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GEMEINDEBRIEF 
September 1999

Grußwort 

Vielleicht fällt es Euch ja auf: Dieser Gemeindebrief hält sich (wie wir hoffen) an die neuen Rechtschreibregeln. Der Unterschied ist nicht so sehr groß, ich merke ihn immer noch nur anhand der Schreibweise des "dass". Da seit August die neuen Regeln aber offiziell gelten, wollten wir uns dem nicht länger verschließen und haben die automatische Prüfung entsprechend angepasst.

Wenn dieser Gemeindebrief ausliegt, fängt unser Urlaub gerade an. Nach einem langen Sommer mit viel Arbeit, aber auch vielen schönen Tagen, haben (nicht nur) wir diesen Urlaub nötig.

Nachdem wir im August schon einen Sonntag gefehlt haben und am letzten Sonntag im August kein Gottesdienst war, haben wir diesmal also eine für unsere Verhältnisse lange Pause. Wie gut, dass wir Christen einen "direkten Draht" zu Gott haben – ganz anders als die Juden in alttestamentarischer Zeit, wie Erich uns in der Bibelausarbeitung gerade schildert.

Einen schönen September wünscht Euch

Lutz Vogt

 


 

Einladung + Information + Einladung + Information + Einladung

 

Herbsttagung der Konferenz

Süddeutscher Mennonitengemeinden

 

am 19. September 1999 Limburgerhof bei Ludwigshafen/Rhein

ab 10:00 Uhr im Kulturzentrum Burgunderplatz 2

 

 

zum Thema:

"Eltern ohne Einfluss?

Der Freundeskreis – wichtiger als Vater und Mutter?

- Möglichkeiten und Grenzen der Erziehung"

 

Dr. Jörg Dieterich

Leiter der Abteilung für Kinder und Jugendliche
im Beratungs- und Therapiezentrum Schwarzwaldpark (BTS)

 

Weiter im Programm:

 

Einleitung durch das Jugendwerk der Konferenz

 

Zur Situation der Christen in Serbien

Einblicke und Eindrücke aus der Arbeit

Janko Jekic Mitarbeiter von "Brot des Lebens"

(angefragt)

 

Mittagessen ca. 13:00 Uhr

 

 

Parallel dazu jeweils 10:00 –13:00 Uhr:


Teentag, ab 13 Jahre, auf dem Kohlhof im mennonitischen Gemeindehaus und

Kinderkonferenz, 4-12 jährige, Treffpunkt: 9:30 Uhr am Kulturzentrum oder 10:00 Uhr direkt im Jugendzentrum in Limburgerhof.

Krabbelkinder (0-3 Jahre) werden im Kulturzentrum betreut.

 

 

Wir laden alle Interessierten zu dieser Veranstaltung herzlich ein!
Im Namen des Konferenz-Komitees

Klaus Hübert

 


Der Hof der Priester

 

Vor zwei Monaten befanden wir uns in unserer Reihe über den Tempel und dessen symbolische Bedeutung im Vorhof der Israeliten. Wir stellten fest, dass "dabei Sein" doch nicht alles ist.

Und das bringt uns in den Bereich direkt vor dem Tempel, den Vorhof der Priester. Dieser Vorhof ist immer noch nicht im eigentlichen Tempelgebäude, doch direkt davor. In diesen Bereich durften nur die Priester.

Hier, direkt vor dem Tempel, finden wir zwei Dinge: Den Brandopferaltar und das sogenannte "Eherne Meer", ein riesiges Waschbecken für die rituellen Reinigungen. Es ist ein Ort des Dienstes und der Reinigung.

In diesem Vorhof der Priester wurden die Opfer dargebracht. Und dieses Opfern war immer eine doppelte Angelegenheit. Denn zuerst opferten die Priester für sich selbst und vollzogen die rituellen Waschungen, um sich selbst dadurch zu reinigen. Dann opferten sie stellvertretend für das Volk. Sie dienten dem Volk, das nicht in diesem Bereich zugelassen war, durch das Opfern.

Um zu verstehen, wo unser Platz in dem Ganzen ist, müssen wir zuerst begreifen, dass wir alle zu Priestern berufen sind. Schon im AT, in 2. Mo. 19,5-6 und dann im NT, in 1. Petrus 2,9, wie auch in Offenbarung 1, 5-6, wird das Volk des Eigentums, das zu Gott gehört, ein Volk von Priestern genannt. Auch wenn im Volk Israel der Stamm Levi ausgesondert war, um im Tempel die Priesterdienste zu verrichten, so war doch auch schon im alten Bund das ganze Volk dazu berufen, Priester zu sein. Und auch wir, als neutestamentliche Gemeinde, haben den gleichen Auftrag. Auch wir sollen ein königliches Priestertum sein. Wir gehören also in den Vorhof der Priester. Und das bedeutet für uns primär zwei Dinge, die durch den Brandopferaltar und das Eherne Meer ausgedrückt werden.

Unsere Priesterschaft muss sich in unserer persönlichen Heiligung und der Reinigung unseres Lebens ausdrücken. Das passiert primär zuerst am Brandopferaltar, an dem wir Vergebung und Reinigung erfahren. Das ist nicht nur die generelle Vergebung unserer Sünden, die wir durch das Kreuz am Eingang des Tempels erfahren, sondern eine Reinigung unseres Lebens, dadurch, dass wir, wie es in Römer 12,1-2 steht, unsere Leben hingeben als ein lebendiges, Gott wohlgefälliges Opfer durch die Erneuerung unserer Sinne. Wenn wir zum Brandopferaltar kommen, bringen wir sozusagen den "Bock, den wir geschossen haben", unsere Fehler, zu Gott und legen sie und damit uns selbst auf den Altar. Das hat nicht nur damit zu tun, Vergebung zu empfangen, sondern auch damit, unser Leben in Ordnung zu bringen, vor Gott und vor den Menschen.

Und dann kommt das Waschen in dem Wasser des Wortes Gottes, das Eherne Meer. Je mehr wir das Wort Gottes in uns aufnehmen, je mehr wir die Bibel lesen und uns von ihr berühren lassen, desto mehr wird die Kraft dieses Lebendigen Wortes uns reinigen. Es wird uns immer wieder zum Altar treiben, wo Erkenntnis in uns wächst und das Wort uns reinigt.

Diese persönliche Reinigung und Heiligung ist jedoch nur der Anfang unseres Priesteramtes. Denn nach der persönlichen Vorbereitung kommt der Dienst an den Menschen um uns herum, evangelistisch / missionarisch, ihnen die gleiche Vergebung anzubieten, die wir empfangen haben, und auch der Dienst in der Gemeinde an unseren Geschwistern. Der Vorhof der Priester ist ein Ort des Dienstes am Menschen. Das ist jedoch wieder ein anderes, zu großes Feld, um es hier zu behandeln. Wer etwas tiefer einsteigen möchte, kann 1. Kor. 12-14 lesen, Römer 12, Eph. 4 und andere Stellen, in denen es um Geben und Dienste geht.

Viele von uns stehen in irgendeiner Art und Weise im Dienst am Nächsten, und viele haben auch schon diese reinigende Kraft Gottes in ihrem Leben gespürt. Doch wie am Anfang schon gesagt, dieser Vorhof der Priester befindet sich immer noch nicht im eigentlichen Tempel, noch nicht in der direkten Gegenwart Gottes. Lasst uns deshalb nicht in der Reinigung und in dem Dienst am Nächsten stehen bleiben, sondern weiter vordringen, in das Heiligtum. Aber dazu mehr das nächste Mal.

Erich Lotz junior


Mitarbeiterversammlung  Ergebnisse der Mitarbeiterbesprechung 

 

Auf der Mitarbeiterbesprechung am 10.08.1999, ausnahmsweise bei Maria Faust, wurden folgende Themen besprochen:

 

  1. Termine
    Die Termine für den September wurden festgelegt.
  2. Nächste Besprechung
    Die nächste Mitarbeiterbesprechung findet bei Axel und Titin Dalügge statt.
  3. Gemeinderäume
    Zum Thema "unser Gemeindesaal" fanden Gespräche und Überlegungen statt.

 

Es war schön, einmal in einem anderen Haus zu Gast zu sein. Danke Maria!

Christel Lotz

Trennlinie - Stift

 

Das Gute

Ist oft still und leise

Und in sich unendlich groß.

Man sieht es nichtUnd merkt es kaum,

Aber es hält die Welt zusammen.

Roland Leonhardrt, aus: "Herzliches Danekschön"
gefunden von Lutz Vogt


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