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GEMEINDEBRIEF 

September / Oktober 2007

Grußwort 

Im letzten Hauskreis hatten wir es über Freiheiten und Unfreiheiten. Unser Bau ist sicherlich ein Stück Unfreiheit, solange er noch nicht fertig ist. Ständig müssen wir irgendetwas werkeln, aussuchen oder Handwerker beauftragen und beaufsichtigen. Auch unser Beruf und viele andere Dinge, die uns momentan sehr beschäftigen, sind ein Stück Unfreiheit.

Es fällt auf, dass wir in unserer Zeit und hier bei uns häufig hören "man müsste mal" und "eigentlich sollte man ja". Nicht nur bei uns selbst herrscht also Unfreiheit, sondern sie ist weit verbreitet in unserer Umgebung, in unserer Stadt, in Deutschland. Dabei meint "man" entweder "irgendwann in der Zukunft" oder "jemand anderes mit viel mehr Zeit als ich". Das führt allzu leicht dazu, dass gute Ideen auf den "Sankt Nimmerleinstag" verschoben werden.

Dabei sind wir natürlich in einer glücklichen Lage: Verglichen mit der Unfreiheit vieler Christen in Afrika und Asien geht es uns allen hier in Deutschland und gerade auch hier in Neustadt sehr gut. Dafür bin ich dankbar, aber gleichzeitig erschreckt es mich, dass der Zusammenhalt, die Gemeinschaft dort, wo viel äußere Unfreiheit herrscht, oft viel größer ist als bei uns.

Vielleicht ist das auch ein Gedanke für Erntedank - für die Freiheit bei uns zu danken und sich gleichzeitig zu wünschen, dass die Gemeinschaft wächst.

Einen schönen September und Oktober wünscht Euch

Lutz Vogt


Erntedank

"Wozu soll man vor dem Essen beten und Gott danken?" fragte ein Kind: "Papa verdient das Geld, gibt es Mama, die kauft ein und kocht das Essen. Das hat doch alles nichts mit Gott zu tun." Stimmt das so?

Wir sind doch wirklich unabhängig. Selbst wenn jemand krank wird oder die Arbeitsstelle verliert, so haben wir dafür schließlich unseren Sozialstaat, der dann einspringt. Auch sind unsere Geschäfte immer voll mit Lebensmitteln.

Also sollten wir vielleicht diese Erntedankfest besser abschaffen, weil es in der heutigen Zeit keinen Sinn mehr macht?

Sehen wir uns die Menschen an, die selbstsicher und ohne Gott leben. Sie rackern und mühen sich ab, planen, sorgen vor, kümmern sich, bedenken jede Kleinigkeit.

So lange alles glatt läuft, ist es ja prima. Aber wenn mal etwas schief geht? Dann kommen die ganz großen Sorgen, dann zermartern sie sich den Kopf, dann kommen die schlaflosen Nächte.

Wie viel besser haben es da die Christen. Jesus sagt in Matthäus 6, 31 - 33: Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, oder was werden wir trinken, oder womit werden wir uns kleiden? Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden; aber euer himmlischer Vater weiß, daß ihr das alles bedürft. Trachtet aber zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles hinzugelegt werden.

Gott in seiner unendlichen Güte möchte sich um uns kümmern. Wir brauchen es nur zuzulassen. Wer das erlebt hat, wer ganz persönlich an Gott glaubt, weiß, wie gut man schläft, wenn man all seine Probleme an Gott abgeben kann. Man fühlt sich wohl und geborgen, denn man ist in den besten Händen überhaupt.

Wenn Gott sich schon dermaßen um uns kümmert, macht es auch Sinn, ihm dafür zu danken. Ein Bauer muss hart arbeiten und die Felder bestellen. Gott lässt dann das Korn wachsen und gedeihen, und es ist alleine seine Entscheidung, wie gut die Ernte wird. Das gleiche gilt letztendlich für sämtliche Berufssparten.

Das Erntedankfest ist also für uns moderne Menschen viel mehr als ein Dank für gute Ernte. Es darf auch ein Dank sein für die Arbeitsstelle oder die Schule. Und weil Gott uns so viel schenkt und da ein "Danke" einmal im Jahr doch arg wenig ist, macht es auch Sinn, ihm täglich zu danken. Gerade der Beginn einer Mahlzeit kann so ein Ruhepunkt und ein Augenblick des Dankes sein.

Korinna Söhn
gefunden im Internet von Lutz Vogt


Nachruf

Drum, so will ich wallen, meinen Pfad dahin,
bis die Glocken schallen, und daheim ich bin.

Dann mit neuem Singen, jauchz ich froh Dir zu:
Nichts hab' ich zu bringen, Alles, Herr, bist Du!

Mennonitisches Gesangbuch, 393 - 3

Am 18. August 2007 ist Gertrud "Trudel" Hohmann, von uns gegangen. Die Trauerfeier fand am 23. August 2007 unter der Leitung von Kurt Kerber in unserer Kirche Branchweilerhof statt. Von dort ging der Trauerzug zu unserem Friedhof, wo Trudel Hohmann beerdigt wurde.

Trudel Hohmann kam am  22. Januar 1927 als drittes Kind von Theodor und Emma Lichti hier auf dem Hof zur Welt. Mit ihren Brüdern Walter und Gunter wächst sie in der elterlichen Landwirtschaft auf. Während des zweiten Weltkriegs bewirtschaftete die Familie einen Hof in Lothringen, um danach wieder auf den Branchweilerhof zurück zu kehren. Trudel heiratete 1970 nach Landau, kam aber nach dem Tod des Ehemanns Albert Hohmann 1986 erneut zurück auf den Hof.

Trudel war der Gemeinde sehr verbunden. Viele Jahre lang fand die Frauenstunde bei ihr statt, bis die Frauenstunde im November 2000 in die neuen Gemeinderäume umzog.

Nach ihrem Hirnschlag verbrachte Trudel die letzten Jahre im Pflegeheim in Edenkoben, wo sie Gott schließlich auch zu sich rief.

Wir sind Trudel und Gott dankbar für die Liebe und den Dienst in der Gemeinde.

 


Erntedankfest

Am 7. Oktober 2007 feiern wir
im Rahmen unseres Gottesdienstes
das Erntedankfest bei uns.

Der Gottesdienst ist als Erntedank-Familiengottesdienst mit
Kurt Kerber geplant.


Wir laden alle dazu herzlich ein.


Zeitthemen: Ohne Werte ist alles wertlos

Warum Ethik und Moral so unglaublich wichtig sind
14. Sept. 2007 20.00 Uhr
Eine Veranstaltung der evangelischen Allianz Neustadt im Casimirianum, Ludwigstraße 1, 67434 Neustadt

Die Fundamente des modernen Lebensstils stimmen nicht mit den Werten des christlichen Glaubens, die jahrhundertelang getragen haben, überein. Doch auch die Gläubigen tragen heute nichts mehr zur Erneuerung der Gesellschaft bei. Wie stellt sich jeder persönlich dieser Herausforderung im privaten und öffentlichen Leben?


Abendmahl

Denn der Herr Jesus in der Nacht,
da er verraten ward, nahm das Brot,
dankte und brach's und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; solches tut zu meinem Gedächtnis.
Desgleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut; solches tut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis.

Am Sonntag, den 09.09.2007, wollen wir im Rahmen des Gottesdienstes zusammen mit Erich Lotz junior das Abendmahl miteinander feiern. Wir laden alle dazu herzlich ein!


Herbsttagung im Kulturzentrum Limburgerhof

Am 16.09.2007 findet von 10:00 bis 12:30 Uhr die Herbsttagung der Süddeutschen Mennonitengemeinden im Kulturzentrum Limburgerhof statt.

Die Tagung steht unter dem Motto "Als Familie Glauben (er)leben". Referenten sind Titus und Anita Hein-Horsch von der Mennoniten-Brüdergemeinde Neuwied.

Parallel dazu findet Teentag sowie die KiKo (Kinderkonferenz) ebenfalls in Limburgerhof statt.

An diesem Sonntag findet bei uns kein Gottesdienst statt.


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