Und gerade die Wetterkapriolen in der letzten Zeit, die ihren Höhepunkt im Hochwasser im Osten Deutschlands, in Österreich und in der Tschechei haben, zeigen uns, dass wir auf das Wetter und auf Gottes Natur so gar keinen Einfluss haben, was immer wir auch unternehmen und wie sehr wir uns anstrengen, daran etwas zu ändern. Wir dürfen aber wissen, das Gott mit uns ist - in schweren Zeiten ebenso wie in der unbeschwerten Zeit des Urlaubs. Diese Gewissheit wünsche ich insbesondere auch den Opfern der Hochwasserkatastrophe, uns wünsche ich dazu die Freigebigkeit, die Betroffenen nach Kräften zu unterstützen.

Einen sonnigen September wünscht Euch

Lutz Vogt


Einladung zur Herbsttagung der Konferenz Süddeutscher Mennonitengemeinden

15.09.02, 10:00 Uhr, Walzbachtal-Wössingen, Böhnlich-Halle

Ihr werdet meine Zeugen sein

Die Geschichte der Gemeinde Jesus weiter schreiben

Im Rahmen des Jubiläums „350 Jahre Mennoniten im Kraichgau" wollen wir den Blick in unsere Gegenwart und Zukunft richten. Vor welchen Herausforderungen stehen wir heute und in den nächsten Jahrzehnten?

Einleitung: Peter Wiebe, Jugendmitarbeiter der Gemeinde Sinsheim
Podium Perspektive Zukunft: Die Mennonitengemeinden im Jahr 2050
Szenen aus dem Theaterstück „Getauft und verfolgt"
Quiz zu mennonitischer Geschichte und Gegenwart
Jugendwerk: Verabschiedung von Doris Bosshard
KSM: Verabschiedung von Klaus Hübert
Absolvierungsfeier des Theologischen Seminars Bienenberg
Mittagessen: ca. 13:00 Uhr

Parallel in Walzbachtal-Wössingen: 10:00 - 12:30 Uhr

Teentag ab 13 Jahre im Wössinger Hof (Wössinger Straße)
Kinderkonferenz, 4 - 7 Jährige im Evangelischen Gemeindehaus
7 - 12 Jährige im Bürgersaal (Sailerweg)
Kinder unter 4 Jahren werden in der Böhnlich-Halle betreut

Ausstellung:

„Ketzer, Bauern, Stille im Lande..." - 350 Jahre Mennoniten im Kraichgau

Das Programm mit Wegbeschreibung in Walzbachtal-Wössingen liegt in der Kirche aus.

Bitte beachtet auch die weiteren Programmpunkte rund um das Jubiläum „350 Jahre Mennoniten im Kraichgau". Entsprechende Einladungen liegen ebenfalls aus.


Und Gott sprach…

Es ist schon faszinierend, so ganz am Anfang der Bibel diese Geschichte von der Schöpfung. Gott sagt etwas, und es geschieht. Gott sprach, es werde Licht, und es ward Licht. Gott sagte: „Es werde, .. und es ward...!" Die Evolutions-Theorie ist der Beweis dafür, wie schwer es für uns Menschen ist, das zu verstehen und anzuerkennen. Aber so beschreibt es die Bibel nun einmal. Wenn Gott etwas sagt, dann geschieht es auch. Gottes Wort hat Schöpferkraft!

Jesaja 55,11 sagt, dass das Wort Gottes nie leer zurück kommt, sondern immer das ausrichtet, wozu er es gesandt hat. Wie schön wäre es da, wenn Gott heute noch reden würde und es den gleichen Effekt haben würde. Oder wenn Er noch redet, wie bekommen wir es dann mit??

Im Alten und im Neuen Testament redet Gott immer wieder, besonders durch die Propheten, die er schickt. Bleibt wieder die Frage, gibt es denn heute noch Propheten?? Und wenn wir uns das so vorstellen, dann machen sich die meisten unter uns überhaupt keine Sorgen, denn ob es Propheten noch gibt oder nicht, ich bin mir sicher, ich bin keiner. Und wenn ich einem begegnen sollte, dann werde ich das schon merken.

Also, was geht die ganze Sache mit der Stimme Gottes, die immer etwas bewirkt wenn er spricht, und die Sache mit den Propheten, durch die Gott spricht, denn mich an?? Nun, ich denke, es geht uns sehr viel an, wenn wir 1. Kor. 14 lesen.

Paulus ermutigt die Gläubigen da, sich nach geistlichen Gaben auszustrecken, insbesondere nach der Gabe der Prophetie. Warum denn das?? Paulus sagt, dass wer prophetisch redet, der ermutigt, baut auf und tröstet (1. Kor 14,3). Da sehen wir schon mal, was denn so konkret passiert, wenn Gott anfängt zu reden. Es ermuntert, baut auf und tröstet uns.

Doch da steht auch, das wir diejenigen sind, die das tun. Wir, die Nachfolger Jesu. Durch uns will Gott auch heute noch sprechen. Und wir kennen ja alle die Macht, die Worte haben. Wir wissen, wie viel wir durch Worte zerstören können, aber auch, wie sehr uns Worte aufbauen können. Der Jakobusbrief spricht im Detail über die Macht des Wortes. Warum ist das so?? Na, wir sind zum Bilde Gottes geschaffen. Und wenn sein Wort Schöpferkraft hat, dann auch unseres. Nicht im gleichen Maß, aber doch etwas.

Es bleibt für uns also die Aufgabe, zu lernen, Gott durch uns sprechen zu lassen. Denn wenn Gott etwas sagt, dann geschieht es auch. Und wir sollen unter allen Gaben, die Gott uns schenken will, zuerst nach der Gabe der prophetischen Rede streben, denn es ist eine Gabe, von der der ganze Leib, also die ganze Gemeinde profitiert.

Wir setzen das Prophetische meist viel zu hoch und für uns unerreichbar an. Und wir denken, dass es nur etwas für ganz wenige, besondere Leute ist. Doch es ist eine Gabe, nach der wir alle streben sollen. Denn wenn wir anfangen, Gottes Wort zu nutzen, dann wird es schöpferische Kraft entwickeln und heilend wirken. Und so schwer ist es auch gar nicht. Wir müssen nur anfangen, darauf zu achten, wie wir miteinander und übereinander reden. Wenn wir anfangen, uns zu ermutigen, aufzubauen und zu trösten, werden wir Segen verbreiten. Und diese Worte werden niemals leer zurück kommen, sondern immer das tun, wozu sie ausgesandt wurden. Denn wenn wir reden, wie Gott redet, dann liegt die gleiche schöpferische Kraft, die die Welt erschaffen, hat in unseren Worten.

Erich Lotz juniort


Mitarbeiterversammlung  Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung 

Bericht über die Mitarbeiterbesprechung vom 15.08.2002:

1. Termine

Wir haben die Termine für September und Oktober festgelegt. Weil der September 5 Sonntage hat und die nächste Ausgabe deshalb erst am ersten Sonntag im Oktober erscheint, wollen wir diesen Termin als Vorankündigung in den Terminen mit aufnehmen. Die Idee gefällt uns so gut, dass wir das in Zukunft immer so handhaben wollen.

2. Kinderstunde

Mit dem Ende der Sommerferien tut sich was in unserer Gemeinde: Die Kinderstunde geht jetzt wirklich los! Die Leitungen bis Ende des Jahres sind bereits festgelegt, danach wollen die beteiligten Eltern weiter planen.

3. Pro Christ 2003

Von Pro Christ 2003 gibt es noch nichts Neues, da die meisten Planer noch in den Ferien waren. Nach den Sommerferien werden wir wohl mehr erfahren.

Lutz Vogt


Gemeinsam

Geht euren Weg gemeinsam, damit ihr Freund seid den Fremden.

Geht euren Weg gemeinsam, damit ihr lernt voneinander.

Geht euren Weg gemeinsam, damit ihr Not leichter ertragt.

Geht euren Weg gemeinsam, damit ihr lacht mit den andern.

Geht euren Weg gemeinsam, damit ihr gerecht teilt das Glück.

Geht euren Weg gemeinsam, damit ihr zurückruft Verirrte.

Geht euren Weg gemeinsam, damit ihr findet Euch selbst

Geht euren Weg gemeinsam, damit alle kommen ans Ziel.

Paul Reding
Aus dem Kalenderblatt des Neukirchner Kalenders vom 15.8.2002


Gottes Gnade

Von deiner Gnade, mein Gott, lebe ich.
Deine Gnade ist der Boden, der mich trägt.
Dein Ja steht über meinem Leben.
Nichts brauche ich dir zu bringen.
Nicht ich muss der Grund meines Glaubens sein - du bist es.
Nicht von meinen Taten muss ich leben - nur von deinen.
Nicht ich muss mein Herz bewahren - du allein vermagst es.
Du bleibst mir immer treu.
Du bist meine Sicherheit.
Du allein bist mein Halt.
Dir allein vertraue ich.

Heidi Weber
gefunden im Neukrichener Kalender von Karin Kuppetz


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