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GEMEINDEBRIEF  September 1998  

Grußwort 

ie letzte Zeit war für uns sehr hektisch, durch die Vorbereitungen zur Hochzeit, durch viele Pflichten im Beruf und zu Hause und viele weitere Dinge. Um so mehr freue ich mich darauf, daß jetzt hoffentlich ruhigere Zeiten vor uns liegen und daß wir jetzt auch noch zwei Wochen Urlaub einplanen können.

Schon aber stehen in der Firma neue, anstrengende Aufgaben vor der Tür und ich weiß nicht so genau, was mich nach dem Urlaub alles dort erwarten wird.

Gerade in solchen Zeiten finde ich es unheimlich wichtig, daß ich mich mit allen meinen Sorgen und Nöten an unseren lebendigen Gott wenden kann, von dem ich weiß, daß er mir zuhört und daß er mir Kraft gibt in allen Lagen.

Einen sonnigen September wünscht Euch

Lutz Vogt


Jetzt Zweige in den Händen

 

Jetzt Zweige in den Händen

und dann den Essigschwamm.

Jetzt Hymnen auf den Lippen

und dann Hohn und Spott.

Jetzt begeisterte Zustimmung im Herzen

und dann Haß und Ablehnung.

Gott, wie wankelmütig sind wir doch!

Wie eine Fahne im Wind!

 

Gib uns festen Stand,

Mut und Kraft,

Treu und Opferbereitschaft.

 

Nimm uns die Angst vor den anderen.

Laß uns mit Jesus Christus gehen

und dem göttlichen Leben

verpflichtet sein bis in den Tod.

 

Laß uns die Zweige nicht verbergen,

wenn die Verführer kommen.

Laß unsere Lippen nicht verstummen,

wenn die Verfolger kommen.

Laß uns die Zustimmung nicht verleugnen,

wenn die Mörder kommen

Anton Rotzetter
gefunden im Neukirchner Kalender von Karin Kuppetz


Der Mensch sieht, was vor Augen ist;

der Herr aber sieht das Herz an.

1. Samuel 16,7b

 

Der alte Fischer

 

Ich bekam gerade ein e-mail (elektronische Post, Anm. d. Red.) mit einer wahren Geschichte, die mich sehr bewegte. Darum möchte ich Euch diese Geschichte weiter erzählen. Eine Frau erzählt:

Ich wohne mit meiner Familie in einem kleinen Haus in Baltimore direkt gegenüber der John Hopkins Universitätsklinik. Wir bewohnen das Erdgeschoß und vermieten ab und zu die Zimmer im Obergeschoß an Patienten der Klinik, die von außerhalb kommen und nicht über Nacht in der Klinik bleiben müssen.

Eines Abends stand ich in meiner Küche und bereitete das Abendessen vor, als es an der Tür klingelte. Als ich öffnete, stand da ein Mann und ich dachte: "Der ist ja kaum größer als unser Achtjähriger!" Doch das Auffallendste an ihm war sein Gesicht, das auf einer Seite rot angeschwollen und fast roh war. Er fragte: "Entschuldigen sie, ich suche ein Zimmer für eine Nacht. Ich kam zur Behandlung heute Morgen von der Küste und mein Bus zurück kommt geht erst wieder morgen früh." Er sagte mir, daß er schon seit frühem Nachmittag auf der Suche nach einem Zimmer sei, aber ohne Erfolg, niemand schien für in Platz zu haben. "Ich denke, es ist mein Gesicht", sagte er, "Ich weiß, es sieht schrecklich aus, aber der Arzt sagt, noch ein paar Behandlungen und ...".

Ich zögerte noch einen Moment, doch seine nächsten Worte gingen mir zu Herzen. "Könnte ich einfach auf ihrer Veranda im Schaukelstuhl schlafen, mein Bus geht schon ganz früh morgen?" Da sagte ich ihm, daß wir schon ein Bett auftreiben würden und er könne sich erst einmal im Schaukelstuhl ausruhen, während ich das Essen fertig machte. Ich lud ihn zum Essen ein, doch er lehnte dankbar ab, er hatte selbst etwas dabei.

Nach dem Essen ging ich nach draußen, um mich noch etwas mit unserem Gast zu unterhalten. Ich brauchte nicht lange, um herauszufinden, daß sich in diesem kleinen Körper ein überdimensional großes Herz befand. Der Mann arbeitete als Fischer, erzählte er mir, um seinen

Tochter mit ihren fünf Kindern und ihrem Mann, der nach einem Unfall behindert war zu unterstützen. Er erzählte nicht, um sich zu beklagen. Ganz im Gegenteil, fast dauernd redete er von Dankbarkeit Gott gegenüber, Dankbarkeit, daß er arbeiten konnte, Dankbarkeit, daß seine Krankheit, eine Form von Hautkrebs, keine Schmerzen verursachte, Dankbarkeit, daß Gott ihm Kraft gab, um weiter zu machen.

Wir stellten noch ein Gästebett im Kinderzimmer für ihn auf. Als ich am nächsten Morgen aufstand, fand ich das Bett ordentlich gemacht und der Mann wieder draußen auf der Veranda. Er wollte kein Frühstück, doch bevor er ging fragte er: "Kann ich das nächste mal, wenn ich zur Behandlung komme, wieder hier schlafen, ehrlich, der Schaukelstuhl reicht mir?" und dann fügte er hinzu: "Ihre Kinder gaben mir das Gefühl, Zuhause zu sein. Erwachsene wissen nicht, wie sie mit meinem Gesicht umgehen sollen, aber Kindern macht es nichts aus." Ich sagte ihm, er sei bei uns immer willkommen.

Das nächste Mal, als er kam brachte er uns einen großen Fisch und frische Muscheln mit, die er extra noch am Morgen für uns gefangen hatte. Da ich wußte, daß sein Bus schon um vier Uhr morgens abfuhr fragte ich mich, wann er aufgestanden war. In den kommenden Jahren wurde er zum regelmäßigen Gast und nie kam er, ohne etwas mitzubringen. Gelegentlich kamen sogar Expreß Päckchen mit Fisch und anderen Dingen für uns. Da wir wußten, wie wenig Geld unser Freund hatte und daß er ca. 3 Meilen zu Postamt laufen mußte, um die Päckchen zu schicken, machte das die Geschenke für uns noch wertvoller. Durch diesen Mann lernten wir, dankbar zu sein für das viele Gute, das Gott uns geschenkt hat.

Als ich vor ein paar Tagen eine Freundin in ihrer Gärtnerei besuchte, sah ich dort eine wunderschöne Blume, die in dem ältesten, schäbigsten Blumentopf wuchs. Ich fragte: "Willst du diese Blume nicht in einen schöneren Topf tun?" und sie antwortete: "Weißt du, ich hatte keine anderen Töpfe mehr, und da ich wußte, wie schön diese Blume werden würde und daß sie sowieso bald in den Garten gepflanzt wird, dachte ich mir, es wird ihr nichts ausmachen, eine Zeit in einem häßlichen Topf zu stecken." Ich mußte lachen und dachte an unseren kleinen Freund. Wie groß und schön steht diese wunderbare Seele wohl im Garten Gottes.

Erich Lotz junior


  Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung  ...

... gibt es nicht, denn im August fand, anders als versehentlich im Gemeindebrief abgedruckt, keine Mitarbeiterbesprechung statt !

 Trennlinie - Stift


Einladung zur Herbsttagung

 

Die Herbsttagung der Konferenz Süddeutscher Mennoniten findet

am 20. September 1998 in Wössingen / Walzbachtal

ab 10:00 Uhr in der Böhnlich-Halle, Feilenweg

statt. Die Konferenz steht unter dem Thema

"Auf der Suche nach dem Geheimnis des Lebens -
vom förderlichen und belastenden Umgang mit Geheimnissen"

unter Leitung von Andrea Lange, Pastorin der Gemeinde Weierhof.

 

Einladung dazu liegen in der Kirche aus. Am 20. September findet deshalb in unserer Kirche kein Gottesdienst statt !


Die Hochzeitsglocken läuten

am

5. September 1998

wpe5.jpg (3235 Byte)    um 15:00 Uhr  wpe4.jpg (2340 Byte)

in der Martin-Luther-Kirche

Winzingen

 

für unsere langjährigen lieben Mitarbeiter

Karin Kuppetz und Lutz Vogt

 

Wir wünschen dem jungen Paar

Gottes reichen Segen,

einen wunderschönen, unvergeßlichen Tag

und daß der Herr Jesus immer mit im Bund bleibe.

 

Die Gemeinde Branchweilerhof

die mit großer Freude Anteil nimmt an Eurem Glück

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